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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1927-02-10 · 2 (10.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
3 (1927)
Issue
2 (10.2.1927)
Date
1927-02-10
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Nummer 2 als ihre reiche erzieherische und befruchtende Arbeit jn dem geschlossenen Kreise ihrer Brüder. Unsere.herzlichsten Wünsche grüßen die Henry Jones Loge ans ihrem Jubcltage und geleiten sic in das fünfte Jahrzehnt ihres Teins und ihrer Arbeit. n. Abrechnung und Verm'ögensaufstelluug der Gemeinde für das Jahr 1925. In der Sitzung des Repräsentanten Kollegiums der Gemeinde vom 17. Januar 1927 sind die Abrechnung und dsie Vermögensausstellung der Gemeinde für das Jahr 1925 nach eingehender Prüfung durch eine Kom Mission genehmigt worden. Wir bringen in Nachstehen dem beide Ausstellungen nebst einem Auszug aus dem Berichtr des Vorstandes-zur Veröffentlichung - 1. Abrechnung für das Jahr 1925. A. Einnahmen. Tie Steuereinnahmen waren auf 4 7ö 000 Mark veranschlagt, infolge der gemeinsam mit deU christlichen Gemeinden init dem Landessinanzamt vereinbarten Art der Steuereinziehung sind im Rech nungsjahr 1925 nur drei Vierteljahresraten eingekom men, während die vierte Rare erst rin Januar 1926 zur Erhebung kam und daher erst in der Abrechnung des Jahres 1926 erscheinen kann. Trotz der Ungunst der Zeiten ist es gelungen, durch die Einführung von Zu schlügen zu der Reichseinkommenfteuer und die Einziehung der Steuern durch die Finanzämter, durch die eine gerechtere Verteilung der Steuern auf die Gemeindeänge hörigen und eine Erfassung der der Gemeinde bisher nicht bekannten erwerbstätigen Steuerpflichtigen ermöglicht wurde.^ den Eingang an Gemeindesteuern in einer den Bedürfnissen der Gemeinde angemessenen Weise zu heben. Es. sinh für drei Vierteljahre 1952 beinahe 400 000 Mk. eingegangen. Trotz dieses günstigen Ergebnisses! muß daraus hingewiesen werden, daß die Bedürfnisse der Ge meindo und ihrer Institutionen in weit größerem Maße gestiegqn sind, als die Einnahmen, sodaß das Rechnungs fahr ihit einem erheblichen Fehlbetrag abschließt. An Abgaben bei Beerdigungen sind eingegangen 12 455,81 Mark gegen veranschlagte 11800 Mark. Tie eingegangenen Scygebühren überstiegen den Voranschlag um 1770,35 Mark. Bei der Kommission für das Wohl fahrtswesen haben die Abteilung für HZarenhandel und Ausgabe ' neuer Kleidungsstücke einen Ueberschuß von 716,90 Mark gehabt. Hierbei ist aber zn 'berücksich tigen, daß sämtliche Spesen der Mteilung von dem Etat, des . Wohlsahrtswesens getragen werden. B. Ausgaben. Tie Ausgaben für die Grundstücke, Breitergang überstiegen die Einnahmen um 418,04 Mk. Tie Grundstücke sind verfallen und die- Mieter gehören zu den ärmsten Schichten der Hamburger Bevölkerung, sodaß große MieteauSsälle entstanden. Es können nur. die notwendigsten Reparaturen gemacht werden, da die Grundstücke bei einer Sanierung des Gängeviertels vor auSsichtlich abgebrochen werden.