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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1927-03-10 · 3 (10.3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
3 (1927)
Issue
3 (10.3.1927)
Date
1927-03-10
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nummer 3 I Gemeindeblatt dhr Deutsch-Israelitischen Gemeinde. «e Mädchenrealschule den Subventrönsantrag dts Bor standes ab und fpricrt diesen aus, unverzüglich.die nunmehr von beide li Seiten gewitnschten Fusions- Verhandlungen znm Abschluß zu bringen und zwar auf Grundlage der nun Vorstand in seinem Schreiben vom 7. Juni o.l Fs. niodergelegten Richtlinie».') Für die Tauer der Fusionsverhandlungen bca» tragt das Repräsentanten! Kollegium, der Mädchest realschulc ab l. Avril 1k>Z7 eine Subvention /von -monatlich 1000 Mark, vorerst nur für •"> Monatezu gewähren' , Bon dieser R e f ir l u t i o n selbst wird der erste Satz gegen die Stistinie des Hcr^n Tr. Spitzer, der zweite Satz nebst dem ihm folgfnden Anträge mit übereinstimmender M Schluß lft';. Ulnl j - n. Sitzung des ^Velegierten-Kollegiums des Synagogen-Verbandes. Unter tie», Vorsitz des Herrn F. Flors b e i in dielt das Kollegium am 33. v. Mts. eine Sitzung ab. Zum Protokoll der letzten j 3161111(1 bstönte Herr (5 o h n, daß er vorgeschlagcn habt, die Frgge der Anstverlnng des Synagogenbau Tarlcstcns einem Schiedsgericht zu unter breiten. Herr Glückstadt mnängelt die Berichterstat , tung des Gcmeindcbllattes, die mit dem Protokoll nicht übereinstimme und b|ic Schärfe, die den Ausführungen der einzelnen Rednet gegen den Gcmeindevorstand zu entnehmen war, nicht wiedergegeben habe.. Herr Tr.. Bnrchardt bemertt dazu, daß der Bericht objektiv richtig sei und daß er sich gerade darüber gefreut habe, daß die Schärfe der Ausführungen nicht besonders be tont worden sei. Rach feiner Meinung liege keine Per anlassnng. zur Beschwerde vor. Tie Herren M ö l l c r und Glückstadt glaube», daß das gesamte Stimmungsbild nicht richtig sei, sie. weisden aber von Herrn Tr. L a n z k r v n - darüber belehrt, daß rin Pressebericht kein Sitzuuasproto kolb sei und daß mau einem Berichterstatter keine Vor chew könne, wie er eine Sitzung c ein Stimmungsbild zu geben gäbe, hält den Bericht filr objektiv; er habe der Sitzung nicht bcigewohnt, aber gerade aus Proto koll und Bericht den gleichen Eindruck gewöhnen. Ein Antrag des Borste »des auf Bewilligung von l»0<>Mk. für eine Renovation der Ehuppoh wird a-ngenommr i, »ach bcm Herr Kleve als Kommissar des Vorstand-'' lne Rot Wendigkeit begründet hatte. .Herr Cohn bemängelte eine solche Ausgabe für llic Eliupyoh ). .Klasse als nicht notwen dig, da im letzten Fahre beim Verband überhauot. nur 18 Trauungen, davon wohl höchstens drei »st dieser Ehuppoh, vorgekommen -seien; man.solle lieber mehr als bisher daraus hinwirke i, daß die Trauungen! nicht zu anderen Verbänden abttgndertcn. j Ferner lag ein Antrag des Vorstandes auf Bewilli gung von 5000 Mark zum Umbau der Choreiypore ,ci schriften darüber lim aufzufassen und wie e Auch der Vorsitzende in der Gemeinde Syna begründete den Antrag Architekten Enge l und gogc Bornplatz vor.. Herr .Kleve »nd verlas zwei Gutachten der Obcrbaurat Tr. H ä r t l r n g. .Herr Engel schlägt vor, die Empore 2 Meter in der Sun agogenraüm vorzulcgen gardervbe als Ausganc durch Vermittlung der gegeben hat,, rät, die und eine Verbindung zur Frauen herzustcllen; .Herr Härtling, der Baudeputation sein Gutachten ab Empore »yr 1,30 Meter vor, aber 1 Meter tiefer;» legen: er verspricht sifh von *) Vergleiche die Vorltands-Vorjchlägc S itc dieser Ausführung eine liessere akustische und ästhetisc»' Wirkung und auch bessere Lüftung als von dem Engel'cb Projekt. Test Vorstand hat' sich aber für den Engelscheu Plan entschieden. Herr , M ö l l c r-beantragt die Ein, sctzung einer gemischten Kommission zur Prüfung beide- Projekte'. Herr Osfenhurg schließt sich ihm au »nd' schlägt vor, die Vorzüge beider Projekte zu vereinigest und dir Empore 2 Mcster vorzuzichen und > tlierei fieser zu legen, dann werde es I möglich sein, dst uushmi,.