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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-01-10 · 1 (10.1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
1 (10.1.1929)
Date
1929-01-10
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Nummer l ,i _ v - Pemeindeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Leite 8 Arbeit auf dem Erbiete der Jugendfürsorge geschildert und auf die internationale jüdische Wohl ahrts- und Jugendarbeit eingegangen. Den Schluh bildete eine kurze Darstellung der Ausbildung für die soziale Arbeit. Heber „Jugendpflegearbeit" sprach am dritten Abend Herr Dr. Georg L u l>i n s k i - Berlin. Nach einer geschichtlichen Einleitung über den Begriff der Jugendpflege ging er auf das Verhältnis von. Jugendpflege und Jugendbewegung ein. Die Jugendbewegung kommt an die untersten proletarischen Schichten nicht he.'an: zwei Gruppen von Menschen kann sie nicht erfassen, die Armen und die Einsamen. Sie zu erreichen und für sie das zu leisten, was die Jugendbewegung für ihre Angehörigen leistet, ist Aufgabe der Jugendpflegegruppen. Ziel der Jugendpilcgearbeit muh fein, den jungen Menschen fähig zu machen, ein Mitglied der Gesellschaft zu sein, denn erst im Eemcinschaftsbezug offenbart sich dem einzelneü der Sinn des - Lebens. Zum erstenmal wird das dem Jugendlichen klar, wenn er in die Jugendbewegung eintrilt. Die en Sinn den jungen Menschen bewuht zu machen, in den Gcmeinichastsbeziehungen der Familie oder wo sonst, ist die Aufgabe der Jugendpflege. Eine dritte Aufgabe iit schliehlich die Herstellung eines Bezüges zum Judentum. Denn der Proletarier ist immer in der Gefahr, das Judentum als eine Bourgeois-Religion dnzusehen. Hinzu kommt, dah die Jugendlichen. auf die sich die Jugendpflegearbeit erstreckt, mit 14 Jahren die, Schule verlassen und berufsfähig' sein - müssen. Damit iit ihnen der Zugang zur Kultur gesperrt, wenn man ihnen in diesen entscheidenden'Jabrcn nicht von auhen her den Zugang öffnet. Dabei iit noch zu bedenken, dah. diese Jugendlichen bereits früh die nächste Generation aufbauen. Auch von dieser Seite erhellt, die Bedeutung und Aufgabe der Jugendpflege, die unsere Aufgabe iit. Praktisch lassen sich diese Ideen twie schon in anderen Städten ge'ckiehen) durch'einige ältere Menschen, die in der Jugendbewegung ju-iendliche Gemeinschaft erlxbt haben, ^verwirklichen. Die Wege hierzu werden weiterhin dargclegt. Themen genannt, die Bedeutung von Wandern und Sport als gemeinschaf.l che Beschäftigungen' heroorgchol en. Der letzte Abcnl gehörte dem Vortrag vonl Frau Dr. Z ad i k-Hamburg: Bernssfragcn der jüdi chen Jug nd In der Einleitung wies ie auf die Wichtigke t des'Augenblicks des Eintritts in eimn Beruf und auf die Schwierigkeiten hin. die die Berufe wähl verursacht. Zu diesen gehören vor allem Alter urd psychische Eigenart jüdischer Kinder und Eltern. Es wurden die verschiedenen Bcrufsgruppen durchgegangen, ihre Charakteristiken geelnn eichnet. auf die Anforderungen der Berufe und ihre Aussich.e» hingewiescn »nd gezeigt, wie dif Jüden sich zu ihnen stelle» «Bcruie des Handwerks, der Landwirtschaft, kaufmännische, schaftliche, sö ialc und akademische Berufe.) Daraus folgte dann die Wichtigleit der Be-uksberatung und ihre Unter stühung durch Eltern. Schule, Wirt'chaft und I ■ fidvcrbände. Die Jugendverbände haben ihre Mitglieder a vor al en Dingen die Beratunlgsstelle bei der Beru-ewahs zu unter stützen. Sie können es. denn sie kennen ihre Jugendlichen. Die Berufswall ist entscheidend für d'en Wert ci iqs Mcn'chen uns insbesond.rs für d e j d 'che für die Gesellschaft, be Gesellschaft. Daraus der jüdischen Jugend ei hellt die' Bedeutung des Dienstes an der jüdischen Gemeinschaft. Kurse des Jugendamtes der Gemeinde. lei i D -410, 1. Sprachkurse. Leitung: Fräyl Montag und Mittwoch. 