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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1928-07-10 · 7 (10.7.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
4 (1928)
Issue
7 (10.7.1928)
Date
1928-07-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch * Israelitischen Gemeinde. _ Nummer J7 3U Kapitel III - Lchul. und Erziehungswesen — vero „liszi Herr Tr. L p i tz e r die Einstellung eines Betrages für big. MädchcnreaIschule.»Auf «einen und des Herrn Lchlof, früheres Antrag ici eine Kommission zur Prüfung der Frage eingescizt worden: auch hätten über 1000 Gemeindcmitglieder eine ent, sprcchcjide Eingabe an den Boritand gerichtet. Herr P b i I i v p ciwidetr, die Eingabe unterliege noch der Beratung. Es könmj. daber chonieitcn des Vorstandes zu dieser Frage beule nock^ keine Ttelliing genommen werden. Zu Kapitel IVkulturelle Ausgaben — beantragt Herr Ussenburg, die Lubvcntion«der Alten und Neuen Klaus oon 2400 NIark aus 3600 Mcirk mit der Maßgabe zu er - hohen.! das; die letzten 1200 Mark nur ausgezahlt werden dürfch,. . wenn ein neuer Klausrabbiner angeitellt lei. Herr Bäck ach regt die Zusammenlegung der verschiedenen Klaus- 0-n'lilule an. Herr Philipp erwidert,"die Frage der Zusammenlegung und der böberen Subventionierung der Klaus werde im Bildungsausichutz beraten: die Verhandlungen schweben noch. Tie Frage sei daber noch nicht spruchreif. Er bitte desbalb. den Antrag des Herrn Oncnburg zurzeit abzulehnen. H^rr BI ichaeIis beantragt den -Zuichuh für den Bar .Koclib« auf 10:) Mark. Herr F s a a c i e n. den für den Fü di'cheni Turn und Tvorkverein und ebenso für den Bat Kochüa auf je- 120fr Mark zu erböbem. Herr Paul Levch beantragt, die Ttibvention nir dir Rcligionsichule der Neuen Tammtor Lvna,foge auf-3M0 Mark zu erböbcn. Herr Michaelis regt hierzu an, man 'olle die Religionsichule der Reuen Tammtoe- Tnnaäoge mit der des Lnnagogenoerbandes Zusammenlegen, da iieldieselben Ziele verfolgen und-in.gleicher Weise geleitet werdesi. Herr Bach rach gibt zu bedenken, ob cs richtig bi. der Frichiwab die Näume im ehemaligen Verwaltungsgebäif >c des Grindelfriedboies zu überlaiien. Dem ichliefzt sich He r -Alexander i'ct>n an. Nach seiner Auächt würden die-Näur ie Tiir die Unterstellung von Reichen benötigt: auch die Friedhof? Komchis'ion habe sich gegen die Hergabe ausgesprochen. Herr Tr. Tannenwald berichtet, das; Herr Oberrabbincr Tr. Earlechach und der Boriitzende der Feichiwah die Näume besichtigt und ausdrücklich zugemat batten, dgsz die Feschiwib - iic jederzeit vorübcrgebend zur Beriügung stellen würde, weifn iie für Einstellung von bleichen beansprucht würden. )n der Abstimmung wird der Antrag Offen bürg eruf Erböbung der Subvention der Klaus abgelebnt und der Kultur Kommission zür weiteren Beratung übergeben. Tie Antrags des Herrn Paul Leon auf Bewilligung weiterer 1000 Bik. für die Religionsichule der Neuen Tammtor Lnnagogc und des Herrn Fia arten auf Bewilligung von weiteren je 800 Mark für die beiden Turnvereine werden angenommenf Zu Kavilef V .Kultus — fragt Herr Offenbnrg nach deni Berbältnis. in welchem die Abgabe an 'die Kultus verbände veneilt wer.de. Herr Tr. Tannenwald berichtet, dal; nach den Erfahrungen der Vorjahre nur die Hälfte der Gemeindemiiglieder abgabepflichtig ici. da ein groszer. Teil von ibnen keinem Kullusverbande angehört. Bon der Abgabe kämen etwa fünf Zebntel an den Temoelvcrband. vier Zebntel an den Lnnagagenverband und ein Zebntel an die Neue Tammtor Lnnagoae zur Auszahlung. Zu Kapitel VI Pensionszuschüsse für die Kultus -Per bände und Kapitel VII — Wohlfabrtswe'en werden keine Bemerkungen gemacht. Zu Kapitel VIII Begräbnisweien — regt Herr Hen mann den Ankauf eines Leichenlransvoitautos an. welches beide Bcerdiaunasge'ellichaften 'gemeinsam benutze» könnten. Herr Alexander Leon meint, die Leichenbeförderung würde in eigener Regie wahrscheinlich erbcblich teurer kommen, ver - spricht aber, die Angelegenbeit in der Friedhofs Kommission mr Tprache zu bringen. -Zu Kapitel IX Bewilligungen für besondere Zwecke — wendet Kch Herr BI i ch n e l i s gegen die Bewilligung für de,-. Eentralverein. der durch seine aaqre'sive Politik gegen den Zio nismus au'gebört bade, neutral zu 'ein. Tie Herren 1' i i i e r, T ch i ndler und Tr. Fränkel bitten, den Poiten zu be willigen.