Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 3 (10.3.1928)
- Date
- 1928-03-10
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Js aelitischen Gemeinde. seiner schlichten ('lüre sei ein dankbares Gedenken sicher. Wenn es schwer sei, il,m den Nachfolger im Vorstände zu geben, io beweise dies. am besten die schwere des Verlustes, den «ein Tod für die Gemeinde bedeute. Def Vornvcnde bat den Mitgliedern des Kollegiums 'A! c r» nn de rf i.' c p n und Blatt anlästlich des Heimganges ihrer Mütter das Beileid des Kollegiums anSgcivrvchen: er gibt die lanksax ungen der Herren - bekannt, s— Das Kollegium war bei (nein Beitrag >'s ■ st t u n dato pir den verewigten Babbiner Tr. («in nvertz, sorvie bei dem ora R alichnle durch OAstglieber Nach diesen Mitteilungen trat r a b, bei einer Gedentfeicr ■j( o b ( I im Hause des Herrn ' li w i m in t e ft der Talmud vertreten. dae- »ollegium in seine LageSoi ü »nb A 6: fin ginnis. Bcrlangtrnng und die Juni l! -!> unter >«,->> 2'i Sinnig ein. Go wählte die Herren Älf>red 0 i i i e r < x ander Le v n tu Boriitzetiden, die Herren Tr. ums und T. Münden zu Tchriftsübrern des Kölle* iür das Jahr i:«,^ wieder. — GS genebmkgte die des :>>echi!iingsjabres IU27 bis zum 50. Juni ltGZ lruerordniing fürdas tisechniingsjabr Juli.1!>28 bis »eitler ,Teitieliuug der (Gemeinde fr euer aus l n -s! r o : e n r der ReichSeiiikoiiimeiisteuer. Tie Steiierordnii-.g w::d zu gegebener Zeit im Gemeindebkarr veröjseuiliitir kverd-.n: aus die Tatsache, das; unsere Gemeinde mit dein erive.i'juen Prozeunane abermals die niedrigste (M e in e n s e st S n e r van allen deutschen G r o st - G e -. ni ein den ansstdreibt, ie^ ab.'r an dieser 2teile erneut nachdi.itllichjsk bingeipie'en. I Gin Antrag des Bvrstandes der «Semrüide regr die N e n - 0 1(111111(1 s e es G e m eint» e 21 rchiv s nach inoderiien iriisensmastlichen igesichtsvniilten dur.li einen Fachinaiin an. Tas Archiv!cnil)ült uiSit nur eine graut Menge bau Akten, deren StJmitir.p iitr sie gegenwärtige Geineiiideverwaltnng pan Wichtigkeit in, sandarn auch Allen, Register und Tokumenre in grpster!tiael, weiche - der wissenichastlichen, insbesondere der g.Schichklulieu .Tarschung zugängig und dienstbar gemacht werden missen.; Das ietzr aber die oben erwähnte Trdnung der Akten rch einen J.-..i>mann voraus, seren 'Kostfir das Kollegium di I' A uv V Ul zu zn Ni ba een ,"v< r 11 dc i dt 1 ' itrag enrivrecheud. in Höbe bis zu des Barstandes i B ark bewilligte. Giilbm weiteren Anträge des BarstandeS' iolgend, bewilligte dals gelieginin i dein M i s r a ch i - L e b r g u t AodgeS vbei Ai ida cine llnterstii.uuig von :l0«> Mark. TaS Lebrgut ist kuxz ir feil es ersten Genie van einer Unwetter-Katastrophe beimacht wvr.-en, die einen schadenvan über .'>000. Mark verachte Tusch diest» Tchadeu wurde die Iveitcre Ausbiidtlug ■ ’,t. ani;iviii Gm beiitiolichau .15 junge» Leute stark äbidit Angesichts, der «''raste und Wichtigkeit der Ausgabe, dikiai e.t ein iesteitke junge Juden in die Landwirtschaft übet* iibeeis, »nt iva:er vradulliv dem Aufbau' Palästinas dienen ti'ninn, er'chie» dem Kollegiuni die Uuterstüyung gerechtfcrt. - - Tie. l'lenieiitden Berlin und Frankfurt a. M. einail-.- Benage von .'