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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1929-01-10 · 1 (10.1.1929) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
5 (1929)
Issue
1 (10.1.1929)
Date
1929-01-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Stammet i ( ' (5 cittefitwblcitt 5. Iahrg«n»q ' i i der Deu tsch - Israelitischen Gemeinde zu Hamburg 7 Das Gemeindeblatt er jeden Monats und wird der Deutsch - Jsraelitis< k Himburg kosten!. chcint am 10. eines allen Mitgliedern en Gemeinde zu!S jrugeistellt Hamburg, Hl. Januar 19211. Druck. Verlag und Geschäftsstelle' M. Lehmann, ABC-Hos. AVC-Stratze 57. Fernkpr.: Sammclnummer C 4 Dammkor 0737. Verantwortlich für den redaktionellen Teil Syndikus Dr. ')t. M. Zitat ha», für den Znseratsiiteil: E. Loos, beide in Hamburg Anzeigenpreis 51)r; p.(ige'p. Nonp.-Zcile. Das neue Gei Am 25. v. M. Frühjahr erworbene akt seiner' Bestimmt ti Hauses war bis au eindehaus JohnsaUee 34. at umere Gemeinde das §oon I ihr >m paus Johnsallee 54 mit ei,ein Fe stübergeben. Der - Vorträgssaal des »en letzten Platz gefüllt: der knappe zur Verfügung stehe de Raum haste den Vorstand gezwungen, sich in seinen Einladungen Zurückhaltung aufzuest.'gen und autzer den offij iellen Persönlichkei.en nur b i e Organisationen um Entsendung von Vertretern zu ersuchen, die f laben de; Hau e; in Beziehung stehen. zu den be'onde.en A ti So sah denn der Vottragssaal neaei den Mitgliedern des Vorstandes und dejs meinde in Hamburg Rabbiner. Vertretet Vorstände, der Lehrki. Schulen. Vertreter br Vereinigungen, eine A stehenden Persönlichlei vereine, Mitglieder d fahrt der jüdischen richtungen und viel, Innersten interessier! Philipp das Wart anlätzlich d Im auch im lichst in kommen G e in e i n d gehal Mitglied Auf.rage Namen un diesen Rc sind. Diel«, Repräsentanten-Kollegiitms djer Eestnd den Nachbarsieme'.nden amtierende der Kultusverbande. M.tglie er der der Lehrkpr,er undEl e.nräte der hiriigen jüdischen Logen U.O.B.B. und ihrer Sckwesternlnzahl von im wi senschastiichest Leben en. Angehörige der jü i'chen Lugend- >:r Verwaltungen unserer derl Wohl? Jugend dienenden Anstalten' und Einrndere mehr — sie alle ersichtlich im an. dem Werke, das die Gemeinde rn dieser Stunde seiner Bestimmung übergab. — M't ^er Feier verbunden war die Amtseinführung des neiuen!Bibliothekars. Herrn Pro eisors Martou <vgl. S. 4). Die Leier wurpe eingeleitet durch ein Harmoniumspiel Sornitz er: s: ihm folgt fin Chorgesang von Mtlg iedern de; Jüdischen Chorvereins. Dann erg.iff namens des Poj,standes de. Genie n e Herr H e rim a n n zu der hier folgenoen Repe. e i »es Rede »eu e n besonders §ne herzjsie genau s in der tie Einweihung des Hauses Johnsallee 5j4 von Hermann Phi.pp Vorstandes der Gemeindie. >cs Gemeindeoorstandes und eres Vorsitzenden degrutze ich umen und danke Ihnen, dsttz die gern gekommen wäre» und di« wir gern gesehen hättest, sind von Hamburg abweststd oder verhindert. In unseren Einladungen mutzten wir uns wegen Raummangels Beschränkungen auferlegen. Es! sind uns Glückwünsche zugegangen. von denen ich nur den des «' rohPräsidenten des achten Distrikts des Ordens Bne Brith, Rabbiner' Dr. Baeck. des Verstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin, und die des Rabbini r-Seminars und der H ch chule für die Wissenschaft des Judintums in Berlin erwähne. > Das Rabbiner-Seminar hat stns die Ehre erwiesen, den lioriitzcnden seines Dozente »-Kollegiums, Herrn Dr. SPohlgemnlh. zu delegieren, den ich hierdurch begrütze und der noch einige Worte an Sie richten wird. Mein /rftes Wort foll ein Wort des Dankes seist an diejenigen. die seit Jahren sich für die Beschaffung eines Haines eingesetzt und mit klugem Blick dieses Haus ausgcwühlt haben, an die Herren Repräsentanten für die einstimmige Bereitstellung der Mittel, und an diejenigen, die mir 'rühmenswerter Hingab! j dem Umbau und der Einrichtung des Hauses ihre Kraft gewidmet haben.! 