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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1928-11-11 · 11 (11.11.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
4 (1928)
Issue
11 (11.11.1928)
Date
1928-11-11
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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reite 6 Gemeindeblatt der Deutsch - Jsraelittschen Gemeinde. Nummer 11 sbrach sodann noch dem Mitqliede des Vorstandes des Ver- ,ander, Herrn Abrabam Heckscher, sowie den MtlgUediern des Kollegiums Arnold Cohn, und Dr. Lanzkron k erblichste - Glückwünsche zur Verlobung ihrer Töchter aus. beglückwünschte ganz besonders das Mitglied des Kollegunns i >crrn Jacob Flörsheim zur Vollendung seines 70. Lebensjahres, und brachte.das Gratulationsschreiben, welches das Deleflierten-Kollegium aus.diesem Anlah an Herrn Flörsheim gerichtet hat. zur Verlesung. Das Kollegium hat dem C ubilar rum Zeichen seiner. dankbaren Anhänglichkeit eine s schabbosamvel verehrt. Herr Flörsheim dankte dem Kollegium in bewegten Worten: das Licht, das die schabbosanpel spende, solle nach seinem Wunsche als ein Symbol des Friedens und der friedvollen Arbeit im Kollegium und in Synagogen-Verband gelten. Der Vorsitzende brachte iodann einige Mitteilungen des 4 Vorstandes zur Verlesung, von denen eine die Abänderung b:i der Vergebung der H a k o f a u s a m Simchas lau t o und eine andere die Beratung der Abänderung der -rtz 58 und 63 des Verbandsstatuts betrifft. Der Mitteilung ist zuentnehmen, das;' am 26. September eine geheime gemeinliigftliche Sitzung der beiden Kollegien des Verbandes stattg ifhnden hat, über die aber weiter nicht berichtet wird. Dem Kollegium in die Abrechnung des Jahres 19 2 7 zugegangen. Genaue Mitteilungen über die Abrechnung Und nicht möglich, da der Vorsitzende die von unserer L chriftleilung erbetene A b s ch r i f t der Abrechnung mit dem b emerken verweigert hat, .das Kollegium habe sie von dem 4 orstande des Verbandes. nur in 3 Eremplaren' erhallen u id dieie mühten zunächst unter den Vorstandsmitgliedern d « Kollegiums zirkulieren. Den Angaben, die in der Sit-;i HA gemacht wurven. ist aber zu entnehmen, datz das Gest igftsjahr'einen Gewinn von etwa 30 000 Mk. erbracht hat: d nur der Vorhand des 'Verbandes macht den Vorschlag, dem bereits beit ebenden Reieroeiond, dessen Höhe der Vor si zch.de' nicht angab. 6000 Mk. und dem Roulancefond 2800 4.!ark zu überweisen und für den im Jahre 1928 vorzunehmend ni «und nnzwi'chen vorgenommenen) Chorumbau 6000 Mk. zi rückzuitelken. Ferner lind der Teutich-Jsraelitischen Gemeinde 3 00 A!k. des Snnagogen-Baudarlehens zurückgezahlt worden, nährend aus dem lOprozentigen Gemeindesteueranteil der 4 erband für das Jahr 1927 noch 5000—6000 Mk. zu eru arten hat. Sodann schlägt der Vorstand vor, verschiedene d:r Mädchenrealschule gewährte Darlehen, deren Höhe nicht tt iigeteilt wurde und die bisher in der Bilanz des Verbandes a s Aktiven figurieren, abzuschreiben: dazu kommt der Betrag, d n der Verband am Anfang des vorigen Jahres seiner 4 ensionhkaüe zugeführt hat. dessen Höhe der Vorsitzende el aifalls nicht angab. Mit den vorstehend genannten Posten ic stieszt die Abrechnung für das Jahr 1927 mit 205 656,05 Mark ab. Der Vorsitzende bemerkt auf Grund der hier oorg tragenen Ziffern, datz die finanzielle Lage des Verbandes ä ltzerst günitig sei, sieht aber keinen Grund zum Optimismus, da die schleckte Wirtschaftslage nicht ohne Rückwirkung auf den Verband iein .könne und man auch neue Beamtenstellen schaffen wolle. Die Prüfung der Abrechnung wird den Herren C o h n , Dr.'Leon und Weitzberg übertragen, und. auf Anregung des Heyrn I. F l ö r s h e i m beschlossen, die erläuternden Mitteilungen des Vorstandes^den Mitgliedern Kollegiums durch Vervielfältigung zugängig.zu machen. Herr Gott hold berichtet über die Verhandlungen, wesche die Herren Michel Flörsheim und Abraham H e ck > ch e r vom Vorhände und G o t t h o l d und Tr. S ch lest A fl e r vom Kollegium mit den Vertretern der Gemeinde in Sachen der Einführung des Religionsunterrichts an den höheren Schulen geführt haben. Die Herren haben den Gemesndevertretern ihre Bedenken dargelegt und den Eindruck gewonnen, das; diese ihre Argumente würdigen und beachten, wollen, allerdings habe zum Schlus; der die Verhandlungen leifende Herr Gemeindevorheber Heinrich Leon erklärt, die! Gemeinde, die über den Parteien stehe und ^ür alle zu so.geil habe: hebe auf dem Standpunkt, der Religsons-Unicr- 'i.iii iei Sache der Gemeinde, und lasse hierüber keine Erot-eruilg zu. 4l,ni^erkcnnen iei, sagt der Berichterstatter, das; es einen unerträgllchen Zu^and bedeute, wenn 700 von den rcugend