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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1928-02-10 · 2 (10.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
4 (1928)
Issue
2 (10.2.1928)
Date
1928-02-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I Nummer 2 V . *>' des 4. Jahrgang der Deutsch-!Israelit« eblatt emeiüde zu Hamburg Das Gemeindeblatt erichei x jeden Monats und wird all i der Deutsch-Israelitischer Hamburg kostenlos t am 10. eines en Mitgliedern Gemeinde zu »»gestellt Hamburg, K«., Februar tvridt. Druck, Verlag und Geschäftsstelle: M. Leßmann, ÄBC-Hof, ÄBC-Straße 57 Fernsprecher: Elbe 7910, 7911, Vulkan 8083. , Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N: M. N a t h a n, für den Inseratenteil: E Loos, beide in Hamburg Anzeigenpreis t>0 q p. 6gejp. Nonp.-Zeilr. Rede des Herr» Bürgermeisters Lchramm bei dein 'Weiznianii-Eiist'snna im eZeincindebanie am 1°«> '.»ioüfinbi'v 11 y Weftntlcn Sir mir jtmbeni im Namen aller .und! nicht, »ne in meinem Name», Eiäsw! der Deutsch- Israelitischen l?'-e meinde unsere,, kebbaslcii Dunt izu sagen für die liebenswürdlä-' Einladung zn dem heut gen Eipt'sange, mit der sie uns t,e ehrt hat. , i. I Der Herr Borrech.e' hat i'ar die: Deutsch Israelitische <',e meinde Sie, hvchvercltirtet Herr Prvseisar, liier begrünt. Diesen Grus; erlaube jch mijr für all die, die das : regster Teilnahine« ver berzlichste willlominei, gesucht liaben, nisi n! :ie, hochverehrte Ausbaues von Palästina genanick ,worden Palästina — das ist für weit grünere Kreise anszujprechen,!>,-ert, denk Sie ,zhr Leben'genüdniel, mit «ilzen. Alle.diese Ztreiie heis.en 2ie anss n >d srcuö» sich, dag Sie auch uns auf von Fdrein Werk zn berichten. >err Püoieisor, sind der Ervonent des .wiuiii. Der Ausbau von a das, iväs uns ergreist. Dein« was fliegt 'Sie ivo!len'dies Land nicht in diesem Werl's 'Sie wo!len'dies Land vernachlä sigl, verödet, teilweise völlig uutnlliviert -- der jgullur' z»sü!>ren, es wieder zu dem Lände machet, von deiien Fruchtbarkeit und Schönheit uns begeistert alte Hiioriler erzählen, und Sie wollen dies, getrieben^»»b beherrscht von der hohen schee, Astrein Polle die Heimstätte, bie esvor ^al rlniuderten sein eigen genannt, wieder zu schasse». Dies ideale Fiel, das Sie versoigcn, dem Cie Ihr ganzes Wirsen widme >, — diese Fdee,'der Sie ',»»>;{iel verhelseu ivolleit — das ist eben das,''was einen vattt in dieser Umwelt des .Materialismus, in der ivir leben.!. Die Ideen sind es — dhs'sehen wir liier wieder - 'die in deii Pordergrund treten nlid die un-: beseelen müssen, wenn >öir zu einem Fortschritt loiijiticu und ivenn mir in unserer Well zn eincin Frieden gelangen ivollen. Nur Fdecn vermögen - »iis höber zu führen! Und als den Per reler einer hohe» Fdee gestatten ivir uns, Cie, Herr Prvscii'or, liier in Hamburg ans das wärmste zn begrünen! i i‘ 9lcf)cmiäs Slnfon Nobel.) Bon Tr. EtH>ie» Mauer. Frankfurt a. M. Tie verborgene!! Unruhe, von der Nobel zuweilen ge tragen schien, ist zunj Teil tuch für sein äußeres Leben bezeichnend. In Ungarn am ,<». November 1871 ge boren, zieht er als Siebenjc hriger mit den! Eltern nach Halberstadt, wo gleichzeitig Klaus und Tomghinnafiunt den Grund zu feilfer Bildnug legen. Tann von 1892 ab 3 Jahre Rabbi ner'seinina! und Universität in Berlin, wo er das Glück latte, eine einzigartige Fülle hervorragender Männer c ls Lehre: zu finden: ESriel Hildesheimer. Tavid Ho fmann. Barth, Berliner am Seminar und an der Univei jität Zeller, Trcitschkc und Schmaller, Tilthen, Erich Schnlidt und Eurtius, Steinthal. Lazarus und Tu AoiS-Rey i ond. Hie: erwarb der junge Student seine reiche humanistische Bildung, aber zugleich hatte er in den talmudi chen Sti dien §inen so hohe» Grad erreicht, daß er jpttrpeife H ldeshcimer selbst im Schiur Rede mi Vielsachen Wunsclj hier ' im ') Wjr geben >i,s, 'Wortlaut wieder. : *) Der vorsteh, n», Aussatz ,..