Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 9 (8.9.1926)
- Date
- 1926-09-08
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 9 Seite 4 Gemeindeblatt b#r Deutsch Israelitischen Gemeinde. Das Tafchlichmachen. Aus de^ von uns anlätzlich des 7G-ie>cl.'iir!sia ies des Peruaners bereits cinaebend. gewürdiaien 'Ja' vellen'ammluna ron y a ( o b i.* p/ nc n b c r a.?fr gelbe A-led. Berlin. Pbilo-Verlczg. 13-4-. - Aron Weflhcim.cr. ein jüdi cber »'ändernder Handwerls > bu'r'ibe. in kur; vor Nau'ck ba'Äsn^r in einem t.'.md nädrcben eingekebrl und wahrend der .'veniage «>>an - eines jüdi>cben Haukes. Am mlgenden Nactunitraa ging er mi^^um Taschlicl» machen. Die Laune schjen mall vonüablbtauen. Himmel, und der Herbst schlich gebückt über die Swvvelseldcr. um die letzten Aedreu yi sammeln. Eine leiie Wehmii'i flog wi,e die Sonnnerwden über da-? Land. und die Allen >iü>;vien mit erlisten, iebwereu Gekictneru yi dein rinnenden Bach. Tie Binder aber waren iröhlicher Dinge. Wie junge Hunde lieken sie, hm und der. bauen bald dies, bald da-? yi ragen oder zu' kragen. E? war da? einyge Mal im ganze:: langen Fahr, dar, die Skiern mir ihnen wa,zieren gingen, und nun gar noch in? Felde in? Freie, und die ganze Ge »neindc zusammen. ' ' . - Abteils vom Ländwege. wo Zwischen hoben Weiden ein Fußviad in die Alme wundere, versammelten jicfi alle. Der ' kalte, ffänüiibi Lehrer rrng - da? übliche Geber vor, halb singend, halb sagend, in einem klagenden Toin. llnd dann murmelte Gros, und .'klein den -alren Svruch: Meine Sunden sollen sorlstießen. Loberorncbießen, > . lli.. nimmer werden gedacht, Bor Schein ii?boracb gebractu. Unwillkürlich inusjie Aron Wesrdcimer denken:-T weh. wenn die Sünden nun m'a! herausivayeren au? der S^'le, zum Wasser hin. sichtbar. ganz nackt, da? gäbe ein» Ge wimmel und euren,.Anblick. Eure schöne Gesellschaft da?! Entweder liest-ii die Mens.hen weg oder da? Wasser. -Und wie er iub da? auf dem Heimweg noch au?malre und sich lächelnd Einzelheiten roryiüeilen reriuchre, da wrang e.? ihm zur >Seire und rragre- :au heller Stimme: i „Herr Wenheinrer, bar Srernau? Moies oder Mar, wie er szch ge^r-nennt, nun recht..wenn er über da? Tai'ch liöiir.a*in laeru. und iagr. e? sei nur Stuß, nur Unnitzi „Kind. Verlachen :sl leichter al? Verliehen" . „Abdr glauoen S:e. Herr Wenheimer, das; mm all unsere Sünden weg sind'? Dann brauchen wir ja eigentlich keinen Fgun: kivrur mehr." -..Das Daimlichmachen-.in nn: eilt Snmdol." „Wä?-in das, ein 2-nmbol?" r „Ein S: nibol in, ein Svmbol j üeh. Ilind, alle? in der. Welt hat zwei Seilen. ' D:e eine Ziehen wir, und die andere sghen wir niäu. Die Tinge sind'etwa? und bedeuten auch erwä?. Wenn Schniurin ein lebendiges.! reines Wasser, kommt, und wenn da? Wasser ein vaar Fuß weiter geslois.ni über Geröll und Gestein. dann ist e? wieder ganz klar. Unsere Seele ist -ein fließende? Wasser. Dies Sünden und die'dö''e^ Gedanken sind'der Schmutz. Die Neue aber und das Leid sind da? Gestein, die nehmen da?! Unreine fort, daß die Seele wieder rein wird. Nur ein snmdol ist da? Daschlichmach'en. Vielleicht ist'unser Leben auch nur ein- Snmbol,,dpch da? verstehst du nicht, Kind." Tie Kleine schwieg einen Augenblick, aber dann iragre sie wieder mit eindringlicher, säst bittender Stimine: „Herr Drstheimer, warum sind Si>; nicht Lehrer ge worden! Sesfcntliche Quittung. Von Herrn F o h n W giss, L o n d'o n, erhielten wir eine spende iy-.: 5 c . aber dre wir hiermit dankend auitkiercn. Verwaltung des Kinderrrhoiingsheims Wilhelniinenhöhe. Das . des \ . . nak am 24. August ,yi einer Sitzung zusammen, a» welcher »iiler dem Vorsitz de? Herr» .Flörsheim die Herren Eolm. 