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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1930-11-10 · 11 (10.11.1930) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
6 (1930)
Issue
11 (10.11.1930)
Date
1930-11-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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»eue o ipentetnoematt Der Deutsch»Israelitischen Gemeinde. Nummer 11 Mit sicherer Hand habe er W Anstalt durch schwere Zeiten geführt. »nd ihre Erhaltung sei mit sein Verdienst, das ihm nicht vergessen werden solle. -- Der Bahre des Heimgegangenen. folgten!a»sscr Verwandten und freunden mehrere Vcrwaltungsmitglieper des Haulinenstifts sowie dessen Leiterin mit einer Vertretung der Zöglinge. i ' * Am! 21. Juli statb im 61. Lebensjahr Herr Moritz Hcilpern, der lange Jahre als Mitglied der Kommission für die Fremdenpflege der Gemeinde und der Verwaltung der Neuen Dammtor- Synagoge sich um die Allgemeinheit verdient gemacht hat. Bei seiner Bestallung auf dem Begräbnisplatz der Gemeinde in Ohlsdorf. die unter zahlreicher Beteiligung srattfand, sprachen die Herren Rabbiner Bamberger und Henry C Hassel. Unsere' N a ch b a r g e m e i n d e Altona beklagt den Tod eines ihrer verdientesten Mitglieder, des Herrn Julius Neumann, .der mehr als zwei Jahrzehnte ihrem Vorstande anqehört hat. Der Heimgang dieses schaffensfrohen und edlen Mannes bedeutet für die Ältonaer Gemeinde einen schweren Verlust, -s- Bei den vielfachen Beziehungen, welche unsere Gemeinde mit derjenigen unserer Nachbarstadl verbinde», hatte auch der Vorstand unserer Gemeinde häufig Gelegenheit, mit dem Heimgegangenen zu verhandeln und seine Sachkenntnis, ''einen Eifer und seine verbindliche Umgangsart kcnncnzulernen. Bei der Beisetzung des Verstorbenen war der Vorstand der Gemeinde durch sein Mitglied Herrn Jacob Hcckscher und Herrn Dr. Nathan vertreten. In der Nacht zum ersten Sukkaustage verschied, mit der Krone des Kreisenalters, der Torakunde und der Bescheidenheit dreifach geschmückt, Herr Solomon Iacobsoir, der anlässlich der Pollendung seines 77,. Lebensjahres von Herrn Oberrabbiner Tr. Spitzer mit dem Morenu-Titcl ausgezeichnet worden war. Seine Beisetzung, bei welcher wegen der Festtage keine Nachrufe gehalten wurden, vereinigte alle, die sich in Ehrflircht vor denjenigen beugen, die ihr Leben dem Studium unserer Lehre weihen. Herr Lberrabbiner Tr. E a r l e b a ch - Altona widmet dem Heimgegangenen im Israelit einen erhebenden Nachruf: bei einer T r a u e r f e i e r in der Synagoge Heinrich Barthskrasse. deren Besucher der Verstorbene wiederholt durch sein Wort belehrt und. erbaut hatte, sprach am 1. d. M. Herr Rabbiner Dz a m a n t. . Am Donnerstag, dem 36. Oktober, verschied nach längerer Krankheit der im/Ruhestände lebende ehemalige Lehrer der Talmud Tora-Realichule, Herr Moses Eisemann. Ein grosses Gefolge, das von der allgemeinen Trauer um seine» Heimgang beredtes Zeugnis ablegte, gab dem Toten am vergangenen Sonntag das letzte Geleit, u. a. auch der frühere Direktor der Talmud Tora Realschule, Oberrabbiner Dr. Carlebach- Altona, die gesamte jüdische Lehrerschaft unserer Stadt, viele ehemalige Schüler der Talmud Tora iowi^eine Abordnung der Klassen, die der Heiitigegangene grösstenteils unterrichtet hatte. Im Trguerhause sprach namens des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten Direktors und des Lehrkörpers der Schule Herr A. Morgenroth, in der Kapelle des Begräbnisplatzcs der Gejneinde in Ohlsdorf namens des Ellernrates der'Schule Herr Dr. Baruch Worte des Dankes und des Abschiedes. Wahlen. Das Repräientanten-Kollegium der lssemeinde hat Herrn Raphael Bachrach zum Mitgliedc des Vorstandes der Mädchenschule der Gemeinde erwählt, dem er bereits seit 1626 als Vertreter des Kollegiums angchört hat. ferner wählte das . Kollegium die Herren Oscar Heymann, Carl Norden und Joseph Weigert nach Ablauf ihrer Amtszeit in die Friedhofs-Kommission der Gemeinde wieder und neu an Stelle des verstorbenen Herrn Ni o r i tz W o l f f Herrn L ü d w i g I o! h u a. Wahlen in der Beerdigungsbrüderschaft. An Stelle des vor - mehreren Monaten Heimgegangenen Herrn Moritz L. Wolfs wählte die Vertrauenskommission der Brüderschaft Herr» Ludwig Pels zum Mitgliedc ihres Vorstandes. Das von dem Verstorbenen innegehabtc Amt' in der Finanzkommission der Brüderschaft übertrug der Vorstand seinem Mitgliedc Herrn Ludwig Joshua: — Zum ersten Beamten der Brüderschaft wurde an Stelle des verstorbenen Herrn David Prager der bisherige zweite Beamte Herr M. Iosias gewählt, während das von diesem, bisher bekleidete Amt Herrn Gustav Heincm a n ii übertragen wurde. » - Die Vereinigte Alte und Neue Klaus hat Herrn Rabbiner Moses Blech- Wien. an Stelle des verstorbenen Klausrabbiners