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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-04-10 · 4 (10.4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
4 (10.4.1929)
Date
1929-04-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nummer 4 ZU Berlin. Geineinöeblatt «_„_,„wJ ... L S. Jahrgang der Deutsch-Israel tischen Gemeinde zu Hamburg DaS Gemeindeblatt er jeden MonatS und wir) der Deutsch-Jsraelitis Hamburg kosten! > scheint am 10. eines allen Mitgliedern en Gemeinde zu S zugestellt. Hamburg, Iv April 1928. c. Druff, Verlag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, ABC-Hof, ÄBC-Strahe 57. Fernspr.: Sammelnummer C 4 Tammtor 0737. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Tr. N. M. N a t h a n. für den Inseratenteil: E. Loos, beide in Hamburg Anzeigenpreis 50 p. 6gesp. Ronp.-Zeile. Sonne den Kindern. ,lum Kinderhilfs 1 ag am 4. und;' Der' unter diesem Wahlspruch im Mai der Fürsorge für die Heranwachsende Jugend ganisationen unter der freudigen Zustimmung M a i. 7 von den nenven Or- )er gesamten 1E2 d e ii de habe B rDIktrung Hamburgs mit so grobem Erfolge Kinderbilfstag wird am 4. und 5. Mai d. 2 werdenl Auch das Jugendamt unserer Gerne vor 2 > Jahren, an dem Werke beteiligt und reits die Mitwirkung einer gröberen Anzahl Kräfte gesichert. Auch nichijüdische Kreise Jugendamt für diesen Zweck zur Verfügung delt es sich doch um ein Werk, das über politische Schranken hinaus alle diejenigen. b.» welche den Trägern uitserer Zukunft eine glückli bereiten, sie körperlich, stählen und geistig Sonne den Kindern bringen wollen. Wir halten es für unsere besondere Aufgab teresse ,der Eemeindemitglieder auf den Kinder zulenken und sie zu bitten, nach Kräften zu beizutragen. Wir sprechen diese Bitte aus, verständlich im Interesse eines dem Wohle heit dienenden Werkes, das schon um seiner dann aber auch wegen seines den Ausgleich und den inneren Frieden fördernden Charakters terstützung verdient, dann aber auch wegen Bedeutung für unseren engeren Kreis. Denn deihlichen Entwicklung /einer körperlich. unb den Jugend sind mit dem ganzen deutschen besonders interessiert. Wir vor allem müssen a p erlichen, geistigen, seelischen und Wert der jüdischen Mensche versehe Zahl uns fehlt. Schon aus diesem Grund Fürsorge für die Heranwachsende Jugend Stelle der Wohlfahrisarbeit unserer Eemeir kommt, dah alle Arbeit, welche der Jugend auf bauende Arbeit ist und daher um derung verdient, je mejhr die Einsicht sich Bahh ebenso aus wirtschaftlichen und sozialen, wie " religiösen Gründen die. Arbeit, welche die Ge sund und widerstandsfähig macht, den Vorzug derjenigen, welche bijel Erkrankten heilt. Jugendamt der Gemeinde gleich den seine i, 3 de: dcr seivl r Volle 'i im Wer ilbri 3 Kinderhilfstag beteiligten Organisätionen uns fonderem Mähe der gesundheitlichen Fürsorge Kinder, für die Schuljugend und die in oer düng stehenden Jugendlichen zuwenden, so dem besten Wege. »urchgrführte wiederholt : nt, wie hat sich belirenamtlicher n sich dem bestellt. Hankonfessionelle und riiderlich eint, che Kindheit igen, kur;: e. das In» jilfstag hinm Gelingen zuerst selbit- Allgcmeinelhst willen, Gegensätze jegliche Unoeionderen an ber i gegjeistig gtsunwir Juden dem k ö i». sittlichen n, was a n e steht die an erster de. Dazu zijgute komint, mehr Förbricht, dah 'thischen und ährdeten geverdient vor n wir also en an dem in ganz bedie kleinen Perufsausbilwir auf f ir sind Die gesundheitliche Fürsorge fürdie jüdische Jugend hat in Hamburg bereits eine kleine Geschichte. Bis zum Ausbruch des Krieges sorgten für sic die beilden 'Vereine z u r Speisung und zur Gesundheitspflege