nichljüdüche Schulen besuchenden 'jüdischen Kindxrn leihen Rciigions-Unterrichk erhielt»;: er erwähnt ferner, das;;n der Bc'prechung auch die Möglichkeit erörtert worden 'ei, ob durch geirennte' Verbuchung der Gemeindesteuern der oedlchieoenen Kultusverbandsniitglieder den religiösen Bedeni”i des Synagogen-Verbandes entsprochen werden könnte: Hescr Gort hold will iodann den Entwurf eines Brietzes des. Verbandsvoritandes an den Vorstand der Gemeinde zur Sache zur Verlesung bringen, zu deiien Abiendung keine p>cr- Wir richten an die Gemeindeangehörigen die dringende Bitte, in allseitigem Interesse die Sprechstunden der leitenden Beamten innezuhalten. Es sind zu sprechen: Syndikus Dr. Nathan : Montag 10—12, Mittwoch 10—11, Freitag 16—12. Rechtsanwalt Dr. Tannenwald: Wochentäglich 10—12. Fräulein M. Samson: Dienstag. Donnerstag 10—12: sonst nach telephonischer Vereinbarung. Fräulein I. Kaufmann: Montag, Freitag 10—12. Jugendpflegerin Schwester Thetla: Donnerstag 11—1, Montag 4—6. 14 ' Gleichzeitig bitten wir, ebenso in allseitigem I n t e r e s s e, bei der Anmeldung stets anzugeben, in welcher Angelegenheit die leitenden Beamten aufgesucht Werdens die Wartezeit wird für das Publikum dadurch wesentlich abgekürzt, wenn ein jeder sofort an die richtige Stelle verwiesen wird. Für welche Abteilungen die einzelnen Beamten zuständig sind, ist am Schalter zu erfragen und aus der Bekanntmachung am schwarzen Brett ersichtlich. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. f sönliche Genehmigung eingefordert wird: hierzu greift Herr P e l s ein. und erklärt, er halte die Verlesung dieses Briefes, weil noch nicht abgeschickt,, für unzulässig. Es entsteht eine Eeschäftsordnungsdebatte, die damit schlietzt. datz durch eine 4lbhimmung das Mandat der Herren Gotthold und Dr. Schlesinger, zusammen mit dem Verbandsvorstand mit der Gemeinde zu verhandeln, für so lange als erloschen erklärt wird, bis der Vorhand des Verbandes den in Rede stehenden Entwurf dem Gesamt-Kollegium zur Mitberatung vorgelegt hat. ■* Sodann erstattet Herr Dr. S.ch l e s i n g e r einen Bericht über die. Tätigkeit der Kominission, welche die 4lnstellung eines zweiten Rabbiners vorbereiten sollte. Die Kommission bestand aus 2 Mitgliedern des Vorstandes und 3 Mitgliedern des. Delegierten-Kollegiums und war seit Anfang 1920 in Tätigkeit, ohne, nach dem Urteiil des Berichterstatters, zu andern positiven Ergebnissen zu! gelangen, als demjenigen, datz die Modalitäten für die Wahl eines zweiten Rabbiners geregelt werden sollten. Herr Offenburg sieht das unbefriedigende Ergebnis der Tätigkeit der Kommission darin, datz beim Vorstände nicht das rechte Verständnis oder der rechte Wille in der 4lngelegenheit vorgeherrscht habe. Ein Mitglied des Vorstandes. das der Kommission jetzt noch angehört, habe im vorigen Jahre (feit dieser Zeit hat übrigens keine Sitzung stattgefunden) die Erklärung abgegeben, er halte einen zweiten Rabbiner für unnötig. Die won ihm, dem Redner,' gemachten- Vorschläge seien immer abgelehnt, dagegen von ihm verlangte Gegenvorschläge nie gemacht worden. Redner ist der Meinung, datz der Versuch -gemacht werden müsse, die Frage im Einvernehmen nfit dem Herrn Oberrabbi ne'r zu lösen, wobei alles vermieden werden müsse, was bei dem Herrn Oberrabbiner Ilninut Hervorrufen könne. Auf Aiitrag des Herrn Offenbjurg wird mit sechs gegen zwei Stimmen beschlossen, datz die gemischte Kommission aufgelöst werde, und die Reueinsetzung einer Delegierten-Kommission angeregt, welche die Modalitäten zur Wahl eines zweiten Rabbiners festlegen und innerhalb 6 Wochen dem Kollegium Bericht erstatten soll. In die Kommission werden gewählt die Herren Cohn, Eottho, Id und Offen bürg.; Ein Antrag der Herren Gotthold und P e ls betreffend die Herabsetzung der Preise für Mizwaus und 4llijaus an den Feiertagen wjrd der Kommission zur Prüfung der Abrechnung zur Mitberatung überwiesen. . Damit schlietzt um 10 Uhr sdie -öffentliche Sitzung, der eme geheime Sitzung folgt. | Personalien und Kleine Mitteilungen. Am o. M. verschied nach langer schwerer Krankheit ein edler Mann, Herr Jacob Druck er, dessen vornehme, lautere Gesinnung, dessen milde Persönlichkeit und dessen in stiller Bescheidenheit bewährter Wohltätigkesitssinn alle, die ihn kannten, zu seinen Freunden und Verehrern gemacht hatten. Ferner verschied am 1. o. M. . Der Verstorbene bekleidete jahrel r das Amt eines Synagogen-Komm kurzem dessen Telegierten-Kollegicki von heiliger Begeisterung erfüllte: gegangen: Herr William Möller, ng im Synagogcn-Verband iars und hat auch bis vor m angehört. Ein lauterer, Mann ist mit ihm dahin-

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