Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 12 (10.12.1927)
- Date
- 1927-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 12 >' Edelstein gleiche, der Stein gefaßt Gdmeindeblatt der Deutsch-Jsraüitischen Gemeinde. Seite feine Feier aber dem Reise, in den wird.! Lasset nicht zu. daß jbie all- Zuvielen und allzu lauten Feiern des Chanukkafestis seinen Ernst und seinen heiligen Sinn zursickdrängen, zum Scha. den der jugendlichen Sechen und zum Schaden der Würde des Judentums. Das Delegiertes Kollegium des Tyna^ogenerbandes November,leine dreistündige össentelher erschienen waren di» Herren 1, Vorsitzender. A r n 0 ld E 0 h n. X :. E. 5) ccksche r. Tr. La n z - H. Offen hu rg, .Za nies hielt Dienstag, den liche Sitzung ab. zu Jacob Flörshei M a x Glückstad t. fron, W. Möller. VI. Pels und Dr. L. Sch le si n ger. Eine größerd Anzahl Zuhörer folgte den teilweise sehr erregten Verhandlungen mit sichtlichem Interesse. Bor Eintritt in die; Tagesordnung beanstandete Herr- Möller den Bericht dis Gemeindehlattes über die Sitzung " " ''' " — 18. September über fei» e Ausbff| Abänderung des Ttqtuts des des Kollegiums vom sührungen betreffend Verbandes. Noch während der , ,, .Erörterungen hierüber ersch encn im Aslftrage des Vorstandes des Acrbander die Herren Michael Flörsheim und Siegfried Leih, um ein Brld des verstorbenen Mitgliedes des Tel:gierten- Kollegiums. Tr. Mckx Burch Hardt, zu übirrcichen, dessen Anbringung im Sitzungssaal das Kollegium beschlössest hakte. Herr M. Flörsheim würdigte bei dieser Gelegenheit die Persönlichkeit bes Heimgegangenen nochmals mit warmen Wortenlganz besonders hob er hervor was er als Mitglied des Kollegiums, erfüllt von einem starken Pflichtbewußtscin, geleistet habe. Tie Erinnerung an ihn solle sein Bild wächha^lten und' das Kolleg! um zur Arbeit in seinem Sinne anspornen. Ter Vorsitzende des Kollegiums nahm 1 das Bild j mit Tankesworten entgegen. Dr. Burchüardt habe sich unter seinen Kollegen ein ehrendes Gedächtnis gesichert^ aber für die Nachwelt sei es nötig, daß sein Bild. zu ähnlichem Tun answrnend. auf sein Wirken und seine Verdienste zum Ie^en der ganzen Hamburger Gemeinde und des Verband« s hin weise. 4 Ter Vorsitzende brächte hieraus ' einige Br esc des Vorstandes zur Verlesung. In,eine Kommission, die sich mit den Gehältern d c r A n g e st c l l t e n des V e r bandes befassen soll, entsandte der Vorstand seine Mit glieder Herren Dr. Heckscher und W. Hsrsch. Tie Besetzung der Stelle einer Bürogehilfin, für welche das Gehal anscheinend vom Kollegium bereits bewilligt ist. gibt dem Kollegium Anlaß seinen grundsätzlichen Standpunkt dahin zu präzisie ren, daß keine Stellung im Mriande ohne Mitwirkung des Kollegiums besetzt werden soll. Ein Antrag des Vorstandes verlangt die Bewilli gung eines Betrages von 8 000 tiiH für den Umbau der Chorempore. Der Erörterung des Antages ist zu entnehmen, daß die Angelegenheit schon i bcr ein Jahr die Berbandskörperschaften beschäftigt; eir c Kom Mission, der seitens des Kollegiums die Herren Glückstadt und Offenburg angehörten, hat sie außerdem eingehend geprüft. Die Erörterung schließt /mit der Annahme des Borstandsantnqges und mit dem Ersuchen an I die Herren Glückstart und Offenburg, in der betreffenden ' Kommission zu verbleiben und bei dem Umbau auf sparsamste Kerwen düng der bewilligten Summe zu achten. Eine Anregung des