Joseph Kohn zu ihrem zweiten Rabbiner gewählt. Jubiläen. Sein 66. Lebensjahr vollendete am 16. Mai Herr Samuel Leibowitz, der ehemalige langjährige Oekonom des Altenhauses der Gemeinde, sein 63. Lebensjahr am 13. Juli der Veteran von 1676 71 und Militärschriftsteller S. Steinberg, ihr 66. Lebensjahr am 16. Mai Frau Hulda E m a - n u.e I. gcb. Schönlank, und am 26. August Frau Röschen David, gcb. Roscnbaum. — Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begingen am 12. Juni in körperlicher und geistiger Frische die Eheleute Moritz Worms und Rosalic, geb. ln o t t i ch a l k : ihre goldene Hochzeit feierten am 1. August die Eheleute Richard Blau und Paula, gcb. N e u m a n n. Der Senat und der Vorstand der Gemeinde sandten den beiden Jubelpaaren herzliche Glückwünsche, die den Erstgenannten durch Herrn Dr. Alfred V e i s, den letzteren durch Herrn Rabbiner Dr. Italiener überbracht wurden, Gleichfalls feierten in aller Stille am 17,. August ihre goldene Hochzeit die Eheleute Lberkantor Dreiblatt und R o s a l i e, geb. D ä t t n e r , denen der Vorstand der lsscmeinde noch nachträglich seine Elllckavünichc schriftlich zum Ausdruck brachte. , * Eine „der fllhrcuden Persönlichkeiten im jüdischen Geistesleben Hamburgs", wie ihn eine hiesige Zeitung nannte. Herr Dr. Emanuel Fink, feierte am 22. Juni sein 7,6jährigcs Doktorjubiläum. Geboren am 16. März 167,7, in Santomischel als Sohn des späteren Hamburger Klausners Rüben Fink, besuchte Emanuel Fink die Icschiwah in Halbcrstadt, und nach kurzer kaufmännischer Tätigkeit die Universitäten Würzburg und Heidelberg und licss sich nach seiner ärztlichen Approbation in Hamburg nieder. Der Jubilar ist einer der ersten, der in Hamburg das Hebräische als lebende Sprache pflegte, einer der ersten Kenner der ncuhebräischen Literatur und ein eifriger Förderer der geistigen Bestrebungen in den hiesigen Logenkrcisen. - Kleine Mitteilungen. Der Verband der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte hat kurz vor dem Neujahrsfeste sein zweites Jahrbuch der Oeffentlichkcit übergeben. Ausser dem Kalcndariuni und dem administrativen Personen-Vcrzeichnis enthalt er reichen Lesestoff u. z. ein warmes Geleitwort von Oberbürgermeister Brauer- Altona, einen in Form eines Rückblickes und Ausblickes gehaltenen Tätigkeitsbericht des Verbandes, 2k ach rufe auf die Herren Lberrabbiner Dr. M. Lerner- Altona, Sanitätsrat Dr. Jacob-Kiel und Julius Neumann- Altona, Berichte über soziale Arbeit an der Jugend Hamburgs <Dr. R. Zadik: Jüdische Bcrufsbcratungsstellen— Jüdische Iugendbergtung — Das Heim für jüdische Mädchen), sowie drei wissenschaftliche Beiträge von EdgarFran k-Hamburg, Rabbiner E. D u ck c s z - Altona und Alfonjv C a j f u t o - Hamburg. Ein schöner Aufsatz über „Das Erlebnis des Meeres in der Bibel" von Rabbiner Dr. F. Aber- Bremen macht den Beschluss. Im Verein der selbständigen jüdischen Handwerker und Gewerbetreibenden berichtete Herr I s a a c i e n über Beratungen, aus welche Weise die Beschaffung von Krediten für die jüdischen Gewerbeireibenden zu ermöglichen sei. In einzelnen Fällen könne es gelingen, von der Alexander Simonschen Stistilng- Hannover Kredite zu erlangen: die Mitglieder sollten sich gegebenenfalls an ihn wenden. Herr Eugen Kohn vertrat in der Erörterung den Standpunkt, dass die Frage der Kreditbeschaffung fisr den jüdischen Handwerker weniger brennend sei als die dcx Arbeitsbeschaffung: Wenn der jüdische Handwerker bei gleicher Leistungsfähigkeit von seinen Glaubensgenossen Aufträge erhalte, wäre die Existenz der jüdischen Handwerker auch ohne Kredite gewährleistet. Sie brauchten in erster Linie Arbeit. Kredite ohne Arbeit würden nur ihren vorzeitigen Ruin bedeute». Ein anderer Redner erklärte es für nötig, den Glaubensgenossen stets vor Augen zu halten, wie unendlich wichtig cs gerade jetzt ist, den jüdischen Handwerker zu unterstützen. Bei jeder jüdischen Versammlung und Kundgebung müsse es heissen: „Beschästigt jüdische Handwerker." Aus dieser Erkenntnis heraus sprach die Versammlung den Wunsch aus, der Vorstand möge sich an die Gemeinde wenden, damit diese an sichtbarer Stelle im Gemeinvcblatt die Worte drucke: „Beschäftigt jüdische Handwerker und Gewerbetreibende." — Der Direktor der Hamburger Revisions- und Treuhand A.-G., Herr Jacob Ai e y c r, hat sich den Mitgliedern des Vereins zur kostenfreien Erteilung von Auskunft und Rat (Sonntag. 11 12 Uhr, Hallcrstrasse 64) erboten. — Im Jahre 1631 findet anlässlich des 27,jährigen Jubiläums des Pleins in Hamburg die Tagung des Verbandes der jüdischen Handwerkeroereine Deutschlands statt: man erörtert aus diesem Anlass innerhalb des Vereins die Veranstaltung einer Ausstellung der Erzeugnisset

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