- Holzverkleidung zwischen. der Euivore unddem Boden der Frauensnnagogc svrtistllen lzu lassen und die Säulen geschmackvoller anzulegen. Hcstr Tr. Lanzkrop weist darauf hin, daß die Ausführung dieser notwendigen Anbei: wiederum verzögert werde dadurch, f daß der Vorstastd Ist-."- iviivvuiiu vuyiuui, , *■•'«!) a*» » V dem von ihin veranlaßtän Asttrag aus Schaffung ständigen Baiikominissivst ohne zureichende Bc,riiy düng seine, Zustimmung versack habe. Ter. Antra, des Vorstandes auf Bewilligung der Mittel wird abgclebsti und der Antrag ,a»s Bildung einer gemischten Komm ssioist angenommen und in die Kommission die Herten Gl üb st a d t und Osse n.b u r.g gewählt. L Ter Vorsitzende verlas sodann' eine Eingabe von s Besucherinnen der Kohlhöieu Synagoge, welche um Ä scitignng der unwürdigen,- neugtschasseneii Frauenabickiluhg bitten. Tsc Beratung der Eingabe wird, mir dem Ajt trage, des Herrn Tr. Lanzhro.ii' ans Entfernung des nengcbgutkn Tamenabteils di ster, Znnagoge verbr »den Eist Herr Kleve erklärt, der Pstrstand habe dieselbe, gäbe erhalten und uverde in se ner nächstes! Sitzung üb»-!» sic beratest. .Herr Tr. Lauzkrön begründet seiney Antrag und fragt, ob es nicht besser >ei, den unwürdig, |i Anbau zu entfernen .als die Tamcn, die ständig dfii Gottcsdien l in der Hynagoge-. besucht hätten. Hexr Möller, welcher seit l8 Fahren §i»ragogenkommi'>gji in der Konlhösen Synagoge ist, verstehij nicht, wie jcmaäd mit dem .scM bestehenden üstistaich nicht zufrieden sein kann Sofange die Nebenfrmagoge im Winter' lenutzt wsrd, müßten die Tämcn zurückgesept werden. ' Von. dem vorher als Tamenabteilnng benutzten früheren G'chj derobcnraum ans hätten die Frauen nichts sehen könnest, das könnten sie auch jetzt nicht: , dafür sei aber, die Bje leuchtung und die Beheizung der Tamenabteilung jeyi erheblich besser geworden. Er halte es nicht für. nöiräs auf die Eigenheiten der Unterzeichnerinnen der Eingabe' einzngchen, da er glaube, daß die Erregung nur. künstlich in das Publikum hincingctragen «worden 1 hx- .* ltiji die Autorität des Verbandsvorstandes »nd seiner Orgäiie zu. untergraben. Fn einigen Wochen. werde die Hauvtfnn agoge wieder in Benutzung genommen und^ der Anbai« sortgenommen werden: was im nächsten Fahre geschehen werde, könne man jetzt noch nicht wissen. .Herr E v h i, hält den Wunsch der Besucherinnen des Gottesdienste.- sür ausschlaggebend und ist der Ansicht, daß die gan e Angelegenheit nicht' solche Unruhe^ verursacht Hüfte, wenn eine Baukommissiou dem Vorstand mit Rat zur Sei e stehe. Herr O-stsenburg wendet, sich gegen-die Aut sührnngcn des Herrn M ö l l i-lr und meint, daß nicht -. Prestigefragen ausschlaggebend seien, »ondern lediglich die Frage, auf. welche Weise mast den Besuch des Gottes dienstes, der durch die verkehrten Maßnahmen der Bet waltnng gelitten habe, wieder heben könne. Herr K l e p e führt ans, daß den Vorstand keinerlei verfönliche Rück sichten leiten, daß er vielmehr versucht habe/ die Ap gelegenheit i» einer alle Beteiligten znsriedenstellenden' Weise zu .regeln, daß aber der Oberrabbiner ans religiösen Gründen eine Aeuderuua der "llnlnae. etwa, durch Fenster mil Gardinen oder biintcm Glas, nicht etlaubt habe.

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