Herrü Dr. Schlesinger, der Pflege des G> meinde gesanges in den Gemeindesynagogcri größere Aufmerksam keit zu widmen. wird dein Vorstände gleichzeitig zur Beachtung übermittelt. Eine Mitteilung des Vorstandes besagt, daß die Ersatzwahl für die satzungsgemäß aus dem D^e gierten-Kollegium ausscheidendcn -Herren Glückstadt. Tr. Hcckscher und Möller sowie die Ergänzungswahl für de» verstorbenen Herrn Tr. Bisrchhacht ans Sonntag, den 11. Dezember, angesetzt sei. Für die Auszählung der Stimmzettel werdest die Herren Cohik und Flörsheim delegiert. ,; , Eine weitere' Mitteilung des Vorstandes betrifft die Behandlung von Beratungsgegcnständen, für welche, west» der Berichterstatter-richtig verständen hat, das-Kollegiuindic O e f f e n t l i ch k e i t der Berätung wünscht, während der Vorstand Beratung in geheimer Sitzung be antragt.. Bei solcher Meinungsverschiedenheit sollen der Vorstand unter Zuziehung des Vorsitzenden des Kollegi ums beraten und letzterer, falls der Vorstand bei seinem Anträge verbleibt, über diese Stellungnahine des Vorstandes in geheimer Sitzung berichten. Ein T ri n g l i ch k c i t s a n t pa g des Vorstandes verlangt die Zustimmung des Kollegiiuns zur Ausschrer b u n fl der Stelle eines S ch a u ch e l.' deren Norwendigkeit mit dem Alter der gegenwärtigen Schauchtim und der gegenwärtigen Lage der Sch'chitoh begründet wirdtz Ter Vorstand will möglichst mit dieser Stellt.die eines zweiten Vorbcters und'- (oder) Tosavorlesers vor binden. Tie Anstellung eines Weiteren ^chauchet hält auch der Oberrabbiner für! geboten. ' Die Erörterung dreht sich hauptsächlich um oie Frage.. ob nicht grundsätzlich; die 1 Verbindung des wichtigen Schauchetamtes mit anderen wesensfremden Acmlern ab gelehnt werden soll, zumal das!: Schauchet Amt einen ganzen Mann erfordere und eine Kchilloh von der Be dcutung der Hamburger, in.' der Auffassung von diesem Amte beispielgebend sein müsse. , In,diesem Sinne äußer» sich die Herren L f f e n b u r g -und Dr. Schlesinger!, während sämtliche anderen Redner für den Vorstands! anträg, teils aus finanziellen Gründen, teils unter Hilst weis auf die Tatsache, daß der Schwerpunkt der Ent! scheiduug doch bei dem Oberrabbiner liege, für den Vor standsantrag eintraten. ''. ,; Unter dem Eindruck der wit^erholtz'n Ausführungen der Herren L f f e n.b u r g und! Dr. Schlesinger vovjh aber doch beschlösse», da!ß in der Ausschrei. vm,g nur ein' Schauchelj gesucht werden soll. Eine etwaige Ucbcrtragung weiterer Aemter aii den Kandidaten soll zunächst gar nicht zur Erörterung stehen. Ter letzte Punkt der Tagesordnung betrisst den An trag des Vorstanoes, der, I s r a e l i t i s ch e n Mädchenrealschule für das Fahr 1927 ein Darlehen von 3 000 M k. zu bewilligen. Mit diesem Anträge verbindet der Vorstand die Mitteilung./ daß erdem in geheimer Sitzung - beschlossene» Initiativ - Anträge des Kollegiums, der genannten Schule sür das Schuljahr- 1927.28 eine Beihilfe von <>000 Marl zu zahlen, nicht bcitrete. . Tie Erörterung des Antrages führt zu -einer leidenschaftlichen Auseinandersetzung. Das Tarlehen wird in namentlicher Abstimmungl mit 8 Stimmen gegendie des Herrn Dr. L a n z k r 0 g bewilligt. -. Es folgt eine geheime- Sitzung. ' Eine weitere Sitzung hielt das Kollegium am Tiensi tag, dem 29. November; ab. welcher Herr Tr. Heck sch ej anstelle des erkrankten Herr» Flörsheim präsidierte, und l