Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 9 (10.9.1927)
- Date
- 1927-09-10
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 9 I - ° I 3. Jahrgang Gemeindeblatt der Deutsch - Jsraelitischen^Geineinde zu Kami - t Das Gemeindeblatt erscheint am lO.Jeincä jeden Monats und wird allen Mitgliedern der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg kostenlos mgestellh'! Hamburg, Lv. Leptember ISL7. Druck, Verlag und GelMstsstelle: M. Lehmann, ABC-HoWlBE?2ttave 57.; Fernsprecher: Elbe 7910, 7911, Vulkan 8*183: Verantworslii Syndikus' serttenteil: Anzeigenpreis *>0,3 Pligesp. Nonp.-Zeile. ich für den redaktü ^^Teil: r.N.M.Tsiazhan, fiU utn Jn- E. Loos: beide in Hamburg Ablösung von Rausch Zur Ablösung von Rü nehinen wir Spenden entge mung der Spender wohltäs der Gemeinde beste Mden werden. Soweit biß Spendck von ihnen gezahlter Ablöl stimmen, wird der! Vorstand I Die Ablösungss icnden s»d zu zahlen in bar bei der Kasse der Gemeindi, wocheiß an das Postscheckkonto der Gruß Von Rakb kchonoh Glückwünschen. sch haschonoh Glückwünschen ü, welche je nach Brstim fen Zwecken bezw. den in ihlsahrtsanstalten zugeftthrt über die Verwendung der rgsbeträge nicht selbst be ser Gemeinde entscheide». iglich vpn 9—l Uhr, oder Mcinde, Hamburg 499, oder an eines der Kontur der Gemeinde bei der Deutschen Bank oder der T esdner Bank, Depositen lasse .Har vestehude. Tie Namen derjenigen, welche ähre Rausch haschonoh Glückwünsche bei uns ablöse», werden, von uns in de» zu Rausch l-aschom >h erscheinende» .Mitteilungen, außerdem in der Oktobernummer des Ä r m riub e blattes bekannt gegeben werden. Zn Anbetracht der Not vieler Hilfsbedürftiger bitten wir, der vorstehenden Anregung nach Möglichkeit zu entspreche». Borstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. dem ill Neujahrsfeste! Tr. N. A. Nobel s. A. Einkehr halte» in unsere Häuser Das Neujahrsfest n und Herzen. Ist es ein Fest der >ka Des einzelnen oder per Ter Jugend oder des Ter Erinnerung ohfr Ter Vergangenheit pbfjr der Zukunft? Es feiert die schöpferischen Stunden der Welte»werdu»g, t Machtgebärde i» die Wirklich als „dies All m feiten brach".! Es will uns selber sä feiern heißt, dgs rufen zu schöpft« cher' Betätigung. ,Stoßet am Neumoind ur. oder der beschichte? Gesamtheit? Alters? der Hoffnung? öpferisch machen. Es spricht zu uns:>D:n heiligen Gott als den Schöpfer- Letzte und Tiefste in uns auf in das Schophar! Machet die Nacht der Mondverhüllung ,zpM j Tage unseres Festes! -l Denn das ist die Gasung Israels, Das ist das Recht des Göttlichen in Jakdb." Tas also ist der Ujrfi in der Melodie des Schoptrar. TaS ist sein Melos^: nachet die Nacht der Mondverhül lung zum Tage unseres Festes. Ist also das Melos des Schophar, des Neujahrsfestes, des Judentums! iin die Schicksale des 'Mondes ge knüpft? Die Wissenschaft weiß, daß der Abstand des Mondes von der Erde wohl |an die 400 000 Kilometer beträgt. icr Erhellung' und den! Nenschoji an die Natur 5rzittern rwr der über Eine Zahl, der Menschlichen FassungSklla-ft - kaum noch vorstellbar. Und doch ist dieser Abstand verschwindend gegenüber dem ( Abstand, der sich zwischen dem Schicksale des Monde-, seiner Verhüllung und sei Schicksalen des Menschenheijzeus austüt: Aber dem war nicht immer so. Tie äußere Gebundenheit des und ihre Gesetzlichkeit war in per ljrzeit eine inner liche Verbundenheit. Im Mcnschenherzen war das ragenden Gewalt des Natulrhasten.^ Alles Schöpferische der Menschenkeele. erjchöi'ste sich darin, sich dem Sklavenjoche der j Natur zu unterwersen/ das Schicksal des Naturhaste t uncrlost >n tragen, l -Aller, wissenschastliche» Erkegntuis bar, der wahrhaft be ' freienden Mächte des religiösen Gedankens noch nicht teilhastig, lebten die Urvölker die Nacht ihres Wahnes. Die Mondverhttllung war ihnen ei» Fest der Furcht. Das gewaltige Gestirn schien stsin sreundlirhes Vi-nt ver sagen zu wollen. t Sei»!geruhigl^s Wandeln, düs die Finsternis der Naeln erleuchtete, schien von ff inen Bahne» ab^uirren. ilrmselige Mächte einer irreligiö en Religion erwachten.« unkelheiten schwangen sich von verdunkelte» Himmel hernieder. unkelheiten schwalngcn sirh aus >e>» vredunkelten Erden leben iviedsr empor. - I» dem wechselnden Rhuthmus de-s- Naturgeschehens schmeckte der Sklave nicht die -üßigleil des Rhrnhmus, sonder» nur die Bitternis des* Wechsels. Sei» verdüstertes Auge schanle nicht den Segen der Ge setzlichkeit, sondern es sah de» Fluch der Willkür. Sv entfremdete sich die Seele ihrcu'i Eigensten Tas Erhabene tauchte sie in Ni An Kleinheit berauschte sich der uannte sie mit dem holden? Wenn die gefürchteten Nächte i Mond sein Licht der Erde Welten lichtvoll zu umkosen als die ruhende Nacht, die Erdfthtungen des und die Schatjen der Schrecknisse. drigkeite». Menschengeist und be auien: Religio», iahten, in denen der -abwandte, um andere bann nahten, dunkler Wahnes Was war mit dep strahlenden (S worden? . die - «o»»e, ne zu Drohte die mächtigere Schwestei verschlingen? War sie im Kampfe mit der Gottheit des Tages, ver .zweifelnd unterlegen? Oder wollte sie selber, die Machtvolle, den « zitternden - Erdensoh» strafen für Sündje und Schwäche?; Wird sie sich dem Sterblichen Gnadenreiche, seine Nächte überstrahle»? ottheil des Mondes ge wieder zuwenden, die wieder mit Helligkeit l' I