Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-12-12 · 12 (12.12.1929) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
12 (12.12.1929)
Date
1929-12-12
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4891256-5444712-5444940--0495-4891679
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nummer 12 Gemeindeblutt 5. Jahrgang der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg ami >en redakti DaS Gemeindeblatt er jeden Monats und wir) > der Deutsch -Jsraelitis Hamburg kosten! t> ischeint am 10. eines allen Mitgliedern I chen Gemeinde zu!l>S zugestellt. Hamburg, LS. Dezember ISSS. Druck, Verlag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, ABC-Hof. ABC-Strahe 57. Fernipr.: Sammelnummer L 4 Dammtor 6737. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. N a t h an, für den Inseratenteil: E. Loos, beide in Hamburg Anzeigenpreis 50^ p. Kgesp. Ronp.-Zeile. Im März 1930 Kollegium der Gem« i lichen und weiblich Jahre alten Gemen Die Wählerliste hörigen aufgenommejn 190 9 geboren wu der Gemeinde zur auf Berichtigung bi Auslegefrist mündli Gemeinde einzureich Vorstand di finden Neuwahlen zuin Repräsentanteninde statt. Wahlberechtigt sind alle männn! am Tage der Wahl mindestens 21 dleangehörigen. -ist welche dinstweilen alle Gemeindeangesind, die spä 1 estens am 15. März n. liegt bis 1. März 1930 im Büro Einsicht der Interessenten aus. Anträge Wählerliste sind bis zum Ablauf der oder schriftlich beim Vorstande der i d! Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Die Brüder die Hungersnot in wissen, stehen sie. vu gibt, um ihre brüd dah bis zur Herbes Simon, in Gewaf rl seiner Brüder festn Jalkut näher ausg f der Abwehr der $ ‘ obwohl er allein d: seine Kraft und schi forderung: sendet nii hebräischen Mannes Simon überwältigen erwehrt sich ihrer der Sohn Josefs, auf Simon zu und entsinkt diesem der das ist ein Schlag Damit ist daä Die 70 Helden die Israel feindlich! Midrasch der Tr Immer wieder ha in Fesseln zu schlaj glückt. Das Wort' neue: „Vielfach hal möge Israel spreck Jugend bedrängt, auszurichten." Jude kampfes Juda Ml seine Scharen ged treue und den Opf den Kampf gegen heiligsten Gütern konnten uns nicht einig waren und zu besahen' wir die Aber dann war u eigenen Reihen ur war zur Makkabäer;, waren zur Aufgal e scheu Eigenart bereit die rings umher i annehmen" so sprp, Makkabäerbuches, haben, hat uns viel die Vorkämpfer, auf Chanukka. Bon -abbiner Dr. Aber-Bremen. Jo stzfs sind nach Aegypten gezogen, durch Kanaan gezwungen. Ohne dah sie es' rj Josef, der sich als Herr und Gebieter >e Gesinnung zu prüfen. Er ordnet an. ffung des Benjamin einer von ihnen, fpm bleibe, und läht, ihn im Kreise , en. Diese Episode hat der Midrasch chmückt — die Brüder wollen ihm bei ä cher helfen, doch er läht es nicht zu: m Kampf aufnehmen will, fürchtet Josef ickt in den Palast des Pharao die Aufir 70 starke Helden zur Bezwingung eines j Die 70 Helden kommen heran, wollen und ihn in Fesseln schlagen. Doch Simon und bricht die eisernen Bande. Manasse, hatte dieser Szene zugeschaut. Er tritt , »ersetzt ihm einen Schlag. Und sogleich Mut, seine Kraft schwindet, und er ruft: gus der Familie meines Vater. Schicksal Simons besiegelt, versinnbildlichen die 70 Völker, d. h. Welt. Simon dagegen ist in unserem ger des jüdischen Schicksals. . die Völker den Versuch gemacht. Israel ,en. auf die Dauer ist es ihnen nie gedes Psalmisten bewährte sich immer aufs en sie seit meiner. Jugend mich bedrängt, en, vielfach haben sie mich seit meiner doch vermochten sie. nichts gegen mich m wir am Chanukkafeste des Helden- < kkabis gegen Äntiochus Epiphanes und Nken, feiern wir auch die Gesinnungsrmut derer, die zu allen Zeiten mutig diejenigen aufnahmeix die an Israels verareifen wollten. 