schwächet israelitischer Kinder. Ihnen zur Seite trat der Israelitische Humanitäre F r a u e n v e r e i n. - der unter der Leitung seiner Vorsitzenden, Fräulein Sidonie W e r-n e r. und der altbewährten Mitarbeit von Paul Laskar s. A. das Erholungsheim in Segeberg schuf. Während dieses ununterbrochen Jghr für Jahr eine gröbere Anzahl unserer Kinder aufnimmt, ist das schöne Erholungsheim des Vereins zur Gesundheitspflege schwacher israelitischer Kinder in Duhnen an dcr Nordsee ein Opfer des Krieges, 'die von dem Reich für die Niederlegung des Heims' bezahlte Entschädigung aber ein Opfer der Inflation geworden. Gewiksermahen an seine. Stelle trat noch während der Inflationszeit das Kindererholungsheim Wilhelminenhöhc. dessen segensreiches Wirken erfreulicherweise in unserer Gemeinde immer mehr Anerkennung findet und dessen steigende Bclegungsziffer einen deutlichen Beweis seiner wachsenden Volkstümlichkeit innerhalb unserer Gemeinde bildet. ■> Einen völlig neuen Aufschwung hat aber die Gesund heitsfürsorge für die Jugend unserer Gemeinde nach dcr Stabilisierung der deutschen Währung genomi,^», insbesondere feitbenv. im Jugendamt der Gemeinde eine Jugend Pflegerin in ständiger Verbindung mit bei. Schulen, den Schulärzten und den Elternhäusern tglig iit. Erst die vereinigte Tätigkeit aller dieser Faktoren , hat es erniöglicht, dag Jahr für Jahr eine ganze Reihe in ihrem Gesundheitszustand gefährdeter, vielfach bereits erkrankter Kinder ersaht und in diejenigen Heime und Kurorte verschickt wird, welche "die Gewähr für1, ihre Gesundung und Kräftigung bieten. Wir verschicken alljährlich Kinder 7— auber nach W i l h e l m i ni! n - höhe und Segeberg in. die Kinderheime und Heilstätten nach Bad D ü r r h e i m . H 0 f h e f fix, Bad Kii 11 ng e,n. Kolberg. Bad Kreuznach. Bad Nau heim. Norderney. Bad S a s s e n d 0 r f und W y k a. F. Jedes verschickte Kind bleibt in seinem Heim io lange, wie es dcr behandelnde Anstaltsarzt ,für erforderlich erklärt: kein Kind wird aus Mangel an Mitteln zurüctgewiesen. Die' nicht geringen Kosten dieser umfangreichen Fürsorgearbeit weiden teils von den Gemeindebehörden, teils von der Deutschen Vereinigung für Säuglings- und Kleinkinderschutz, der Zentralstelle für Kinderverschickung, der Reichsangestelltenversiche ning.' der Allgemeinen Ortskranlenkasse. sowie einer Anzahl sonst verpflichteter' Krankenkassen bereitgestellt. Auch private Wohltäter, die hier gewib nicht mit. Namen genannt wollen, haben wiederholt mit erheblichen Spenden sich uns zur Verfügung «»stellt. Was aber diese Fürsorge in der heutigen Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs bedeutet, in der so mancher Vater sich um das tägliche Brot für seine Kinder sorgt und an die selbständige Durchführung eines Kuraufenthaltes seiner Kinder gar nicht denken kann, das bedarf wohl kaum eines Wortes. — Eine wertvolle Er gänzung unserer Gesundheitsfürsorge bilden unsere Einrich tungen für - 5 r 11 i di e Erholungsmrsorge. die T a g e s f e r i e n k 0 l 0 nie. für die uns seil mehreren Jahren der F 0 r st h 0 f bei Bramfeld dient und an der alle j ü d i s ch e n S ch u I - linder in Hamburg, also auch jbie Schüler mid Schülerinnen der Volksschulen teilnehmcn können, und die unter Leitung von Lehrkräften stattfindenden Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung Hamburgs, denen sich ebenso jedes 12 Jahre alte jüdisch) Schulkind anschliehen kann. Angesichts dieser umfassenden Aufgaben dürfen denn auch wohl die Erwartung und die Hoffnung ausgesprochen werden, dah. alle Angehörigen der Gemeinde an dem Kinderhilfs-

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