Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 9 (10.9.1930)
- Date
- 1930-09-10
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 9 gut und so viele wi wagt, >die Gemeinde Judentum einen Kör die Jahrtausende über: Aufgabe zuführte. - waren!im Grunde st auch anders nennen innen den von auhen auf' diese Lehre mag die Geschichte der E Gemeindeblatt heute, und doch hat^keiner es gei Stich zu lassen. Bildete doch das >er, beseelt von einem Eeiit, der cs mern lieh und seiner kultukgeschichtlichen Tie Angriffe gegen das Judentum ts die gleichen, mögen sie sich heute als früher. — Tah nur die Einheit drohenden Gefahren standhalten kann, uns auch Hinweisen die Erinnerung an eseroh Henktlpöttchen. der Deutsch»Jsraeliniwen rvrmemor. Seite 7 Oeffentliche Quittung. von Herrn Wir erhielten an Eienden: 2.50 AU von Äk. N. zilgunsten des Altenhauscs der Gemeiirde: und Frau M e y b e r g - Wandsbeck für Kindererhofungsheim Wilhelminenhohe, anlählich 10 1» 10 10 10 10 20 20 20 20 95 -15 20 20 100 AU das ihrer Vermählung und zwecks Ablösung der Danksagungen für die ihnen aus diesem Anlah erwiesenen. Aufmerksamkeiten: t All von Herrn Adolf Cohn für Wohlfahrtszwccke als Ablösung der Danksagungen für die ihm anlählich des Heimganges seiner Mutter Rahel Cohn, g e b. Elbe, erwie>cne Teilnahme: A)l von N. R. sür die Zentrale für Kur- und Erholungsbedürftige: AU von Fräulei > Irma Burg .für das Altenhaus der Gemeinde anläh ich der Steinseyung ihres am 2. Tage Echowuaus v. 1. verstorbenen lieben Vaters Louis Burg: j AU von N. 9i. fsir Wilhelminenhohe: AH von Herrn Martin M. Heilbut sür die Kommission sür das Wohlsahrtswesen zur Ablösung der Danksagungen für die ihm anläßlich des Ablebens seines Bruders erwiesene Teilnahme: Ml von Herrn Gottschal kFviedburg für Wohljahrtszwecke als Ablösung der Danksagungen sür die ihm anlählich des Heimganges seinen Gattin Johaizna Friedburg, geb. Rosen bstum eruiiejene Teil nähme: \ Ml von )i. R. für einen Bedürftigen: Ml von Herrn Walter B o ck " Inh. Erempelsabrik lund Eraoieranstalt, strähe 284, anlählich des 50jährigen Firma, zugunsten von Wilhelminenhähe: A)l von Frau Bernhardine Lury, zugunsten des Altenhauses der Gemeinde, anlählich ihres 70. Geburtstages: Al von Herrn Rabbiner Dr. Holzer zwecks Ablösung der. Danksagungen für die ihm anlählich des Hcimgg sc ner Mutter erwiesene Teilnahme 7 Al von M. R. für alte bedürftiges Leute; A l durch Vermittlung des Herrn IDr. S t 0 r ch zugunsten des Kindererholungsheims Wilhelminenhohe Al von dem ehemaligen Handwerkeroerein von vän denen wir; ‘A)l dem jüdischen Lehrlingsoerein, AU bem Altenhause der Gemeinde AH dem Pflegeheim der Gemeinde überwiesen, A\l von Frau Helene Kaufmann zur Erjnnersung Akannes, von denen wir von Louis Bock, Altona, König- Bestehens seiner ngs 1928, ihres und Israelitischen Waisen an den Todestag stimmungsgemäh 50 AU dem Hamburgischen Deutsch Jnstitüt überwiesen und 50 AU zugunsten eines bedürftigen Knaben verwendeten 140 AU vom ärztlichen Ekat!klub zugunsten bedürftiger Kinder. l Den Spendern verbindlichen Dank. Bestand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. 1 1 Sprechsaal. Jugend Im Vemeindeparlament. Die Auseinandersehungen der drei jugendlichen Reprässen kanten sind zu wichtig, als dah sie in der hamburgi' Jugend keinen Widerhall -finden sollten. Insbesondere im Laufe der Erwiderungen neben einer Reihe von unschr Ausfällen, die sich selber richten — män denke an den 3! wurf der Unbescheidenheit und der Unkenntnis der printitirs parlamentarischen Gebräuche, den zwei« Repräsentanten ihr Amtskollegen machen — von eben diesen Repräsentant bekurischen sind nen Borsten ein ten Konstruktionen ausgestellt worden, die unmöglich unwidersprochen bleiben können. Es mag dahingestellt bleiben, ob eine Beschränkung der Subventionierung des Bar Kochba aus etatspolitiichen Gründen unumgänglich notwendig gewesen ist, nur. bei gaiiz genauer Kenntnis' der Tinge ' wird man dies entscheiden können. Aber die Art. wie gerade zwei jugendliche Vertreter ihre Stellungnahme zu begründen versuchten, muh allerorts Erstaunen und Enttäuschung Hervorrufen. Wie ist es nur möglich,- das, der eine