'Die 70 Helden |n Fesseln schlagen: solange wir Juden mmenstanden zum Schuhe unserer Lehre, fl, uns immer wieder frei zu machen, iser Kampf schwierig, wenn aus unseren sere Gegner Unterstützung fanden. Das eit der Fall, hellenistisch gesinnte Juden ihres Gottesdienstes und ihrer jüdi- „Laht uns uns doch mit den Völkern, in», verbrüdern und ihre Gottesdienste ichen sie nach dem Bericht des ersten ^>enn seit wir uns von ihnen abgesondert Unglück betroffen." Solche Kreise waren die Äntiochus Epiphanes sich stützen konnte. Er wäre nie für dip Juden zu einer so ernsten Gefahr geworden, wenn er sich nicht mit denen verbündet hätte, die nicht davor zurückschreckten, den Schlags gegen ihre eigene Gemeinschaft zu führen. Die Bezwingung des Anfiochus durch dasz kleine Häuflein Juda Makkabis war ein' Wunder, die Ueberwinduyg»der Hellennischen Stammesbrüder ein noch gröberes. . j „Dieser ■ Schlag kommt aüs dem Haüie meines Vaters" — so zu> sprechen hat auch daq Juventum der Gegenwart oft Veranlassung. Wir brauchen nicht erst an bas Wüten jüdischer Kommunisten in Sowjeitruhland gegen alles Jüdische zu erinnern: Äntiochus hätte in ihnen seine Meister gesehen. Aber überall dort, wo man nicht davor zur ickichreckt, Gegensätze innerhalb des Judentums hinaus in die breite Öffentlichkeit zu tragen, macht man sich bereits des Vorwurfes schuldig, den Schlag gegen die eigene Gemeinschaft geführt und ihr ein gut Teil der Kraft genommen zu haben, sich gegen die 70 Helden, die den Juden fejindliche Umwelt, zu wehren. Betrachtungen zur sozialen und Berufsgliederung der jüdischen Bevölkerung Hamburgs. Don R. E- May. Das Maiheft der „Monatsschrift des Statistischen Landesamtes Hamburg" bringt eine Berüfsstalistik der jüdischen und katholisck>en Bevölkerung Hamburgs und einen Vergleich derselben mit den betreffenden Verhältnissen der Hamburger Gesamtbevölkerung. Obgleich das „Hamburger Familienblatt" bereits einen; Auszug aus dieser Statistik gebracht hat, dürfte es den Empfängern des .Memeindeblattes" willkommen sein, auf einige' besonders interessante Erschernüngen der von der Hamburger Statistik) der Berufszählung von 1925 erfvhten Vershältniild, der Juden Hamburgs aufmerksam gemacht zu werden. Vorweg sei bemerkt, dah sich die Statistik nicht auf! die Stadt, sondern auf den Staat Hamburg bezieht, wptz allerdings für die Juden, von denen nur sehr wenige f-~ nur ein halbes Prozent — auherhalb des Hamburger Stadtgebietes wohnen, kaum einen Unterschied ausmacht und höchstens insofern eine Rolle spielt, als sie in der Landwirtschaft so gut wie überhaupt nicht erwerbstätig sind. Am auffälligsten ist der hohe Prozentsatz der Selbständigen bei den Juden,' der 42 Prozent der Erwerbstätigen (diese einschliehlich der „Milhelfenden Familienangehörigen", der Hausangestellten und der „Be rufslosen Selbständigen") beträgt gegen nur 14 Prozent bei der Gesamtbevölkerung Ü5 Prozent bei den Katholiken) und 15 Prozent bei den Erwerbstätigen der Reichsbevölle rung: noch auffallender wird djese Erscheinung, wenn man die männlichen und weiblichen Erwerbstätigen getrennt betrachtet. Dann stellt sich heraus, dah von den männlichen Etwerbstängen bei den Judest 53 Prozent, Selbständige sind, gegen nur 17 Prozent bei ddr Gesamtbevölkerung <13 Prozent, bei den Katholiken). Eine ähnliche, Ersäzeinung haben wir auch noch bei den Angestellten und Beamten, wo bei den Juden 33 Prozent der jErwerbstätigen zu find! n sind, bei der Gesamtbevölkerung nur 28 Prozent (bei den Katholiken 27. Prozent) und 15 Prozent bei den Erwerb .tätigen der Reihsbevölkerung, während als Arbeiter —einschliehlich der „Mithelfenden Familienangehörigen" und der Hausangestellten bei den Juden nur 9 Prozent lohne die beiden letztgenannten Kategorien nur 6 Prozent) der Erwerbstätigen zu finden sind gegen 46 Prozent bei der Gesamtbevölkerung I

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.