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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-03-12 · 3 (12.3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
3 (12.3.1929)
Date
1929-03-12
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite & Gcmeindeblatt der Deutsch tätigt, überall sich 1 bewährt". Ebenso sprach das Repräsentanten-Kollegium i dem Jubilar ichriillich seine Glückwünsche aus. Von den vielen Tevulationen. die zur Beglückwünschung erschienen, «i besonders die des Vorstandes des S y n a g o g e a v e rb a n d e s erwähnt, in dessen Namen die Herren Siegfried c o n und Aierander Levy erschienen. Paul Leon gcitorb««. Am 20. Februar verschied im 53. Lebensjahre nachkurzer Krankheit Herr Paul Leon, seit 1020 Mitglied des Nepräientanien-Kollegiums der Gemcindä und Mitglied des Vorstandes Der Neuen Tammror- Simaäoge. Tie Beisetzung des allverehrle». viel zu friih dainngcgangeneii Pfannes, fand Sonntag, den 24. Februar, auf dem Begräbmsplatz der Gemeinde statt, unter Teilnahme einer zahlreichen Trauerversammlung. Ter Vorhand »er Gemeinde war durch Herrn N.-A. David, das NevrK cntanten-Kallegium durch fast alle ortsanwe'enden Mitglieder unter Führung, seines stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Alerisnder Leon vertreten. Ter Vorstand der Neuen Tammtor-Snnagoge war vollzählig erschienen. Tre Trauerrede hielt Nabbiner Tr. Holzer. Er feierte den Tahingeschiedenen <i!s den einfachen und schlichten Mann, denen We'en alles unedle Tenken fern und dessen Kern lauter 'Güte und Freundlichkeit gewesen sei. Paul Leon, sei ein bescheidener Mann gewesen, der auf dem Felde der Arbeit und der Pilichternillung gestanden habe, ohne viel Worte zu machen. Tarum bade man ihn allseitig geschätzt, >o in der Verwaltung der Neuen Tammtor-Synogoge, wie auch in der Henrn Ione;-Loge. welche, gleich allen Logen des 1l. Cj B. B.. die berufene Trägerin der Gedanken -der Menschlichkeit, in ihm einen würdigen Vertreter ihrer Gedanken erkannt und ne'ckätzt habe. In seinen Kindern werde er das Ziel des Pmlmisten. dauernd wirken, erreichen, wenn ne leine nicht in -Worten,, aber durch die Taten seines Lebens,ausgedrückte Forderung erfüllten, es ihm gleich zu tun. Namens det Reprä'enlanlen-Kollegiums sprach Herr Alerander Leon, der in dankbaren Worten der; Mitarbeit des Heimgegangenen im Kollegium, im Jugendamt und in der Tepositenka!>e milder Stiftungen der Ees meinde gedachte. ' . An Stelle des verstorbenen Herrn Paul Leon wurde auf! Grund des Wahlergebnisses vom März 1925 Herr Nektar j Ioleich Feiner in das Neprä'entanten-Kollegium berufen. Herr Feiner gehörte dem Kollegium bereits von 1920 bis 190' an und ist z. .Zt. Mitglied des Vorstandes der Israeli i'chen Töchker'chule. T >ts Revräkentant'en-Kollegium hat in' keiner Sitzung vom 10. v. M. gewählt bezw. wiedergewählt die Herren Isidor Hir'chfeld und Tr. jur. M. Flörsheim ,u 'Mi gliedern des. Vorstandes des Altenbnuses der Gemeinde. d'e Herren Hermann Elkebes, IacobFlörsb,e i m. Manfred. H a u r w i tz. Bernhard P h i l i v. Sa lv Unna u"d Walter Wolff in die Kommission iür da. Wohl'abrtswe'en, die Herren Manfred Norden und Dr. invcl. Schwabacher in das Jugendamt der G-meinde. Außerdem ,würde Herr Walter Wolff znm P i'abed des Vorstandes der Talmud Tora-Nealichule wieder«wäblt. Fesrncr' bat die Gelamtverwaltung des Hamburaischen Teurs.-s-I raelst'schen W-isen-Instit'ts anstesle de; freiwillig >->i»ies^iedenen Herrn Icuev-b Tettinaer Herrn Joseph Sübkend in die! Tirektion he? Instituts gewählt. 90. Geburtstam Herr Ern st August Mannhelm. . Erlenkatt!"1. reicrije ain-13. v. M. an der Seite keiner Gattin. wi> dcr>er> in 45 jähriger Ehe verbunden ist. in außerordentlicher' kö^'etlicher 'ilnd geistiger. Frvche 'die Boll- .-ndnna 'eines 9<». Lebensjahres. Ter Jubilar ist der siebente ,-abn 'einer Eltern g,ud tränt, ein geborener Hannoveraner, i. inen Nomen nach l dem letzten hannoverschen König, .der! b i ihm die Pntenichg't horte. Tie Familie des Iuhil.rrs >e:'ete den Feirroo dnrch eine kleine häusliche Andacht ein. s ei n-e'cher eine Tolbter eine Ansprache an das Elternvaar; hielt. Ter Vvrstond der Gemeinde übersandte durch Herrn i Tn. N >'t h a " ein Glütkn-'inich'cht-eiben: vom'Temvelverband. > dehen Mi'olied Herjr Monnbeim ist. erschienen znr.Bealücki wnn-ch-'. ng der Vvr>ltzende Herr Heinrich Levn. sowie Nabbiner T'-. It all jener und Tberkantor Körnitz er. die Hmrn Monnbeisn durch Gesang und Ansprache ehrten.; Ter Senat hartes dem Jubilar mit einem, Glückwunich- - Israelitischen Gemeinde. - Nummer 3 schreiben ein in den hamburgischen Farben gehaltenes Blumenarrangement übersandt. Tie Bibliothek N. A. Nobels für die Gemeinde erworben. Ten Bemühungen Professor Marlons ist es gelungen. Nabbiner Tr.