>1i«raelii', Berlin i -C 8 erschieüen. ist zuerst in der Festschrift vertreten durste, u ad auch .-iis Redner ragte er ilchon da mals unter den Seminaristen hervor. Bor dem vom -Leminar im als Privatrabbine Wreschen gewählt. Abgang Sevtemher 1895» war. er ir Berlin tätig gewesen, er wurde dann, in ___ „_ konnte aber wegen des Militürdien stes die Stelle niest antrcten und ^am 1897 nach Köln an hie Chevra „Talmud Tora". In Bonn. promovierte er mit einer Arbeit über' Schopenhauers Theorie des Schönen, in der cjr die. Abhängigkeit der Acstherik Scho pephaucrs von .Kurt nachzuweisen suchte. .Nac! dein er. bald darauf geheirrtet hatte wurde er an die. Gemeinde Königsberg berufen, scheint s ch aber ^dort nicht eingelelst zu haben, und vielleicht zw, iselte.er damals überhaupt an feiner Berufung zuiiu Rglwincr jedenfalls verließ :r die Stelle »ach einem hailfen Jahr und zog, nochmal? Student, nach. Marburg, um feine. Studien vor allem bei Hermann Eohen zu ergänzen Zu Cohen trat er. trotz aller Gegensätzlichkeiten, in nächste Beziehungen, und er war es. der denr große» Ten Ihr die schöne Grabscirist schreiben dnrite. Aus dergleich u Zeit stammt die^Freuiidschgst mit Leo Munk, bei. dessen 25 jährigem Rabb »er-Jubiliäum "Nobel die Festpredigk hielt, .lieber ein Jahr hatks er so ganz der Wsssenichail gelebt, nahm aber dann l.9l,l wieder eine Rabl^inerstelle in Leipzig an. Inzwischen war man auf den jungen Rabbiner aufmerksam geworden. Im Jahre liml, wurde er als zlvcite'r Rabbiner.nach 5)ambnrg und IPlO nach Frankfurt a. M. berusen: Hier" blieb er bis zn^seinci» Tod am Januc r 19LL. Tie Versuche Hermann Cohens, ihn »ach Berlin zi: ziehen, hatte er ebenso ausgtschlagen. wie de» Ruf aus daS Wiener Sberrabbinat. Tie eis Jahre in Frankfurt brachten alle Kräfte seiner Per sönlichkeit zn vol er. Reise seinem Tod, als l ätte das und wenige Wochen vor drohende Srlzicksal selbst de» ahnungslosen Freunden und Schülern einen Wink lge -geben, 'faßte die Feier seines 50. Gebuttslages noch einmal die wcitausstrahlcnde Wirkung seines Schafsens in beglückendem LZidcrhall .zusammen. .! "^lus drei Quellen strömte ihm die Kraft zu sokchem. Wirken zn : auS dem Studium und dep - Erkenntnis dös-- Gesetzes, aus dem Wort, aus der Berbuhdenheit niil der jüdischen Wirklichkeit. Ter kostbare Ring, der die Quellen faßte und! einte, n ar die sehr reine. Nird adelige. Menschlichkeit, die über di:sen ' kleinen Körper mit dtp herrlichen Stirn, den tiefet, dunklen Augen. Dt u seinen Händen ausgegossen war. Tie gleiche Menschlilhkeil. die sich in. der dankbaren Liebe für die treue Lcbensgenossiu. in der Zärtlichkeit für sein Kind, in der Anhänglichkeit an seine Freunde kundgabi Bei all dem war er im Grund eine einsame Natnr. In seinem Rabbinerberuf ging e^^Ilständig aus, weit entsernt aber> von jeder schckh^önxnhaften Betätigunc. der denkbar größte Gegensatz zum Religionsbeamten. Es war ein schönes Zeugnis.. für« die Urteilskraft fetr er Amtsgcn offen, daß der

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