Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 4 (1928)
- Issue
- 2 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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Nummer 2 Eine dritte Sitzung öes fand aber unerwartet en gendgrnppe der Agudoh (Gebiet des Lernens Hi Monate je 50 Mark bew Gemeindeblatt ms sand endlich am der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Kollegii ms sand endlich auh 1 d. M. statt; siebe» Herren nahsmeK an ihi teil:. die Herren Flörsheim, Dr. Levy und Weitzberg stylten cntschudigt. Auster der Tagesordnung lagen dem Kollegium eii > Antrag des Herr i Cohn betr. Religionsunterricht <n Staatsschulen und ein Antrag'des Herrn Pels betr. Abhgltnng von Borträgen vor. Sitzung vorzeitij es Ende. -Nachdem der Filieren sezensreiche Tätigkeit. auf dem Cohn schilderte, zunüchsi aus » drei lligt waren und die Herren M. Flörsheim und C. Heckschjer mit je i Stimmen gegen ji t meiste Zettel in die Kultuskomimissivn getiählt waren, beriet das Kojlegium über den Antrag des Boi standes aus Einsetzung cinkr aus zweien seiner Mitglieder und drei Mitgliedern den Kvlleginnis bestehenden Kommission, welcke über die Meinuns sverschiedenheit beraten solle, die über dal Inkrafttreten bei; Statuten besteht. Hier verlangten die Herilen Cohn, .Pels und Tr. Schlesinger — Herr Cohn untier ausdrücklicher Anerkennung auf die bisher vom Vorsitzenden bewiesene Loyalität fdass die Minorität in dieser Kommission e neu Vertreter — £ errn Dr; Schlesinger — erhalte. Die Majorität war auch bcre t, diesem Wunsche in der von Herrn G o t hold vorgeschlagch en Form zu entsprechen, dast das> Kollegium vier Mitglieder in die Kommission .entsende und den vierten Sitz Herr Dr. Schlcsing er erljsglte. Dainit war die Minorität nicht einverstg iden. Sie gab in einer formulierten Erklärung zu, daß cs kaum ein Unterschied sei, ob sie bei!f oder 4 Herren öinen Ber treter erhalte, wenn sie Gelegenheit habe, an der L nssprache leilzunehmcn; sie bczeichnetc cs ahec als eine» Asfro >t, wenn sie nicht auch schon bei 3 Herren esne^i Vertreter erhalle. Daher ivürden die Herren der Minorität bei einer Abstimmung über den Antrag Gotthold den Saal verlassen. Demgemäst verliesten die Herren'in dem Augenblicke, als der Vorsitzende zur Abstimmung schreiten wollte, den Saal, ivoraus der Bo^sipende die Sitzung als beichlustunsähig aushob. Sprechsaal Fiir diese Rubrik »trägtj die Schristleitung keine Bei an wortung.-. Nach den Wahlen. Nur ungern schreiben wir diese Zeilen, denn imi sind der Ansicht, es sollte von allen a» dem Ergehen des Hynagogenvdrbandes interessierten Kreisen weniger geschrieben und mehr .Positives geleistet werden. Herr E m David scheint sedoch anderer Ansiiht zu sein und veranlastt uns durch seinen Artikel.int Sprechsaal des letzten Gemeinbeblaltes zu nachstehende» Ausführungen, wobei wir schon heute bemerken, das; wir uns weitere Auseinand csetznugcn mit Herr» D. versagen werden,; Auf die in dem Artikel des Herrn D. wiederum erhobenen Behauptungen, welche schoy vor der Wahl entkräftet l »d wider-' legt wurde», ohne dc st! Herr D. oder seine Frcunde aus diese Entgegnungen etwa, antworte» konnten, unter assen lvir es nochmals einzugchen, weil wir eine Diskussion hierüber1 sür zwecklos erachten, solc nge Hern D. und seine. Fr. unde .ihre Wünsche und. Behaupt»»! e» ' durch nichts belegen.. Notwendig erscheint uns eine Erwiderung lediglich im Hiitblick auf zwei Momente, die Herr D. mi! ausführf: einmal die an de, Vorstand gerichteten .und weiter die sür die .Vertreter der Minorität im Kollegium bestimmte» Zeilen. Wenn Herr Dfeiltet: Artikel überschreibt: „Was erwarten wir von dem neue» Ddle >ierten-K illegiuni?", so aiitn orte» wir - hieraus: lzarmonische Zuiammenaibeit mit dem Vorstand! Tie als Erwartung ausgesprcchene Forderung des Rücktrittes des. gesamten Borstarrdes wird wohl io» keinem ernst zenommen werden, dem wirklich da6 Wohl nnes aus streng ge etzestrener Grundlage ruhenden Kulusverbai des am Herzen liest. Wohin sollte es denn führe», we in durch sich aus irgendwelchenGründen ergebende oder herbeiges ährte Majoritätsv rschiebn» gen jedes Mal der, Vorständ demissionieren müstte!! Besteht dann noch eine Gewahr sür die Kontinuität des Verbundes und die unveränderte Erhalt» ig seinei Institutionen?! . Die' Leistungen dös Vorstandes im einzelnen ai szusühren, würde