- Nobels Bibliothek für die Gemeinde zu gewinnen. Entsprechend den vielseitigen wissenschaflltchen Neigungen Nobels zeichnet sich foie(e Bibliothek durch große Mannigfaltigkeit aus. Sie enthält neben wertvollen Werken aus der radbinischen Literatux Hebraica und Iudaica'in guter Auswahl und ebenso auch moderne jüdische Literatur. Ta Nobel ein ausgezeichneter Goethekenner war. ist die Bibliothek auch besonders reich an Goetheliteratur «wertvolle Eoetheausgaben und Schriften über Goethe). Schließlich mögen noch die teilweise sehr wertvollen Werke Erwähnung finden, die ein spezielles Interesse für Hamburg bieten, sei es. daß sie in Hamburg-Altona gedruckt sßid. sei es, daß sie für die Geschichte der. Juden in Hamburg, Altona, Wandsbek wichtiges' Material enthalten. Tie Witwe des verstorbenen Nabdiners Tr. Nobel und seine Tochter Frau Tr< Meyer-Nobel hatten seit langem den Wunsch, -die Bibliothek in ihrem ungeschmälerten Bestand einer der Gemeinden Frankfurt am Main oder Hamburg zuzufahren, wo Tr. Nobel eine so fruchtbare und segensreiche Tätigkeit entfaltet hat und sein Ngine heute noch mit größter Verehrung genannt wird. In dem Wettbewerb zwischen der Frankfurter unh Hamburger Gemeinde ist die Frankfurter schließlich auch deshalb zurückgetreten, weil sie seit Jahren eine eigene Bibliothek besitzt, während die Hamburger erst sitzt ihre Bibliothek aufbaut. Tie Nobeische Bibliothek bildet dafür einen würdigen Grundstock. O Interessante Erwerbung der Staatsbibliothek. In der Abendausgabe des Hamburger Fremdenblattes vom 23. v. M. 'berichtet Prof. C. Schmidt- Berlin über einen Papyrus, den er 1927 in Aegypten erwarb und der jetzt in däs Eigentum der Hamburgischen Staats- und Universitätsbibliothek übergegangen ist. Ter Papyrus ist für Juden darum bemerkenswert, weil er neben Schriften der christlichen Literatur drei Bücher des alttestamentlichen Kanons, nämlich das Hohelied, Kobeleth und die Klagelieder. und zwar in einer . koptischen. Koheleth außerdem auch in griechischer Ueberietzung enthält. Ter Papyrus soll aus der Zeit um 300 der üblichen Zeitrechnung stammen. Schülerinnen "der Israelitischen Töchterschule als Obersekundanerinnen. Vor einem zu diesem Zwecke eingesetzten, unter dem Vorsitz von Frau Tberichulrat Beckmann stehenden Kommission der Helene Lange-Tberrealschule fand am 23. Februar die Prüfung von 10 Ertranerinnen für die Tberiekunda statt,- von denen 5 das Eramen bestanden. Unter dieien befanden sich zum erst en Male drei Schülerinnen der Unteriekunda der Israelitischen Töchterschule, und zwar Lieselotte Levn. Paula Patzanowsli und A n n i Noch, welche die Schäle von Anfang an besucht haben. Aus dem Lehrkörper der Israelitischen Töchterschule scheiden am 31. d. M. Fräulein Hanna Weingarten und Herr Mar Hollaender aus. Neu treten in ihn ein die Lehrerinnen Tr. Clara Levy, Therese Loew e n t h a l, Alice L o e w i und Bianca Stra ü ß. * Kinderhort des Iuaendamtes der Gemeinde. Am 20. Februar lind der bisher in den Räumen der Talmud Tora Realschule untergebrachte Knabenhort und der bisher in den Räumen der Israelitischen Töchterschule nnteraebrachte Mädchenhort unter Berschmelzuna zu einem unter einheitlicher Leitung stehenden Hort in die Nänme.des neuen Gemeindehauses Iobnsallee 5 4 verlegt worden. Tem, Hort stehen dort die gesamten Parterreräume zur Verfügung. Gleichzeitig hat die unter Zustimmung des Vorstandes der Gemeinde oom Jugendamt aewäblte Jugendleiterin Fräulein Helene R i e ck ans Frankfurt a. M. ihr Amt übernommen, während bie bisher in dem Knabenhort tätigen Herr Eduard Schloß und Fräulein Nahel'Möller in dennenen Hort übergetreten lind. In dem Hort erhalten die Kinder täalich ^itr warmes Mittagessen und später einen Vesnerimbiß. Sie werden bei ihren Schularbeiten beamsschtiat und nachher mit Handfertigkeiten und Spielen beichäftiat. Ter Hort besttzt im Kellergeschoß eine 'besondere Küche, sowie Wahnen- und Brausebäder, so daß jedes Kind wöchentlich etty bis zweimal ein Bad erhalten kann.

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