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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1927-10-10 · 10 (10.10.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
3 (1927)
Issue
10 (10.10.1927)
Date
1927-10-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nummer 10 s\\yj // 3, Jahrgang der Deutsch - Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Das Gemeindeblatt erscheint am 10. eineS' jeden Monats und wird allen Mitgliedes» der Deutsch-Israelitischen Gemeinde ju Hamburg kostenlos zugestellt. Hamburg, IO. Oktober 1927. Druck, Verlag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, ABC-Hof. ÄBC-Sttaße 57. Fernsprecher: Elbe 7910, 7911, Vulkan 8683. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. N a t h a n. für den Inseratenteil: E.Loos^ beide in Hamburg . Anzeigenpreis 60 p. Kgesp. Ronp.-Zeile. Ihre Glückwünsche zum Jahreswechsel haben in dan kenswerter Weise durch Spenden abgelöst: Herr und Frau Salo Bat, ,A „ ,. Oberlehrer Badrian, Dy S. Bajruch. ,. 9JJJ Bauer: Frau M. Bauer,' ' ¥ „ Brnharo G. Beh r.e n d. ,. Emilie B e n s ch e r. ' ,. Max Blö!de, ,. 1S. B u t t eiiw ie s e r. ,. H n r y C hl a s s e l, T>. Moritz Cohn. „ Siegsried Emanuel. ,. E : n st F i n k. ,. T. Fink. ,. Jrcob Flörsheiin, ,. E ) g a r Frank. , „ G l F r i e d b u r g,! ,. S a l o in. Goldschmidt, „ Louis Gotcklieb. „ Bernhard H ein em a n n. /, Gustav He i nein an n. „, 33eit Hirsch. „ C H.. Schlüterstraße. - „ D^. F. Jacobi, Joseph Ja cpb.se n. Frl- Frau Dr 3 He eke Ki r m. K i H r g o K u Verlag . Mg Herr und. Frau 'S, „ „ „"Arthur Levi,. „ „ ,. „ Iw an Li „ „ ,. Siefim. „ „ „ Alfred Leßman n, I. Lepin. vy. Lion, isser. Jacob Lübeck ,, „ % N.. „ ,, . Dr. N. A „ „ A n ton 3 „ » Pa i l i n.e „ „ .. PH lipp „ „ Sk gfrie 'V L u »w ig M a x Petitz, Oscar SPolack. „ ,. Julius Sch wa'rz. „ „ Tr. I. S c > u m a ch e r. „ „ Siegln. Simon. „ ,.i Tr. Tannenwald, „ „ Adnolf Warisch^ „ „ Jo» Weihsker, Spendern unfern herzlichsten Tank. Borstaud der Deutsk,-Jsrdelitischeu (Gemeinde. Allen ppel, g e l m a n », g e l m a n ii, . Nathan, athan. Pein e, P e i ii <*j t> P c i h e, p e l s. ■ Die Schulpolitik der Gemeinde. Von Dr. Ernst Kalmus. Seit über 3 Jahrtzn hat di*t Vorstand der Gemeinde' mit dem Kuratorium dir privaten Israelitischen Mädchen realschule (Bieberstraß^) über deren Verschmelzuii; mit der Töchterschule der Gemeinde (Earolinensträßei per handelt. Tie Verhandlungen sind gescheitert. Wcf trägt die Schuld daran? War eine Einigung ir»irnicht möglich? Beide Teilci und alle Sachkenner waren und sind sich doch dessen gewußt, daß der Zusammenschluß aus pädagogische», sozialen und finanziel len Grü-nden, ein« Notwendigkeit ist, und daß das Wohl unserer Jugend uns höher stehen müßte, als Partciintercssen und Prestigerücksichten. Hat die Gemeinde versagt oder unerfüllbckre Forderungen gestellt, oder hat die Verwaltung der Privoitschule es hn Entgegenkommen fehlen lassen? Diese Frage Muß, gestellt und vorder jüdischen Oefsentlichkeit klar und eindeutig beantwortet werde,» Worin lagen bei den Verhandlungen die Schwierig leiten.? i Nicht, wie leide« so häufig, auf finanzibllem ^Ge biet; denn die Gemeinde war sich ihrer Verpflichtung, bewußt und zu jedem C)pfer bereit. Tie Mehrbelastung ihres Etats konnte gegenüber den eicheblichen Mehrkosten, die die jüdische Gesamtheit bei getrennten. Schulen heute zu tragen hat, nicht ins Gewicht fallen. Von beiden Seiten wurde ber hohe Wert der jüdischen Einheits schule anerkannt: nit .alle» ihren Vorzügen — der gemeinsamen Grundschule, der Ausschaltung aller Standes unterschiede, dem Aitc leseverfahren nach Begabung —wäre sie durch den Zusabimeiischlnß der beiden Schulen mit einem Schlage geschaffen worden, Dem staatlichen Vorbild entsprechend, wäre!üamft für unsere weibliche Jugend dasselbe erreicht wovden, was die Talmud Tora Schule für die Knaben durch inneren Umbau zur Durchftthrung gebracht hat. Die natürliche Entwicklung der letzten Jahre ging dahin, daß beide Schulen aufeinander angewiesen waren. Schließlich hätte auch die räumliche Bereinigung keine Schwierigkeiten bereitet, da das gxoße und üllen hygienischen Ansprüchen genügende Schulhaus der Ge ineinde reichlich Platz für die vereinigten f>00 Schülerinnen geboten hätte. . ' Ta somit altes dem Zusammenschluß günstig schien, ergriff die Gemeinde in dankenswerter.Weise die Initiativ»' und brachte die Perhändlungen im Lause der Jahre, so oft sie auch stockten, immer wieder von neuem in Fluß. Sie stelltefür sich keinerlei Forderungen, außer der einen, und, wie man zugeben muß, selbstverständlichen, daß, wie. in allen ihren Instituten, ein Vorsteher an der Spitze der Verwaltui g stehen solle. 1 Pädagogische und finanzielle Punkte spielten nun auch in den Verhandlungen keinerlei Rolle. Alle münd lichen und schriftlichem Auseinandersetzungen drehten sich

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