zu weit führen, doch wir jragen Herrn Dav d: Wer sorgte während des Kr eges und in den« schwierigen Nachkriegsjahren für »ie Erhalt»tg der, Institutionell, die ja auch Herr D. nicht sn^etastet N issen möchte? Wer! bewahrte den Verband, der nach wie vor zu seiner Erhaltung aus die Beiträge seitens seiner s Mitglieder angewiesen ist, vor s sinanziellein Verfall? I '! Der mit Ausbietung aller Krast und Hingabe arbeitende Vorstand oder! die jetzt j egrciche Opposition Die Antwort auf diese Fragen t ürsen wir uns sva en, jede?! Seite 7 interessierte Mitglied des Verbandes kennt sie. Es erscheint uns aber angebracht, aus diese! Tatsachen in aller, Klarheit unb Deutlichkeit hinzuwefschi! Wir möchten der Hossnung!"Raum gebe», dast das neüe! Kqlseginm sich in seiner überwiegende» Mehrheit von der einzig und allein dem Wohl des Vejrbandes dienendcn .Arbeit des Vorstandes überzeugt und -alle Fragen gemeinsam gelöst^ werden. •' Ferner müssen die von Her n David zum Ausdrucks gebrachten Drohungen welche sich gegen die im Kollegilnii ' per blicbeiien Freunde >er »nterlegeiicn Gnivpe richten, ni>r aller Entschiedenheit zurükgewieje» weiden. Wir erwarten v»i deii Mitgliedern, des neuen Kolleginmc, dast sic von?tuSsül rnngen dieser Art keinerlei Notiz nehmen. Wir sind überzeug, das; unsere Freunde sich von Drohungen dieser Art nicht in enrsrrntestcn beejnslusstn lassen. ‘ Wir erwarte» von allen Delegierten, dast sie sic) bei ihren Beratungen und Entschlüssen nicht von einem neuen Geist, von dem Herr David! in der Wablliteratur so ost gesprochen hat, leiten lassen; iondem einzig und allein von den; wahrhait jüdischen Geist, um so Und nur so dem Wohl des Ve;ba»des und^ dein Frieden »iiserer Gemeinde zu dienen: dann >» d nur danit wird wahrhaft jüdische Klal Arbeit geleistet. Bernhard I.- Jacobson. Facvb 91; R o r h i ch i > d Beerdigungen auf dem Begrädnisplai» der iSemcinde fn Ohlsdorf. Dezember 1927. - j 1. Rvjebooni, Hen rette, Woibsenweg io! 87 I! ii. Zweig, Eva, K oslerallee ll: «> I. - Schlamm, Paul, Kausmann, Hansastr. >!!>: 72 F. . Stein, Laura g:b. Stern, Hannover, Rühintorssstr. " Schickler, Berth r -zzcb. Faiwwer, Tillstr. <i:!3 F 7. Leon, Siegfriet, Kauim., Hallerplatz 9: 41 F. Cohen, Henriette geb. Lazarus, Durchschnitt 1:. 7< S. Brau», Cclma geb. Loewe» hat, Grasiveg II: >j2 F Malhausen, Js< ar, Kauim.aiin, Psaucnwcg 6^ Z l l Hesse, Rosa geb. Scligman», pendnmm 23: 7l I. 12.. Leon, Bertba geb. Alerander, ' Wwe , -Grindelallch 17-: 73 Fahre. ll. Goldschmidt, Birtya geb. Meyer, Diltstr. l: >'.2 ,V, 15. Salomon, Marzarete geb. Kranz, Blanletieie. Siilldorier weg 34; 55 F.- 16. Michelsohn, Clasra, Bornstr. 22: 7«! F. , , Layucur, Dr. ined. Walter, Arzt, Hockmllee.lt»>: 5> F Cohn, Emma,'-^slindesstr.. 43: 76 F. « r 19. Flalow, Arthur, Künstler, Fulilentivieie 19: 43 F v. Ton, Minirif geb. Hest, Wwe., Brabmsaüee « 2t). Cohn, Fnlins, 'Kausmann, G Mclhaujen, Micyael, Kanim., 21. 23. 27. ,Ne»niann, Mathilde ged. Lohlw, Wwe.: Marienstr. 13 'Goldfeld, Bernhard, Kausm,, Hohelusrchaussee >23: Hosfmann, Loris, Kansmaiiiii, Gncisenausir.!3: 71 leritenr. 2: .u Grindelallee 21, Hs Kcndziora, Doi othea geb. Baer Goldsteiy straste 4; 89 ^. CluSmann-Rosejilbal, Louise geb. Winlerreld straste 8: 46 kmeindesteuer-Termin. 10. Febltrar 1 )28:. i^ie Nur-'Lohn- oder Nur ertragsteuerpsliciiligen haben bis F Wwe., Eichen 59 68 5. 75. o- Hainbnrgermeindesteuer jnt die Zeit vom-1. Fannar l!>27 bis 31. Fum 1928 zu zahle,'. . ' s Für .Sicuerrili htige, die'- „och nicht im Besitze iyr:s Ge inejndesieuerbrichcidcs sind, verschiwen sich die genannten Termine bis 3 Wochen »ach Erhalt »es Bescheides. Vorstand der Deutsch-Fsraelitischen Gemeinde. j Kapital 10 d. Mts. i t ihrer Ge L cffenKiHe ^.nittung. Wir erhielten:, von Herrn M. D. 20 Mark! als 'Ablösung der Danlsagnngen sür ihm erwiesene Beileidsb/zeuanngen, von Herrn Harens /B l a t t 100 Marl, und zivar >e 50 Mark sür das Füdischz/ Lehislingsheini und das Pilhgeheim der Gemeistdc, als Ablösung der Dänlsagungen sür ihm bei.ni Heimgang seiner 2.>fuiter, Frau Perl Blatt, erwiesene Beileids bezeugtMgen. Eine fernere Spende zur üfblösung von Danksagungen an alle, die ihn durch liufmerksamkeiit ersrentcn, überivies »ns Herr Tally M. Mainz. 1 ■ Für sämtliche Spenden danlen wir hiermit verbindlichst. Vorstand der Deutsch « Fsraelitischen Gemeinde. t