Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 11 (11.11.1928)
- Date
- 1928-11-11
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Nummer 11 Gern 4. Jahrgang der Deutsch - Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Das Gemeindeblatt erscheint am 10. eines jeden Monats unbwjirb allechMitgli-dern der Deutsch - Jsraelijtischen Gemeinde zu Hamburg kostenlos zugestellt.! i --i~-- Ha nbnrg, L^7-tv6eulber l»2S. Truck, Verlag und Geschäftsstelle: , > 6 m fl 11 n . 'MsMßs®i*rrt6e n7 M. L Zernü imann, ABC-Hof, ABC-2traheIö7. ammelnummcr L 4 Tammtor 0i37. r.: Verantwortlich für den redaktionellen Teil Svuditus Tr. 4i. Äi. N at ha n> für den Inseratenteil: E. Loos, beide in Hamburg Anzeigenpreis U».-j p. tigejp. Aoiip.-Zcile. Der Schulgarten der Talmud Tora Realschule. Bo» X Vidjlviiiräftt.'r. Tic Schiilggitensiage u«l vdo ichon von lianu'mii:, yojtfi* mit) Rousseau erörtert. I Ei» neuzeitlicher Gedaute aber ist die Forderung, de» Schulgarten in ds-n Tienst der Arbeitsschule zu stellen und il|n ' soipohl von der frziehlichen als auch von der unterrichtlickstn Seite als Ausgangs und Mir teltzunkt des bioldgisch.en Psla» zeuunterrichts zn betrachten, Zm Hinblick ans die gegenwärtig so aktpellc Frage tzes Bcrufsum schichtung unter den Zndeu kann ein Schulgarten auch hir Lv sang dieses Problems beitragt». Wollen wir nns zuerst mit den eigentlichen Zielen und Zwecken des i Schulgartens best lästigen. Ter Arbeitsschulgedanke verlangt die Selbsttätig feit der Tiefen .sternpunkt der I,entigtn Tidaktit kann man in> Schul gartcnbetriebe vorzüglich verwirk lichen, denn hier wipd di n Schü lern die biologische Wi senschaft nicht als etwas Fertiges gegeben, sondern von ihnen durc> eignes Schaffen. Beobachte» u id Eist decken erarbeitet. Neben dcmwls senschastlichen Zweck riill ein , Schulgarten aber »> mentliich Freude an der Natur Wicken uijid >ilasse! laun Stadien der man dort h'iiht uilanVi'l'i'n Entivickliing zeigen. Tie Schüler tleine Naturforscher, und man ernannt, wie schnei n alie.i roeroen -I. werden kann, ohne daß müssen. Allen Schü ern. auc Schüler beim Arbeite» im Schulgarten der Talmud Tora-Äcalichule. Liebe zur Natur Hervorrufen. Tie Natur, liebein und sich an ihr erfreuen ist sicher ebi nsovist wert wie das bloste Wissen von der Natur. Es ist daher mit Freuden zu hegrüsten. das; der Talmud Tora Realsthule ein Stück Gartenland zurVer sügung steht, welches,es criiiög licht, die Erreichung der erwähnten Ziele anzuftxel en. Mit welchem Jubel ergreifen die Schüler den Sttatin, uist den Garten umzugraben! Wie sorgfältig behand ln sie drsrei die ausdauernden Pflan zcn, die ihnen schon im vergangenen Sommer liebe Be kannte wäre», die sie gehegt und gepflegt hatten, deren sommerliche Entwicsl in;i sie i sahen und deren herbstliche Rückbildung sie beobachteten! Tie Gartenarbeit fördert den Sinn für Ordnring und jReinlichkeit und bietet man chem urwüchsigen Zangen. tssr sich nach manueller Betätigung sehnt. Gele; en zeit, airzuwenden. Ein Vorzug steht darin, dass er sie sich von der Schule entfernen -ine^überschüssige Mraft gut unseres Schulgartens be von dein Schülern täglich besucht den Kindern der untersten von der Anschauung und Wahrnehmung zu Vergleichen und logischen Schlüssen schreiten. Vo'rläniig stehen, der Schule nur li00 Ouadratmetor Gartenland zur Verfügung. Leider bat sick? der Besitzer des benachbarten Gartens dem Plane, der Schute ein Stück ihres Gartens zu verkause». nicht willfährig gezeigt. Eine Ergänzung findet aber unser Schulgarten durch die Bäume im Schulhof und iiii Vor garten, ferner, durch die -gärtnerischen Anlagen um die Tynagoge anrl last »>>1 lobst durch den herrlichen Baum! wuchs des Bornparkes. Bei der Tagung des Verbandes bäurischer israeliti scher Gemeinden in Bamberg stm 17. und IN. Zuni d. Z . wurde die Berussumschichtuiiist der deutschen jüdi'chen Zu gend besvrocheii, und in der ßchlustsitziing beim Problem der Siedlung als Ausweg und Mittel gegen die Zusammen drängung der Juden in den Städten und in geistigen Bernsen die Rückkehr zur Natur und fordert. Tiefe Rückkehr kann die .Wege dazu geebnet, vie zur Bodenbearbeitung ge ' nicht geschehen, ohne das; erlei Voraussetzungen dazu