Repräsentant den Unterschied zwischen den beiden jüdischen Sportvereinen darin iehcn will, dah Her eine die Gesamtinteressen, der Bar Kochba aber nur «oirderinteressen vertritt? Ran ist geneigt, dieses Urteil einmal einem nichtjüdischcn Sportler Hamburgs zur Begutachtung vorzulegen, der es einfach nicht glauben wird, dah ein junger hamburgijcher Jude so verzweifelt wenig 'Ahnung hat von der Stellung des Bar Kochba, der in jenen Kreisen durch Gröhe, Leistung und Firben als der Vertreter der gesamten Hamburger -Judenheil gilt. Wie ist es' nur mög-. Ii'ch. dah der andere Repräsentant die These aufstellt, dah „die Einrichtung des Bar Kochba wegen seiner zionistischen Rote für die Mehrzahl der sportliebcndcn Eitzmeindemilglieder nicht in Frage kommt"? Vielleicht verrät uns Herr Tr. Plaut, wo diele Mehrzahl von jüdischen Sportlern aufzufinden ist, wir wären mehr als dankbar. Ich glaube, dah auch der oberflächliche Kinner der Verhältnisse genau weih, dah schlecht gerechnet vier Fünftel der sporttreibenden Juden Hamburgs im Bar Kochba organisiert sind. Das Betrübliche ist vor all:in, dah gerade die Bar Kochbancr ohne „zionistische Rote" — deren es mehr gibt, als die beiden Repräsentanten .zu missen scheinen — bei solcher Einstellung die unbedingte Enipsindung haben, dah sie von denen, die ihnen politisch und! religiös näherslehcn als ein Teil der Bar Kochbancr, so gänzlich verlassen werden, wenn es sich einmal um Fragen .des Bar Kochba handelt. Das Ergebnis, dieser feindseligen Haltung wird nur sein, dah sich diese mit ihren zionistischen Svortbr.übern noch enger zu einer gemeinsamen Kampfsront vereinigt fühlen werden. Das Bemerkenswerte und Ebarallerislifche aber, das über die Einzelfrage hinausgehl, ist > die unjugendliche Behandlung der ganzen Angelegenheit. ' Füs die Ablehnung der erhöhten Subvention konnte es für jeden Jugendlichen nur eine Begründung geben, das war die unumgängliche Sparnotwendig, keit. Hier aber wäre diesen Vertretern die 'Aufgabe zu-- gefallen, zu begründen, weshalb man bei einem _ Jugendverein derart sparen muhte, zlm uns sagen zu lassen, dah die Zeit schwer ist und dah im allgemeinen Einschräntungen Bläh greifen müssen, brauchen wir keine jugendlichen Vertreter. dafür haben wir nebey eigener Kenntnis' genügend „Aeltere" im Parlament. „Verantwortungsdewuhte Tätigkeit" und „gewissenhafte Ueberprüfung" sind auch bei einem jugendlichen Vertreter zu selbstverständliche Eigenschaften, als dah sie Einnahme oder Ablehnung eines Antrages begründen konnten. Was wir in den Erwiderungen vernoinmen haben, hätte uns auch ein uralter Gemcindepalriarch erzählen können. Ten Jugendlichen geben wir nicht das Recht, zu uns in der Sprache der Alten zu svrechdn. Gerade im vorliegenden Falle, dem ersten ernsthaften Prüfstein der Jugendfront in 'der Repräsentanz, hätten wir Mbit bei ablehnender Stellungnahme zum mindesten Worte d:r Trauer hören sollen, Worte des Bedauerns, dah einem Jugendverein nicht so geholfen werden kann, wie es nötig-wstre, aber leine Begründungen hätten aufgestellt werden dürfen, wie sie nicht einmal von einem der Alten gefunden! worden sind. Daneben hätten wir zur Vermeidung des Zwischenfalles eine vorherige Ucbereinkunft der Jugendlichen fsir selbstverständlich gehalten. 1 Sollte diese Art der Juäendvertrejung „fortzeugend Böses gebären", so werden die Jugendlichen Hamburgs bald erkennen müssen, dah der. jugendliche Geist in der Repräsentanz bei einigen der an Jahren Jüngsten nicht zu finden ist.' Referendar Ernst Julius S ch e i e r. Bon. Herrn Bob Aberb-ach erhalten wir nach Drucklegung Thema noch eine Zuschrift, aus ur noch den nachstehenden Llbdiejer Nummer zu dem gleichen der wir wegen Raummangel n schnitt wiedergeben können: " 1 Jüdischer Sport ist ein beferes Abwdhrmiltel gegen den 'Antisemitismus, als alle Verein:. Zeitschriften usw. Daher sollte Man den jüdischen Sport, nicht durch innere Politik in seiner Entwicklung hemmen, sondern den Bar Kochba trotz seiner politischen Note unterstützen, schon um den Wert der Annäherung der Konfessionen anZucrkennen. Denn der Bar Kochba repräsentiert in der breiten Hamburger Oesfentlichkeit den jüdischen Sport.