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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1928-10-10 · 10 (10.10.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
4 (1928)
Issue
10 (10.10.1928)
Date
1928-10-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 , Gemeindeblatt der Deutsch zur 1. Klasse/der Privilegierten Jüdin gehörten. auszusagen weiß (unter Pr. 22): „Löbel Weihweiler von Hamburg nebst einem Jun gen. dsr wegen dsss Oppenheimers sich hier aufhelt und ab und zu reifet," Mozu am Rand hinzugefügt wird: „wie er denn den' 12. Februar 1697 auf der Post mit seinem Schwager dem Salomon <b.) Jsaac Pohlacken nach Wien . in dessen Angelegenheit gefahren und zuvor durch eine König!. Ober Amvts Insinuation de dato 23. -Jan.: 1697 sich legitimieret . wie er denn auch seinen Schwiege» > Vater den allen!I'aac Polack nebst dem Diener wegen seiner -Negotien hier verliehe, (d. h. zurückliehe), darein . Senatus <d. h. der Magistrat) gewilliget". Löbel Weißweiler war anscheinend nur zeitweilig in Preslau, die Leipziäer Messe besuchte er ebenso wie sein «Schwiegervater Jsaac den Moses Pollack stets von Ham l urg oder gab sich wenigstens als von dort herkom irend an.»); Löbel. Weißweiser war Juwelier und sehr kapitalkräftig; denn er schloß den Ständen und Fürsten (1697) in Wien, wie aus einer Notiz im Brest. Stadtarchiv hervorgeht. sehr bedeutende Summen vor. Er stand ja auch mit dem reichen Samuel Oppenheimer, wie bereits mehrsiach erwähnt, sowohl in geschäftlicher als auch in familiärer Verbindung, Auch mit anderen Familien, die daiftals durch ihr Ansehen bekannt waren, war er verwandt, sck mit der Familie» Hameln in Frankfurt a. M. und mit der Familie Pollack in Hamburg. Er hatte eine Tochter des bereits jin den Denkwürdigkeiten der Glücke! -') qHvähnten Jtzig Pollack p'S'N '”0 d. h. des Jlgac bxit Mofts Pollack, über dessen Familie weiterhin brrick)tet werden wird, zur Frau. Von Löbel Weißweilers Kindern heiratete eine Tochter, Ester, den Tajan (Rabbinatsassessor) dkr Frankfurter Geyreinde, Jsaac ben Nathan ben Joseph Hameln ha-Iewi, einen Verwandten der Glücket Hameln. Sic srarb am 17. Nissan (5500 [ 1740] und ist in Frankfurt a. M. beerdigt.s) Ein Sohn ist 1763 in^Wien beerdigt 7) und ein Sohn Jsaac Jtzig 1719 in Hamburg- ( Ottensen ‘)! Tie Familie ftines Schwiegervaters nahm in Hamburg eine sehr angesehene Stellung ein, wir sehen sie 3 Generationen hintereinander hohe Posten in der Gemeinde bekleiden. stöbet (Levin) Weißweiler, der noch in den' Steuerbüchern her Hamburger Gemeinde für die Jahre 4710 1716 nachweisbar ist lim Gemeindearchiv -,h>,,i) hatte in Hamburg, soviel wir erfahren können, kein Amt bekleidet: sein Schwiegervater, Jsaac ben Moses Pollack (gestorben vor 1705), der mft Zipora, Tochter des Eliese.r Lipmalr hw-lewi ') verheiratet war, wird auf dem Grabe seines 54751715 verstorbenen Sohnes Jacob Elieser Lipmän I0j „Parnas" Vorsteher genannt. Elieser Lipman Pollack, der Schwager Löbel Weißweilers, war selbst Bor-. -») Ueber die jüdischen Besucher . der Leipziger Meisen im 1.7. und 18. Jahrhundert sind wir durch M. Freuden- - thal: Leipziger Meßgäste — Schriften der Gei. zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Nr. 29—, dem auch die in dieiem Artikel angeführten Angaben entstammen, aufs beste unterrichtet: dieses Werk ist für die jüdische Personal- und Familiengeschichte «nicht nur) der deutschen Juden von unschätzbarem «Werte, und kein Forscher auf diesem Gebiete kann an ihist achtlos Vorbeigehen. ') eck.'Tav. Kaufmann, hebr. Teil S. 231. 