1 In der Geschici >ie unserer Gemeinde ist die fiiisweihung eines Hauses ein seltenes Ereignis. Wir haben> für ^Verwaltungszw icke und wir haben Instituts!anderen Zwecken r nd Aufgaben dienen »oben wir jetzt eine Stätte geschaffen, die ejn Haus die be- Zum eirsttn Male ein Ed mein de- «reinDedeut» n g dieses Dlortee sein soll. Es ist ein Haus fu Jung und Alt, und es >olt ei» Mittelpunkt unseres GemeinoelebeNs. werden. . Mit einem Hauie, wie diesem, mit «einer breiten Fa! lade in einer allen Villenstrsttze, verbindet sich leicht der Be griff einer gewissen Wohlhabenheit. Aber die.e; Haus ist nicht erworben worden, weil dis Gemeinde .repräsentieren, will, nicht, weil sic nach nutzen,) sondern weil sie nach innen mir len. will. Die Aufgaben der Gemeinde und gewachsen, useil die Rot gewachsen ist, die wirtschaftliche Rot und die geistige Rot. d in '»icheiniges, was mit diesem Hause zusaiiimenhängt, auzuöeutcnü Der-Krieg Und seine Folgen haben eine ööllige Um schichtuiig eines grotzen Teils dim Hamburger. Iudcnheil bewirkt. In ganz audcrcm Matze als früher mutz für die Kinder gesorgt werde». .^Dte denkende Jugend, deren Ideale zerschlagen worden shid. ist auf d e r. >S u ch e nach neue» Werten. Daraus. haben roe» Sie . .. sich Zuiammcnichlüsse und Organia.ioncn verschiedener Art ergehen. Die Gemeinde mutz das notwendige Zentrum «in, an das iich alle diese Ge bilde anlehnen können. Das Anwachsen des An.isemitisinus. der am gefährlichsten da wirkt, wo er unter dem Deckmantel der Wisienschaft auftritt. hat auch ,r' --- geschreckt. Viele unter uns hören gen und sie missen nicht gen des Judentums. Sie suchen Aufklärungen. um sich selbst ein Daher der Wuirch nach Büchern aber auch aus anderen Ouellen die Rede sein soll. Alle diese Aufgaben und Wjinsche dringen seit langer ringt um eine »eich Welt die Gleichgültigen auf Anklagen und Verdächligun ug von den W.e r t e u nach Orientierungen, nach Gegengewicht zu schaffen, und nach Vorträgen, der stammt, von denen noch lUlUCIU (>ui UJl die notwendige Voraus gebraucht, bis wir Zeit an das Ohr der Gemeindebehörden^ Für ihre Lösung war die Schaffung von Räumen setzung. Trotzdem haben wir Jahre diesen Plan verwirkliche» konnten.! Run habe» wir ■ dieses Hau^. So wollen wir den» froh und glücklich darüber sein, datz die Stunde da ist, da wir es seiner Bestimmung' üborgeben können, und wir wollen darüber Schehechesonu mache» und das kurze Gebet sprechen, das nach einem Worte des Midra>ch unser Lehrer Mole sprach. als er das Stiftszelt aufrichtete: - ,,Es sei dein Wille, datz hie Schechina ruhen inöge ' auf dem Werke unserer Hände:" Das bedeutet, in-unsere Sprache übertrage», „die Verklärung' der menschlichen Arbeit aus göttlichem Geiste" und das ist unser Wunsch für die Arbeit in diesem Hause. Sehr geehrte Damen und Herren! Ich niöchte Ihnen in kurze» aßorlcn sagen, we.che Aufgaben wir hier erfüllen wollen. W.r haben den Keller und das Erdge chotz dieses Hauses für die K i n d e r s p e i s u n g und die Kinderhorte bestimmt. Sie - befanden sich bisher, in den Schulen in voll kommen unzulänglichen Räumen. Es war unmöglich, sie länger dort zu lassen. Jeder, der mit sozialer Arbeit ver traut ist und, einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse hat. kennt die Folgen der Wohnungsnot und der sozialen Umschichtung. Sie alle wissen, datz .es leider ''-chl viele Eltern flibtv die ihre Kinder nicht genügend, ernähren, tagsüber nicht betreuen und nicht, erziehen können. Wir wollen aber, datz eist starkes, gesundes, freies, den Gefahren der Erohstadt gewach senes Geschlecht empörwachse. Je mehr die Geburtenzahl abnimmt, desto grötzer wird die Pflicht, dafür zu sorgen, datz diejenigen Kinder, die ha sind, nützliche Mitglieder unserer Gemeinschaft und der menschl.chen Gesellschaft werden. Je mehr die Gefahr der Mi.cheben zunimmt, desto stärkere Dämme müssen wir aufrichten.

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