Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 1 (13.1.1930)
- Date
- 1930-01-13
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer l Seite 8 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Wahlen zum Delegierten-Kollegium schließt die öffentliche Sitzung. In einer ferneren Sitzung am 18. o. M. waren anwesend unter dem Borsitz des Herrn Offendurg die Herren Gottho l d, H e & f cf) e r, Tr. Lanzkron, Tr. Leoy. Pels. Tr. Schlesinger und W.eißbe.rg, abwesend die Herren Cohn und Flörsheim. — Vor Eintritt in di« Tagesordnung legte der Vorsitzende einen anonymen Brief an das Kollegium, dessen Inhalt wohl für öffentliche Bekanntgabe nicht geeignet war, auf den Tisch des Hauses. — Die Beratung des einzigen Punktes der Tagesordnung, des Haushaltsplanes für das Kalenderjahr 1930, leitete Herr E r n st Fink als. Vertreter des Verbandsoorstand«; mit wenigen Worten ein. Der Haushaltsplan weiche im wesentlichen nicht von dem des Jahres 1929 ab: der schwierigste Punkt, des Haushaltsplanes seien die Mitglirdsbeiträge, die mit 14 000 31M. veranschlagt seien, bei gröberer Jahlungs- und Opferwilligkeit der Mitglieder aber trotz der Wirtschaftslage noch wesentlich mehr erbringen könnten. Ter Vorstand erwarte von der Gemeinde, mit deren Vertretern demnächst Verhandlungen beginnen würden, eine wesentliche finanzielle Unterstützung. Herr P e I s ist der .Ansichtl dah der Fehlbetrag des Voranschlages auf ein ge- ringes f herabgedrückt werden könne, wenn an den rechten Stelleit gespart würde. Finanzielle Hilfe der Gemeinde dürfe der Verband nur annehmen, wenn ihre Bedingungen seine Selbständigkeit nicht beeinträchtigten. Herr Offenb u r g stellt fest, daß der im Voranschläge erwähnte Fehlbetrag nicht gröber sei, als der Fehlbetrag des letzten Voranschlages. Nur schätze er die Mitgliedsbeiträge mit keinem Kalendarium für die Zeit vom 12. Januar bis 15. Jebruar 1930. Jan. rc. wti Jan. TeweS Jan. Tewes Febr. Sch' war Febr. 3ct)’ war So 12 12 19 19 26 26 2 4 9 . n Mo. 13 13 20 20 27 27 .'3 5 10 12 Di 14 14 21 21 28 28 4 6 11 13 Mi. 15 15 22 22 29 29 5 7 12 i 14 Do. 16 16 23 23 30 1') 6 8 i3; 15*) Fr. 17 17 24 24 31 2. 7 9 14 16 So. 18 18') 25 25*1 1 3') 8 10') 15 ' 17') Jan. Tewes Jan. Tewes Febr. Sch' war 3ebc.; Sch' war Febr. Sch' war ') m'i 'v *) annn f'aia» 'rnai? 'V *) annn wm 4) xno 'V ') Ka rv ‘) "vbv ,man 0 ,tvw nair 'v Gottesdienstliche Anzeigen. Tvnaaogen-Berband. I ' - I Tage Schabbos solgd. Wochen». Boradd. morgens mittags abds. morg. mitt. 18. —2 j. Januar 4» •7*° u. 850 1 u. 4 5" 7" 4*° 25 —31. Januar 41° 7"u. 8“ 1 u 4 5« 7" 4» 1.— t- Februar 4" 7"u 8“ 1 u.4 5» 7" 4," 8.—14. Februar 5°' 7 u.8" lu 4W 6°* 7 5 15—21. Februar 5*° 7 u.8" 1 u. 4'° 6" 7 5 Israelitischer Temvelverbaad. Freitags, Logenheim, abends 6>- Uhr. Sonnabends,' Tempel, Poolstrahe, vormittags 91» Uhr. Predigten: Freitag. 10. Januar. 24. Januar und 7. Februiar, abends 6> Uhr, Logenheim. Rabbiner Tr. Italiener. 