Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 11 (10.11.1927)
- Date
- 1927-11-10
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Nummer 11 3. Jahrgang der Deutsch - Esraelitis meinde zu Ha' bürg DaS Gemeindeblatt erscheint am 10. eines jeden Monats und wird allen Mitgliedern der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Homburg kostenlos »ugestellt. Hamburg, Iv. November 1827. Druck, Verlag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, ABC-Hos, ÄBC-Straße 57. Fernsprecher: Elbe 7910, 7911, Vulkan 8883. Verantwortlich für den r.daktioneslen Syndikus Dr. N. M. N a tjjta n, für den seratenteil': E Loos,leidem Hinnl Anzeigenpreis 60^) p. ßgesp. Sloap Teil: Z° Jnbsurg ile. derlegt. rüchtc verbreitet tung des Deutsch daraus hinsteuere, Mit Schreibe« vom 50. Oktober d. hat der Vorstand des 'Synagogen Verbandes dem Vorstande der Gemeinde von der nachstehenden Erklärung Kenntnis ge geben, welche Vorstand und Delegierten Kollegium des Synagogen Verbandes am 25. Lttober einstimmig be schlossen habe». Glc chzeitig hat der Vorstand des Syn agogenverbondes der Vorstand der Gemeinde um Veröffentlichung der Erklärung in dieser Nummer des Ge meindeblattcs gebeten. Wir entsprechen hiermit der Bitte des Synagogen Verbandes und veröffentlichen gleichzeitig dix Antwort, welche der Vorstand der Gemeinde unter dem 6. d. Mts. an den Synagogen Verband gerichtet hat: Sechs Jahrzehnte sind verflossen, seitdem den hie sigen Gemeindeverhältnisscn eine endgültige Gestal tung gegeben wurde. Diese hät in ihrer einzig da stehenden Eigenart in dieser' langen Zeit die. Probe bestanden. T«Z zur Zeit bei der Gründung des Deutsch Israelitischen Synagogen- Verbandes ausgetretene Befürchtung, es könnte der - Deutsch Israelitische, Synagogen -Verband sich ^möglicher weise zu einer „Konkurrenz-- Gemeinde" für die Deutsch-Israelitische Gemeinde auswachsen. ist durch die Tatsachen glücklicherweise vollständig wi Umso r »begreiflicher ist, das; zur Zeit. Gewerben, als ob die 'jetzige Dcrwal- Jsraelitischen Synagogen'-Verbanden das Verhältnis de» Deutsch-Israel. Synagogen Verbandes zur Deutsch-Israelitischen Gcineinde zu lockern oder gar zu lösen. ' Ta solche Gerüchte den Frieden in unserer Ge ' meinde stören, sei hiermit in aller Form erklärt, daß solchen Ausstreuungen keine Spur von Wahr Heck innewohnt, daß kein Mitglied unserer Verwal trmg derartiges angcstrebti hat oder anstrebt, daß im Gegenteil bei allen, diesbezüglichen Beratungen und Beschlüssen die Aufrechter jaltung der vor sechs Jahr zehnten sestgelegten Verhältnisse unser Ziel ist. Möge diese Erklärung ihren Zweck erfüllen, die durch die umlaufenden Gerüchte. Jrregeführten auf zuklären zum festen der! Deutsch-Israelitischen Ge meinde wie uissetes Verbandes, zum Segen für die Hamburger jütische Gesamtheit. i Vorstand des Deutsch-Israelitischest Synagogen-Verbandes Michaels Flörshei m. Vorsitzender. Abraham .Sjcrffciei, Willy Hirsch, Eäsar . Eleve. -Siegfried B. Levy. Delegierten-Kollegium des Deutsch-Israelitischen Synagogen-Verbandes Jacob Flörsheim. Vorsitzender. Arnold A. Cohn. Maz Glückstadt. Dr. jur. Cäsar Hockscher, Tr. med. G. Lanzkror. William Möller. N. H. Offenburg, James Peks, Di. phil. Liepmalin Schlesinger. Auf diese Zuschrift hat. wie erwäh»t.^üer Vorsthnd der Gemeinde am <>. d.. Mts. geantworie^: An den . X ' .Vorstand des Deutsch Israelitischen Synagogen Verbaut es. ’ i ' •' Hier Wir bestätigen den Empfang Ihrer am'50. u, V ls. eingegangenen Zuschrift vom gleichen Tage und H’i ihr anliegende» Erklärung. Ihrem Wunsche gen äs; werden wir die letztere zugleich mit dieser unserer Antwort in der nächsten Ausgabe des Gemein >e ' blattes zur Verössentlichung bringen. Welche Art von Gerüchten im Umlauf .ist, ist ins nicht bekannt, und wir Können uns, angesichts auch der Tatsache, daß Sie die Erklärung bereits zu, Verössentlichung gebrächt haben, des Gedankens nicht erwehre», daß der Hauptanlaß für diese in den bevorstehenden Neuwahlen zum- Delegierten Kelle gium Ihres Verbandes zu finde» sei. Wir müssen ferner hinzufügeu. daß wir eineRcihe von Vorkommnissen, die sich i», Laufe der Jazre ereignet haben, nichtmit der in Ihrer Ertlärr ng ausgesprochenen Gesinnuitg. in Einklang zu bringen vermögen. Zu diesen Vorkommnissen, die sich ns in die allerletzte Zeit erstrecken, rechnen wir a ich diejenigen Punkte, die in unserem letzten Briefwecl sei einschließlich Ihres erst am 51. Oktober bei uns ein > gegangenen Schreibens von; 28. Oktober ') erörtert wor den sind. Auch indiesen Punkten können wir. was wohl keiner Hervorhebung bedarf, uns Ihrer An sicht nicht anschließen, sondern müssen die unsr ge für > ie richtige, gerade auch im Sinne Ihres Schrei , bens vonr 50. Oktober gebotene, erachten und auf recht erhalten.' ' I Gooß aber würde unsere Befriedigung sein, weh!» wir Ihrer Erklärung die Versicherung entpehmL, dürsten, daß Sie bereit sind, in Zukunft sich in Ihren Besck>jüssen und 'Maßnahmen von der ch dieser ausgesprochenen Gesinnung leiten zu lassm In diesem Sinne würdet, wir dann in einer meinschaftlichen Besprechung der beiderseitige» V^ waltungskörpcr, das geeignete Mittel sehen, um ein, r gedeihlichen Zukunstsentwicklung klare Bahn t schaffen. Hochachtungsvoll ( Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde gez. A l s r e d L e v y. Z> Betrifft Meinungsverschiedenheiten betr. Aeusteruih, des Statuts des Synagogen-Verbandes. und betr. die raelitische Mädchenrealschule. <Bgl. Gemeindeblatt Nr. 1 Seite 4.) Schriftleitung.