>«»» Mark bezw. 500 Mk. bewilligt. > chsart beivilligte das Kollegium, ebenralls gemäß n ,'iniee.ge des Barstandes, iiir die jüdische Touderd ' . i i e in a l i a n a l e n i; r e s s e * A u S st e l l u n g rii >i aln. Tie Tniiagogengeliieinde Köln bat dem für dfese jhdiiche Tonderschau ins Tfeben gerufenen Ausschuß ein Tsarleliän van ■ 11 Mart zur 'J'Yrnimiini dfifi’llr 'Vnmhiirti’ nidiiche Beisäni.chteit.'n, ivie bc i m e r, Aabv. Tr. >i o v nisieriatdirekiar Tr. B a d l .'.'evveiiUeun, iv a l d L-:e::. zur Berrnguiig gestellt. Nambaste die Herren Aiistizrat Tr. Boden- ' r, Tr. 2 i »i ch o w i y Ääln, Mi- Berlin, Mar B ro d-Prag, Marlin v » t b ii tfes Ui ■’it: Hainbing, ' uiid v':; G i ü st ein Berlin, Rabb. Tr. div'.g Haas, M, d. R., .'iarlsrulie, iabb. Tr. M n u k -Berlin,' Mar and B u b i'l r n n Alfred M. .Bb rung geichla« wie d L e st in ja ii;i an ilini bereili n nahmt [an de: -m; ..tii 'icmciiitlia t tt n r •:. ch.:.;. leien, ivziale Trgani-atiane mn der Piene varsübren daber auch das Judentum der Biaiiäitigleit der gegenwärtigen jiidiichcn Preise, machen sich viele .Tttiden nur eine schwache Borstellung, baben AustensteKeiide gar ken^e Anichanung. Und doch vräsenlicrt sich die gegenwärtige indische 'Prei'e der geianiten BTbts j„ i" Ländern und 3ö -Tprachin. Tiese jiidiiche Prei'e ioil nun in einem besonderen Paviilv i in ihm binori^Iien Gntwicklikiig, in ihrer literarischen und io iolvgischen Gestaltung gezeigt werden. Tie soll wirklich . alS daN erscheinen, was sie ist: als das Tviegelbild jüdischer ilultur und jüdilchen Lebens der Berdtangenbeit und. Gegenwart. , mehr habe» sich zur syördem -cm Gbrenausschnst zusammen- . inbnchen Berlage Deutschland», 7' in a n » * Arankfnrt am Main, i;: :lo' i’crlnn in Berlin, lind 'inttnrilarionen daben ihre Teilzugeiagk, und die grostcn r Ar:. Religionen, ' volitische Par-' '. ui':r. weiden ihren ^nsammenbaiig Unter dielen Geiiicinschaitcn darf nicht fehlen. > Bon dein Reichtum mich Nummer 3 1 amit. sie aber die Form gewinnt, die der jüdischen Vergangenh nt, Gegenwart und Zukunft würdig ist, bedars. das Unternthnicn der Unterstützung aller Juden, gleichviel welchen Ländern und welchen Richtungen sie angebören. — In An betracht der' Bedeutung, welche diese jüdische Sonderschau .ge innen kann, erschien dem Kollegium die Bewilligung des ringen vom Borstandc beantragten Betrages gerechtfertigt. Tas ziollegium nahm sodann den nachstehenden Bericht d^s Herrn Alexander L e v y über die Tätigkeit der Fried o f s k o ni m i {f i o n in den Jahren 1025—1927 entgegen:i Tie Moiitmimon hat in de» Berichtsjahren in meistenteils reggl ästigen 'Abständen Sitzungen abgehallen und anstcrdem mehrfach ajij den Friedhöfen der Gemeinde Beiichiignngen vorgenommen. as Sorgenkind der Kommission ist seit langer Zeit der an der ttsenvelstraste und der Berbindungsbahn belcgene Grindel* r i e d h o f. L>iederholt sind Anioohner, tägliche Passanten id schliestlich auch Bürgervereine an die Behörden herangttreten it dem Ersuchen, inindestens einen Teil des Fricdhoses aus esuüdheits- und Berkehrsgründcn ausznheben. ES glücktt: uns jiidoch, den Friedhos unversehrt zu erhalten. In letzter Zeit h xt ber Staat die ganz bestimmte Aufforderung an die Geii einde gestellt, einen Teil des Friedhofes, den an der 4 erbindungsbahn belegencn Streisen, der 150 Gräber unifastt, bildigst zu räumen. Dieses Berlaggen w.ar Gegenstand mehrst icher Beratungen unserer Kommission, ' die übbr die religiösen fragen in dieser 'Angelegenheit durch den Borstand ein'Gutachten des Dberrabbiners Dr. Spitzer, und über die