1 Neue Dammtor-Tvuagoae. Schabbos folob. Wochen». Borabd. morgens mittags abds morg. mitt. 18.-2 i Januar 4-° 9 4*. 5“ 7*° 4» 25.-3 . Januar 4" 8"') 5 5" - 7" 4“ 1.— '. Februar 5 8" 5*) i 5" 7" 5 8.-1 k Februar 5 8«') 5" 6 04 7" 5 15.-2 l. Februar 5" 8" 5" 6" 7" 5 1 ) Predigt. Jagendgottesdienst. höheren Betrage ein, als sie voraussichtlich erbringen würden, im Gegensatz zu dem vorjährigen Voranschlag. Auch er ist der Ansicht, daß gespart werden müsse, wo es ohne Schaden für den Verband geschehen könne. So werde er für Aufhebung der Religionsschule eintreten, deren Kosten mit 5000 9UH bei 20 Schülern ungerechtfertigt hoch seien. Die Frage, ob der Verband den Fortbildungskursus für schulentlassene junge Mädchen beibehalte, müsse besonders geprüft werden. Die Finanzen des Verbandes seien s e h r u n g ü n st i g. In kürzester Frist würden die Reserven aufgezehrt sein. Mit starker Betonung appellierte Redner an die Gemeinde, welche die Pflicht habe, für Aufrechterhaltung des Kultus 'in der Gemeinde zu sorgen. — Die Einzelberatung des Voranschlages wird vertagt, indes werden die B e a m t e n g e h ä l - ter für das Jahr 1930 zuzüglich einer Teuerungszulage von 7 Proz. sowie V« des Voranschlages sofort bewilligt. Darauf widmet der Vorsitzende den Herren Jacob Flö rsherm und Dr. G. Lanzkron, von denen der erste seit 1913, darunter 6 Jahre als Vorsitzender, der letztere seit 1910 dem Kollegium angehört hat. und welche beide nach der mit Ende dieses Jahres ablaufenden Ämtsperiode 'eine Wiederwahl abgelehnt haben, ehrende Worte des Abschiedes. An beiden Herren möge sich das allfabbathliche Gebet erfüllen, daß Gott ihnen lohne, was sie für den Verband geleistet hätten. Diese wenigen Abschiedsworte des Vorsitzenden, der auch darauf hinweist, daß seit der ersten Sitzung des Kollegiums im Jahre 1928 bis zu dieser Sitzung fast stets die im Kollegium bestehenden Gegensätze seine Beratungen beherrschten, lassen trotz aller Herzlichkeit einen tiefernsten Unterton erkennen, den man nach der Einigung über die jüngsten Wahlen nicht erwartet hätte. Herr Dr. Lanzkron dankt zugleich namens des abwesenden Herrn Flörsheim für die anerkennenden Worte des Vorsitzenden. Er gibt der Erwartung Ausdruck, daß es einem in sich einigen Kollegium beschieden sei, den Verband zu fördern und innerhalb der Gemeinde zu ihrem Wohle und zum Segen des Judentums zu erhalten. Herr E o 1 t h o l d gibt seiner Freude über die Wiederwahl des Herrn Offenburg, dessen Objektivität auch von seinen Gegnern anerkannt werde, Ausdruck. Es sei zu erwarten, daß das Kollegium ihn wieder auf den Vorsitz berufe und unter seiner Leitung friedjiche Arbeit leiste. Herr Offenburg dankt Herrn G o t t - hold und dehnt die ihm zuteil gewordene Anerkennung auf den Sekretär des Verbandes. Herrn Norden, aus. SCHREIBMASCHINE DAUERHAFT, LEICHT, HANDLICH ' SOFORT SCHREIBFÄHIG FÜR BÜRO - HEIM — REISE GENERALVERTRETER SCHACHT & WESTERICH Hamburg 1, Gr. BSokerslraBa 16-24