- Tas Grundstück Kielorr allee hat 2130,63 Mark mehr gekostet als eingebrach^ da Grunderwerbsteuer, Zinsen für die Hypothek und die Ankaufsunkoften zu zahlen waren. iHie Verwaltung der Gemeinde hat mit 76 858,96 Mark den V,o ranschlag um 8 858,96 Mark überschritten, und zwar infolge der tariflichen Erhöhung der Gehälter und Pensionen. Für Schul- und Erziehungswesen sind beinahe '244000 Mark verausgabt worden; in dieser Summe sind die Kosten für den Um-, bau des Paulinenstists und eine gründliche Renovierung he« Schl>lhaufes der Israelitischen Töchterschule enthalten; dadurch und durch gesetzmäßige Gehalts- und Pensionserhöhungen ist der Voranschlag, abgesehen von der Nach bewilligung von 11000 Mark für den Umbau des Pau linenstists, um etwa 10 000 Mark überschritten worden. Für das Wohlfahrtswesen sind ca- 206 000 Mark ver ausgabt worden, der Voranschlag ■ ist dabei um etwa 2000 Mark überschritten. li Bermögensaufstellung. A. Vermögen. Tas Inventar ist aus 1 Mark 'abgeschrieben.- Für den Betrieb von Wilhelminenhöhe ist 1925 ein Betrag von 1829 Mark erhoben worden, der auf 1926 zu verrechnen ist. Für die Grundstücke Kohlhöfen und Bornplatz ist der von der Gemeinde ver auslagte Betrag von 883,88 Mark vertraglich vom Syn agogen-Verband zurückzugeben. Ter Wallich'S Klaus sind 2000 Mark zur Bezahlung von Reparaturen an dem Grundstück der Stiftung als Darlehen gegeben.und zu Gunsten der Gemeinde im Grundbuch eingetragen. Tie der Gemeinde gehörigen Renten, welche zum grüßten Teil für Graberhaltungsgelder gekauft sind, können noch nicht mit ihrem Goldwerte eingesetzt werden, da die AufwertungSsragen noch nicht erledigt sind. Ebenso ist eS mitihren Wertpapieren. Tie der Gemeinde gehörigen Grundstücke sind u» bewertet in die Vermögensaufstellung eingesetzt worden' Ihr Wert übersteigt die Schulden der Gemeinde. B- S ch u l d c n. . Die Oberschulbehörde und das Wohlfahrtsamt sowie die HilsSkasse gemeinnütziger Wohl fahrtseinrichtungen Deutschlands haben für das Paulincn stist und das Kindererholungsheim Wilhelminenhöhe Hy pothekarisch gesicherte Tarlehen gegeben, die z. T. erst zurückznzahlen sind, wenn die Grundstücke verkauft wer den sollten. Ter Tempelverband hat der Gemeinde ein Tarlehen gegeben, das im Jahre 1926' zurückzuzahlen war. Ter Posten Grabpflegekapitalien ist der Gegen Posten zu den Renten. Tie Friedhofsgärtnerei, die eine eigene Buchführung hat, hatte ein Guthaben vm über 1<5 000 Mark bei der Gemeinde aus Eingängen, die sie vorübergehend'ihr zur Verfügung gestellt hattet Im September 1925 hat der Hamburger Staat der Ge meindc zur Weiterführung ihrer Ausgaben, die wegen des schleppenden Steuereingangs in Frage gestellt war, ein hypothekarisch gesichertes Tarlehen von 150 000 Mk. gegen günstige Verzinsung zur Verfügung gestellt. Tic Jsaac Hartwig-Stiftung, die Lchmannschcn Testamente und die Tepositenkasse milder Stiftungen hatten Gut haben bei der Gemeinde. Die Abrechnung schließt mit einem Fehlbetrag von 152 457,29 Mark ab. Dieser Fehl betrag ist in erster Linie dadurch verursacht, daß das letzte Viertel der Steuern für 1925 erst im Januar 1926 fällig wurde und daher nicht zur Verrechnung kommen konnte Ta für dieses Viertel etwa 100 000 Mark eingegangen sind, so.ermäßigt sich der Fehlbetrag um diese Summe Es ist zu hoffen, daß durch günstigere Ergebnisse späterer Jahre und durch eine spätere Entlastung der Wohl sahrtsvflege durch Wiederaufnahme des Zinsendienstes der T-epositenkasse bei großer Sparsamkeit die Fehlbeträge in Ziekunft vermieden werden können. Abrechnung für das Zahr 1925. ' Einnahmen: Erundstückswesen . .. 690052 Steuern. 393133.31 .. Außerordentliche Einnahmen . 12 43053 Begräbniswesen 20 600.91 ,. Wohlfahrtswesen 716.90 Fehlbetrag 152 457.20 586 229.46 «tt

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