Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- 7 (10.7.1929)
- Date
- 1929-07-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite i Gemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Nuurmer 7 3 di ii f b e n: SiDPOtflef-.'ittotitu ‘ . (örabi'llciH'tcpitaiicn . «vriebfipisflärtncrei' Tip. femtnnflcu . . Tepoiifenfai'e Saldo >. . . . .» \t 217 900.1— 13166.40 22 376.40 2125.37 17 751.81 42 234.44 ~>;.X 314 554.33 a u i i (!• t e i t e n und © t u n fr ft üd e. Baulichkeiten auf gcmcinbecipencu ©runbitüdcii: ©emcinbcbaus, Pflegeheim." Nordheim stift, Pau'incnstift, Wormictbau-:-, Gemeinbtz-3nnagogen Kohlhöfen nebst Mazzothbäckcrci Gebäude utzd Bornplatz. Breitergang 36, 37, 39, 41, >\ot)If)ofen 19 und 20. Fuhlsbüttlerstr. 600, Kielortallee 13, Wilhelminenhöhc, Beneckeßraße 2, 4. 6. Johnsalle 54. Krankenhaus. Baulichkeiten auf Staatsgrund: Altenhaüs, Töchterschule. Friedhofsbaulichkeiten auf den Begräbnisplätzen der Gemeinde in Ohlsdorf und am Grindel. * 1 ' Begräbnisplätze: Tttenien mit Gebäude, Altona. Grindel. Neuer Sleinrpeg 72. Ohlsdorf, Steilshop, Bergedorf. Unbebaute Grund'tücke: Farmsen. - . T. 1 1 ■ . | 1 ■ 1 "■ i 1 1 Das?c!egictten 5!ollcgium des Ltiuagogenl Verbandes 'hielt am 17. Apris eine Sitzung ab: erschienen waren die Herren Offenburg, >6 o l lh o l d, H e ck sche r, Tr. üan y fron, PeIs. Tr. Schlesinger und Weißberg. Tie Herren Lohn, Flörsheim und Tr. Leon fehlten entschuldigt. Vor' Eintritt in die Tagesordnung verlas der Vor'itzende ein Tankschreiben des Gemeindevorstehers Herrn Heinrich Levy!für die Glückwünsche des Kollegiums anläßlich feines 75. Geburtstages. Von Mitteilungen des Vorlandes verlas der Vorsitzende ein Schreiben, laut welchem der Prozeß mit der Portugiesisch-jüdischen Gemeinde über ihren Anteil ' an der Fleilchabgabe durch einen zum gerichtlichen Protokoll erklärten Vergleich beendigt worocn fei. In dem Prozeß der Erben Math ia so n wegen Aufwertung einer Vorkriegs-Anleihe fei der Verband durch. Urteil des Landesgerichls zu einer?5prozentigen Aufwertung der 3480. Mark betragenden Forderung.. also zur Zahlung von 8*0 verurteilt, die Kläger mit dem Rest abgewiesen worden: von den Prozeßkoiten wurden zwei Drittel den Klägern. ein Tritttl dem Snnagogenverband auferlegt. Die Kommüsion zur Beschaffung verbilligter Lebensmittel i>t durch: nicht den Kollegien angehörende Mitglieder des Berbanhes verirärkt worden und hat eine Sitzung abgebaltcn: es ist zu hoffen, dag ctz ihr gelingt, die Kosten der Lebensmittel für die rituell lebenden Familien in nächster Zeit herabzu'etzen, ' - "Aus dem Bericht der Chorkommission geht hervor, das; beab'ichligl i>t. einen mehrstimmigen Chor aus bezahlten Kräften, etwa 8 Herren und 25 Knaben, zu bilden: die Kosten würden ifch einschließlich der Gehälter für die Dirigenten und -die. Nolenbe'chaffuifg auf 10 000 bis 12 000 XX jährlich ' beltnuen. Ter Vorhand plane, zunächst eine Ausschreibungnckch Kräften zu erlaßen, dann dem Kollegium weiter zu berichten und "Anträge zu 'teilen. Nach längerer Erörterung über den Wert eines Chores, die Wichtigkeit des Gemtindcacmnges ufw. wurde der Bericht zur Kenntnis genommen und der! Plan des Vorlandes mit allen gegen die. Stimmen der Herren Tr. Schlesinger und Pels gebilligt. Tem 3 c i r e Misrachi wurden für das 2ahr 1929 für Lehr- -und Lernzwecke 377 XX, der Audas 'Jisroel- Jugendgruppe tür ihre Cbinuch-Kommission 600 XX, der K e l i l.a t b - I o - i - und A g u d a th - I e I ch a r i m - Berein igung für ihre religiösen Vorträge 1400 XX bewilligt. - |1 Ter >3 a u s h ji l i s v l a n des Verbandes für 1929 ist lchon ohne Einzelbedaiung bewilligt worden. Jetzt wurde die Einzelberalung nachgeholt. Tck der Etat entgegen jeder parlamentarischen «nepflogenheit weder den' einzelnen Mitgliedern des Kollegiums noch der Preise G Abschrift mitgeteilt worden in — die Delegierten haben ihn nur auf einige Tage zur Durchsicht in Hgnden gehabt.