-da die Aufgaben des Eentralvercins von einer Grog gemeinde, wie Hamburg, gefördert werden müssen. auch wenn er. wie zugeben, sich in der von Herrn Michaelis be sprochenen Frage vielleicht nicht ganz richtig verbalte. Herr Offenburg rühmt, das; der Eentralverein fick, in der.Lchächt frage in dankenswerter Wei'e für die Fntere'sen des orthodoxen Fudemnm^ .eiimeietzt babe: schon desbalb sei der Antrag des Herrn Michaelis abmlebnen. Ter Antrag de/- Herrn Michaelis wird daraufbin abgelebnt. Kapitel X Tis^gsitionsfond —j, Kapitel XI im vorigen Etatsjabr bewilligte, aber noch nicht erledigte Auge Dringende Bitte. Wir bitten berzlichit. zurückgelegte Kleidungsstücke. Wäsche - und Stiefel, vor allem Anzüge, die nach Ausbesserung welche wir durch bedürftige Näherinnen. Schneider und Schuhmacher besorgen lassen noch gebrauchsfähig sind, uns .zur Verfügung zu stellen. Unbrauchbare Lachen bitten wir uns aber nicht zu geben, da diese doch nur dem Brockenhaus überwiesen werden können. Tie Nachfrage -würdiger Not leiden-- der nach Kleidung ist so grob, das, wir zu unserem Bedauern ohne tatkräftige Unterstützung unserer Gemeindemiiglieder nicht Helsen können. Auch um Möbel. Bettstellen und Betten für Erwachten« und Kinder sind wir sehr verlegen. Wir bitten darum, bei Regulierung von Nachlässen. Neuanschaffung von Möbeln, beim Bezug kleinerer Wohnungen und sonstigen Anlässen uns alte Möbelstücke zur Berfügung zu stelle». Abholung erfolgt auf t e l e p b o n.i > ch e n Anruf Hansa 3684—3685. Elbe 1899 - oder aus schriftliche A u f f o r d e r u n g nach -R o t h e n b a u m ch a u s i f e 3 8. Bereinigte ttleiderkammern der Kominission für das Wohtfahrtswese» und des Israelitischen Humanitären -_Frauenvereins._ legcnbeiten werden widerspruchslos angenommen. Ka pitel XII Unvorhergesehenes — wird auf 2625 Mail weg -» der Erhöhungen in Kapitel IV hergbgeietzt. Kapitel XIII Finanzwesen wird ohne Tebatte angenommen. Bor der Gesamtabstimmung erklärt Herr Tr. Spitzer. dal; er aus schon in den Vorjahren von ihm erwähnten Gründen den Eeiamtelat nicht annehmen könne, da er Posten enthalte, / die er bei seiner religiösen Uebcrzeugung nicht gutheiszen könne. / Herr S ch I o sz schließt sich dieser Erklärung an. Tarauf wird der Etat : mit sämtlichen Stimmen gegen die der Herren Tr. Spitzer und Schlos; angenommen. j \ Äomemos El. ’l . F ü d i j ck> e gottesdien st li che Gesänge von Obcrkantor V e o n K o r n i tz e r. Eine Besprechung von Georg de Haas. Es sind in neuester Zeit nack einer recht langen Pau'c einige gröszcre Werke gottesdienstlicher Musik für die Snnagoge von ^verschiedenen Komponisten veröffentlicht worden.- und 'es ist mit Freuden festzustellen. dasz sich neue Kräite regen, die aus diesem, Gebiete weiterbauen wollen: deün es ist ein Gebie-t, das ieie Fahrzehiitcn in geradezu beängstigen -der Wei'e derart der Vernachlässigung vreisgegeben war. das; es in seiner Ezitwickiung kaum über die Anfangsstadien hin auswack'ien konnte. Tie Gründe hierfür ünd io vielfacher Art. das; ich sic an dieser Steife leider nicht ausführen kann. Tas vorliegende Werk..Ronisinös El" des weit über seinen Wirkungskreis hinaus bekannten Obcrkantors.Leon Kornilzer, iit das' jüngste und. um cs gleich vorwegzunehmen, auch das interessanteste von den neu erschienenen Werken. Es ist ein recht stattlicher Band und enthält eine Reihe künstlerisch überaus wertvoller Ltückc für den gottesdienstlichen Gebrauch. Es bc ginnt mit einem in iich abgeschlossenen Teil, dem Freitag - Abend Gottesdienst, dann folgen sieben .Keduichaus. Ter umfangrcichste.Teil des Werkes iit das für die Wallfahrtsfeite bestimmte Aus und Einheben der Thora, das im Fahre 1927 bei einem Wettbewerb des Allgemeinen deutschen Kantoren vcrbandes mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Tann folgen Ge'ängc für die hohxn Feittgge, für verschiedene. Ge. legcnheiten. Trauungen und Trauenciern^ Zwei gröbere Komplexe bilden in sich je ein einheitliches Ganzes. Tas iit der Freitag-Abend Gottesdienst, sowie das Ausbund Einheben der Thora. Fn diesem Freitag Abend Gottesdienst iehen wir eine bewunderungswürdige. stileinheitliche Behandlung der freien Kom Position, deren Haupttbemen schon auf das Ans und Einheben hindenten. Fn den Elwrcn und bei den Einzelgesängcn, auch in der Trgelstimme finden wir durchgehends eine horizontal lineare Selbständigkeit der Einzelstimmen, di» sich vertikal zu einem oft modu'atorjsch hochinteressanten Zusammenklang vereinen, so das; man hier von einem geradezu meisterhaften Latz sprechen kann. Tabei ist die musikalische Linie in.diesem Freitaglllbend Gottesdienb von einer zarten Lnrik, ohne sentimental zu werden. Tie Loloitimme ist imnier von der Orgel kräftig untermalt, nicht zurückschreckend vorden. modernsten harmo njschen Wendungen. Tiefe freien Kompositionen sind wirklich Lynagogengelänge. die in ihrer Ltileigenart sehr stark von

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