0 Die Grabinschrift s. >n der Kaufmann'schen Ausgabe der Denkwürdigkeiten der Gluckel von Hameln, S. LIV—LV; ferner dort 3. XLVI. :) a. a. O. 3t Xl-Vl Anm. 4. "> Drunwald. Deutsch« Juden 3. 324 unter: Weitzweiler. ') jGestorben 16. Adar -5465 4705: Grabinschrift siehe bei Grunwald, Deutsche Juden 3. 324 II. ltr) Grabinschrift: a. a. O. I. > Israelitischen Gemeinde. Nummer 10 sicher in der Gemeinde wie auch Vertrauensmann in der Chewra Kadischa. Er unterschrieb als Vörsteher die ältesten Gemeindeprotokolle") 1706 und die Statuten der Chewra Kadischa vom Jahr 1708"). Sein Sohn Salomo Pollack war seit 1726 Vorsteher der Chewra Kadischa"). Er war „Marchand" in Hamburg und wurde 1725 auf ein Vermögen von 6000.— Ptk, geschätzt"). Ein anderer Sohn Elias war 1716 unter den. Vorstandsmitgliedern, während sein Kousin, Aron h. Moses b. Jsaac Pollack, Also auch ein Enkel des Isaak Pollack, auch die Gemeinde- Protokolle (1714) mit Unterzeichnete (Protokollbuch der Gemeinde im Gemeinde-Archiv d. T.-J. G.). Auf dem folgenden Stammbaum sind Mitglieder der Familie Pollack. soweit die Mitgliedschaft zu dieser Familie festgestellt werden konnte, versuchsweise für die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zUr Klärung der Verwandtschafts- Verhältnisse ausgezeichnet und der Durchsicht des Lesers empfohlen. Inzwischen sind wir aus Breslau wieder ganz nach Hamburg zurückgekehrt, von wo aus wir wieder im 18. Jahrhundert Hamburger Juden auf ihrem Wege nach, und in Brcslgu begleiten und. beobachten werden. Stammbaum der Familie des Moses Pollak (Polack) Hamburg (unvollständig). I. Generation: Moses Pollack .11. Generation: Isaak Pollack, gest. vor 1705: verheiratet mit Jipora, Tochter des Elieser Lipman halewi, gestorben 1705 (Grnnwald 3. 324 I!)} III. Generation: | 1. Tochter des iIsaak Pollack, verheiratet «mit Löbel Weitzweiler: äus dieser Ehe entsprangen 3 Söhne «Jlaac, Jtzig,! gest. 1749 in Hamburg: David, 1770 gestorben, in Ottensen beerdigt: ferner ein Sohn «der 1763 in Wien starb) und eine Tochter. (Esther, die mit Jmk i b. Nathan ha-lem Hameln in Frankfurt a. M. verheiratet war und auch dort 1740 gestorben ist). ' 2. Salomon Pollack starb unverheiratet «Grunwald T. 3. Moses Pollak(vor 1716 geworben): er hatte folgende 2 Kinder: a) Ester Pollack. verheiratet mit Salomon, gestorben 1747, b) Aron Pollack «um 1714 unterschrieb er Protokolle). «Grunwald 3. 287 Nr. 3420.) 4. Jacob Elieser Lipman Polack. gestorben 1715 «Grunwald S. 3241). Er hatte 4 Kinder: 1. Salomon <1725—1753 nachweisbar: von Salomons Söhnen starb Itzig 1799 und Wolf 1800: Grunwald 3. 287 Nr. 3433, 3425). 2. Iehuda Seckel <1747 gestorben: Grunwald 3. 323). — 1. Minkche (gestorben 1765), verheiratet mit Salomon ' b. Asriel (Grunwald 3. 323 unter: Polak). 4. Elia (war 1716 naij Kassierer). Von Elias Kindern war einer (Moses) Dajan in Hamburg (Duckesz: Cbachme AHW deutscher Tl. 3. 13): Moses war mit Fradche, Tochter des Wolf Oppenheim, verhei- - ratet und «st 1763 gestorben: Moses' Sohn Elias ist 1700 gestorben (Grunwald 3. 287 Nr. 3434). Eine Tochter des Elias, Schwester des Males Pollack, war mit dem Rabbiner in Hannover (und später , in Altona). Iuspa ha - Kohen. verheiratet (Duckesz a. a. O., hebr. 3. 36). “> Grunwaiv, a. a. O. 3. 14. ") Goldschmidt, Gesch. b. Beerdigungsbrüderschaft. Hbg. 1912, 3. 21: statt Falk ist dort, wie auch an den folgenden Stellen immer: Pollack zu lesen: (p^xe)« ") Goldschmidt a. a. O. 3. 22. 23, 24 : 54. ") Grunwald 3. 194 Nr. 177.

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