— kann über ihn im Ganzen nicht berichtet werben: nur .einige Punkte, über welche besonders gesprochen wurde, können daher hier hervorgehobett werden. Aus den Einnahmen: Der Anteil des Verbandes an den Gemeindesteuer« beträgt für die Zeit vom 1. Januar 1927 bis 30. Juni 1928 34 370 XX; daher wird vom Kollegium der in den laufenden Etat eingesetzte Betrag von 8750 XX um 10 000 XX erhöht. An Mieten für Plätze in der Gemeindesynagoge Bornplatz sind 5ß 000 2)1 chorgesehen, für die Gemeindelynagoge Kohlhöfen 4000 2)1. Die Synagoge Gluck strasze erfordert einen Zuschuß von 6000 XX. Die Schechitah. welche im Vorjahre einen Ueberschuß von etwa 5000 XX erbrachte, schließt jetzt bei einer lEinnahme von 32 000 -HX. mit einem Ueberschuß von nur etrria 500 XX ab. da inzwischen ein fünfter Schächter angestellt l werden mußte. Die Rcli. .gionsschulen des Verbandes habjen bei einem Bestand von 16 Schülern in der Schule auf dem rechten Alsterufer und 5 Schülern in der Schule auf dem linken Alsterufer einen "Aus gabenetat von 7000 XX bei 1150 XX. Einnahmen. Der Pensionskasse für die Beamten wierden 5000 XX überwiesen: hierbei wird angeregt, die Frage einer Kollektivversichcrung der Beamten durch einen Äerlicherungsfachmann prüfen zu lassen. Bei diesem Etat ist es erforderlich, um die Ausgaben mit den Einnahmen auszugleichen, von den Verbandniit gliedern 30000 XX Beiträge zu! erheben. Die Aufforderun gen zur Zahlung eines Beitrages sind auch schon im Vor monate herausgegangen. .! Der Vorsitzende teilte am Schlüsse der Sitzung mit. daß er beabsichtige, den Bericht übef die Besprechungen, welche gemeinsam mit den Gemeindebhörden über die Frage der Gültigkeit der Statuten les Verbandes stattgcfun den haben, auf die Tagesordnung! einer der nächsten Sitzungen zu setzen. Aus dem Kollegium wirdallgemein der Wunsch ausgesprochen, diese Frage in eGer öffentlichen Sitzung zu behandeln. j Eine weitere Sitzung wurdu! am 23. Mai abgehckltxn, an welcher die Herren Offenburg, Vorsitzender, Cohn, G o t t h o I d, H e ck s ch e r. Dr, Lanzkron. Dr. Leon. Pels und Schlesinger teiliiahmen: entschuldigt, fehlten die Herren Flörsheim und Me i ß b e r g. Vom 'Vorstande erschienen die Herren A. H e ck s ch e r und L e v y. Der Vorsitzende eröfsnete die Sitzung mit ehrenden Worten für den verstorbenen Herrn Joseph Oettinger, der 10 Jahre im Vorstande des Synagoigen-Verbandes. in der Maz zoth-Kommiision und als Mitglied des Repräsentanten-Kollegiums der Gemeinde segensreich gewirkt bat. Die Herren erheben sich von ihren Plätzen.! — Nach einer kurzen Erörterung über die Beendigung dch Aufwertungsstreits der Erben Martin Mathliajon trat das Kollegium, in die Besprechung der Abrechnung für das Ge-' schäftsjahr 1928 ein. Buchmäßig schließt die Abrechnung mit einem Fehlbetrag von 22 000, XX, der aber, wie der Vorstand des Verbandes mitgeteilt! hat. durch den Anteil des Verbandes an den Gemeindesteuern inzwischen gedeckt Worden ist. Zm einzelnen geht aus dfr Abrechnung hervor, daß die Konten Trauungen-einen Gewinn von nahezu 1700 XX., Synagoge Bornplatz einen solchen von nahezu 22 000 XX, Schächtweien einen Gewinn voü rund 5500 XX und das rituelle Bad einen Fehlbetrag!von nahezu 2700 XX erbracht haben, während die Synabogen Kohlhöfen und.Barm deck Zuschüsse von 12 800 XX lßw. 6400 XX, das Kaschrus einen Zuschuß von 700 XX, die sReligionsschule einen Kosten aufwand von 5800 XX und j das Grundstück Gluckstraße 2700 2H erfordert haben. Von den 1700 Mitgliedern des Verbandes waren, ein Zeichen der wirtschaftlichen Lage, bei Fertigstellung der Abrechnung! 440 Mitglieder mit ihren Beiträgen im Rückstand. Die > Summe der Eingänge und der Rückstände wurden in der Erörterung nicht erwähnt. Die Abrechnung gibt in ihren Einzelheiten zu einer ausgedehnten Erörterung Anlaß. Bei der Abrechnung der Synagoge Gluckstraße wird Anstoß genommen! an den hohen Kosten der Synagoge, auch die Differenzeil mit den Barmbecker Verbandsmitgliedern kommen wieder zur Sprache. Herr Pels führt Klage über die hohen I Lebensmittelpreise anläßlich des Peßachfestes. Herr Gotth old erklärt, daß der verhältnismäßig geringe Verbrauch an Peßachwaren es bisher unmöglich gemacht habe, einen Einfluß auf die Preisgestaltung zu gewinnen. Herr^Dr. ßanmon führt Beschwerde über die hohen Kosten des Religions-Unterrichts in Barmbeck. Die Inanspruchnahme des Unterrichts stehe in keinem Verhältnis zu den vom Synagogen-iVerband aufgewandten Mitteln. Die' Abrechnung wird den Herren Cohn und Pels überwiesen, um sie an Hand der Bücher zu prüfen. Auf Anregung des Herrn Cohn wird über die Gebühren für die Alijaus und Mizwaus gelprochcn. Hierbei gelangte der Wunsch zum Ausdruck, daß die Gebühren "herabgesetzt werden sollen. Herr P e ks beantragte ferner die Einrichtung eines Gottesdienstes in der Gegend Eppendorferbaum. Hierauf tritt Vertagung ein. *