technischen ragen ein Gutachien des Ingenieurs Tr. Kauf m a n » einholte. -J lach verschiedenen ersolglosen BeAiandlungen mit den bet üligten Staatsbehörden fand im Dezember 1027 im :l!athaus eine Anssprache zwischen Bertrclern des' Ttaales und der Ge- > leinde statt, an welcher die Herren Oberrabbiner Dr. Spitzer, (Gemeindevorsteher H e a j ch e r, Rechtsanwalt David, Ti>n. t ituS Dr. R'a t h ä n. . Morjy Wolfs und 'Ascrander Leon, kie beiden Ie<ztercn als Vertreter der FriedhvssGkommijsion, teilkenvmmen haben. Tiese 'Aussprache, in welcher wir nachdrüiklichst cüf die Hohe Bedeutung der Unantastbarkeit, jüdischer Gräber tinwiespn, wirb hvlfentlich das Ergebnis haben, dast die Be> lörden uns das möglichste Entgegenkoiiimen zeigen werde::. Das würde alt - hamburgischer Tradition entsprechen. — '.ton dem Grindel - Friedhof ist noch zu berichten, dast die Friedhvfs-Kapclle, «n welcher Häufig Leiche» eingestellt werden, «. Zt. gründlich renoviert wird. — 'Auf dem Gcmeiiidcfriedhof in Dt'le njen finden nur noch Beerdigungen solcher Personen s alt, die von alter Zeit Her reservierte Gräber Haben. — ü 'er kleine Friedhof der Gemeinde am R e u e n S t e i n lieg, welcher während der französischen Bclagerungszeit bei ntzk-wurde, ist zu seinem Schgtze mit einer neuen Mauer veritben worden. Er befindet sich.in gutem Zustande und ist häufig las Ziel von Besuchern, die ihn aus historischen. Gründen lesichtigc». — Der jüdische Friedhof in Bergedvrf stand bis i or 2 Jahren im Grundbuch auf Namen einer früher dort wobubaslen Familie Nathan. Der Vertreter der Familie bat die Gemeinde «ri'ucht, den Friedhof zu übernelimcii und für seine immeriiährende Unterhaltung zn sorgen. Nach Besichtigung des Friedloses und längeren Berhandlungen wurde zwischen der Gemeinde und der Familie ein Uebernahme-Berlrag abgesiililossen, l cr s. Zt. auch die Genehmigung des Kollegiums gesundeii Hat. i inzwischen ist die (Hcmeindg im Grundbuch von Bcrzedors uls Eigentümerin eingetragen' worden. Die (Gräber sind mit «iner Umzäunung eingefriedigt. Der nicht belegte Teil ist l>em dortigen Krankenhaus für seine Patienten, die sich dort i rgehcn können,-7 zur Verfügung gestellt. — Von In-, creiic mag es - fein, dast der Vorsitzende unierer »oin Mission, Herr- Heekscher, eriajhren hat, l^ast der jüdische Bc- (iräbnisplatz in E u x h a v e n nicht auf Gemeinde, sondern des Hambrrger Staates eingetragen ist. Bon iiahgebender Seite isp-uns die Versicherung gegeben worden, dast iicr Staat den Friedhof dauernd schützen n ird. | r Die Kapelle in O Hlsdoki ist im vcrilossenen Jahre baulich iberbolt und von innen neu:' gemalt woi den: auch sind diele Teppiche angeschafst, um Schsttz gegen Käl:c zu gewähren. Die Lege und :ReiHen auf dem Friedbos sollen jetzt mit Bezeichnun- >en versehen werden, um bekt Besuchern die Orientierung zu rleichtern. Auch sollen die uingciallenen iilrabsteine von Toten, ür deren Gräber keine Angehörigen mehr sorgen, auf Geneindekosten durch die Friepbofsgännerli wieder ausgestellt vcrden. Unsere Kommission bat ihr bcsonderesj 'Augeilinert stets auf ie würdige Jiistandbqlznng des EbrensriedhofS für die geallcnen Krieger gerichtet, so dast auch dieser Teil oes GotteStckers eine Andachtsstätte für die Bern andren und Freunde >er so früh Dabingeschiedenen «bildet. — Als bedeutungsvoll sei erner hervorgehoben, daß auf meine wiederholte Anregung Ijin Namen der dortigen »