8 Donnerstag Honorar je 2. Kurse für Aj) Leitung: Mittwoch h) Leitung: W.erttursris Literaturi u im Ge 29. Lea Levie. Jfestrahe ienstag. 8—10, Englisch. Französisch, tp rf> Hursus den Monat 5 Marl ch u l e n t l a sl e n e junge Riädchen Üehrer E. St r ei m7 Grinde allee 184 I. 7*v.—81 > abends. Lehrerin M.' Elias. Dienstag. 8—9!.1> abends iTfiiö, Dienstag, 8—10 abends neindehause. Johnsallee 54. ch ältliche Kurse, kl. B a ch r a ch. Rutschbahn 2. Hauswirt Leitung: Fraü I Donnerstags- 5Vs—7Va und 7J/2—91'?. I», «ntzamt der Gemeinde.! II. Kalendarium kür dir Heil van, a. Januar bis S. Jebruar IK2K. Jan. Ja». 3 tü' wot 3nn. 3tü* wot ,Zan. «ai* root 5cüt. 3*‘ wot So 6. 24 13 0 2» 9 'Si ii> 3 2-i Mo 7 25 ' .11 3 21 in 28 . 17 I 2 t Di 8 26 15 1 22 11- |29 18 .5 Mi 9 27 II) ') 23 12. 30 19 (i 20 Do 10 , 28 ' 17 0 2t 13 :m 2<i 27 ' Fr. 11 29 18 7 25 14 ' 1 21 8 28 Bo 12 '19 19 *■■•> ^<> 159 22') (t 299 , Clan. j*d)' wot . oan. 3äi' u»nt 3a». -.1-' mol acIt. 3rti' " pt atbr. 11 d>' ok ') snnn vui -xisi *) mv» 4) nrm s'2122 ' K3 9 -L'VSV» 9t7V nesn •m' 3? 3 Gottesdienstliche Anzeigen. SUnagogen-Berband. Geiueindeivimgoge» Bornplatt und Ooblhosen: Slmaaoae Gl»,.-für. Tage - Sandale tnt. m.tt.wl adds Ilw'g. INI n. 12.—iH. Januar 4" 7:IU 8 1 u. 3 ’" 5 " I - 19.—2‘i. Januar 4 " 1 u t 7» 71'' ■1 2').Ja».— I.Febr 4" 7,;'tl.K:" 1 11. 1;/■ . -1' 4 2 8 Februar 5 7 u. Su 1 11. 4 " r> 0 9 - 15. Februar o1’ 7 u. 814 I u. l" . 0’ 7 . 5 ' Jsraelitiseber Demvelverband. Freitags, Logenheim, qbends ö: _• Uhr. Sonnabends, Tempel, Poolitr., 'vormittags 9>-Ulir. Predigten Rabbiner Dr.' I t a l i e n e r :. Freitag, den 11, Januar, und Freitag, den 1. Februar. Nene Damin»or-2nnaaoae. Tage .1' Sabbate lalab. Wn r-'nl. Borndv. morgens miitags übds. mcr«.' mit:. 12.-18. Januar 4"!«') ■ 4'' 5-' 7 1 19 —25. Ja mir- 4'' 9 ] 1' 2'>.Jai!. I F' br 4" 4 " ') 5" lf ' 2—8. Februar 8,s 1' 5n ' f> r» 9 ~r 15 Febniar s':"): 5" »i - -'5 T> > 9 Predigt. 9 Jugendgötiesdicnjt. Im Büro des Vereins Häuser findet bis auf weiteres bis Donnerstag eimchsichlich »eil Genrcindesgnagogen. zur Förderung ritueller Speiiejedcu Rachnutlag von 'Montag lüottcsdienil statt. Zeit wie in Hcdräinlie Sprachirl)»lc Jvrial,. Kurse von HerrnDr. Salzberg: I. L i t e r a 1 u r k u r > u s. Sonnabend 12—.2 b. We^h bcrg. Hanfaitrahe 7V. Lccklüre: Klausner, neuhcbräiiche Liteöa tur mit Tertproben. sowie Talmud Lektüre.! 4—6, bei Frau Dr. Povosr,' II. Lberkurs. Montag Schlanlrege 55. i HI. Mittel! ut 4. Diesistag 8—10, bei Weihberg, üansaitrahe 70. . ' i > IV. A n f ä ND e r k u rs (geringe Vorkenntnis'ei: Msnttrg 8‘t—IO1 j, bei Ssrauh. Grindüallee 9. V. An-fängcr «mit etvias Porkenntniifen): Vorläufig Mittwoch abeud bei Tr. Marc. Sievckinqsallee. 39. Da die Zeit noch nicht festiteht, bitten mir Interessenten. i'ich bei Herrn Dr. Marr iBnlian 402) zu erkundigen. K u r s e vw n H e r r n B a » i n: Logenhekm. Hurtungitrahe 9—11. '! I. L ber kurs: Montag 8—9, Donnerstag 8> 2—91..! ■ II. OT i 11 e 11 u 15. Montag 7—8. Donnerstag 7l >— 3r . III. Unter fürs. Dienstag 71.—91). IV. A n f ä n g e r! u r s. Montag 6—7, Donnerstag 61,- bis 7V»; j Anmeldungen und Anfrageji an das Büro Hartnngttruhe c>. Elbe 727. . . . 1 ‘ 1 - I

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