'Glückstadt, Tr. .Heckschcr, Djr. Lanzkron, .Möller, Vel? lind Dr. Schlesinger sowie dei Sekretär de? Verhau de?, Herr Norden, teiliiahiijeii. Vor Eintritt in die Tage? ordniing ehrte die Versa'mmliliig da? Andenken de? vcr storbeneii Rabbiner? Tr. Breuer! Frankfurt a. M., der. tvie der Vorsitzende >n seinem Nachruf sagte, eine Stütze der Srlbodorie gewest» sei und dessen Tod einen Verlust für de» Mlal Fi?roe> bedeute, durch Erheben von den Sitzen. Sodaiiu ivrach Herr P c l -? den Wunsch au-?, daß die zweite Beratung der »eucii Ver>>aiidsstatuten bi? .Zum I. Skwber d. y?. ,yi Ende ge führ: werde und zu diesem Zwecke die .Kommission, welche die Bestimmungen bezüglich der Mitgliederversammlung, beratest solle, baldigst ihre Ar beiren erledige. Ter Vorsitzende istellt sest, daß aus dem l!»i!aus?wege der 'Antrag de? Vorstände? aus Zahlung einer Subveiilion von UH) Mark an die Feschiwa vom Kollegium bewilligt chorden sei. > Eine tangere Erörterung rillt die Mitteilung de? Vor standes de? Verbandes Herpor, vast er die von den Tele gierten beantragte periodische' Berichterstattung an die Verband?mitglieder . mit iHücfiiditi aus die st oste» ab lehne. Da? Kollegium Hat, wie asi? der Erörterung Her vorgehi. den Antrag gestellt,- weil eine authentische Be richtcrstalliiiig allein geeignet sei, die Qessentlichkeit über die Tätigkeit de? Verbände? und die Beratungen seiner Verwaltuiigskörperschaslcn zu linrerrichtkn und falsche» Tarstellungc» und Mistverständiiissen vorzubeugen: Die Berichterstattung durch da? Gemeindetstall hielt da? Kol legium nicht für den richtigen Weg, weil an dein Verbände nur die I.',!«» Mitglieder, uichl aber die gesamte Gemeiiide, interessiert seien. Der Vorstand hat aber den Antrag de? stollegiiny? wiederholt ahgelehut. Fn der Erörterung wandleii'sich die Herren P el? und Dr. H ed s ch c t ,cnt schieden gegen die Stellungnahme de? Vorstände?. Tie Ver gei.dlliig von Berichten a» die Verbandsinitgliedcr, die etwa 2 bi? 3 mal jährlich eriolgen solle, sei notwendig. Sie gebe dem Vorstände die Möglichteil, nicht nur über die Beialiiiigeii de? Vorstände? und der Delegierten, sondern auch über sonnige wichtige Vorkommnisse zu berichten. Demgegenüber 'könnten diegeringen Kosten nicht ins Ge wichl'alleii. Herr Dr. L an z krön hielt die Berichterstal lniig im Gein-eiiideblan für ansreichend. Ter Vor sitzend e und Herr M ö l I e r traten für eine Anc-sprache mit dem Vor stände ein, die allein zu einer Verständigung fühlcii könne: man müsse überzeuge» oder sich selbst über yngen lassen. Die Herren Dr. H e et i cli e r und P e l? wer den heanslragl,' iijit dem Vorstände über die'Streitsrage zu verhandelii. Nach einer weitere» an?gedehnte» Besprechung gc .nehinigte da? stolleginni dann die Abrechnung des Fahre? 1 2ie ist von säiinlicheii Mitglieder», außerdemvo» einer stonlmiision eingehend geprüft worden. Gntgegen der Beiüichluiig. daß die Wirlschast?kriic des Fahre?' 192.') die Finanzen de? Verbände? in Mitleidenschait ziehen werde, ichliestr die Llbrechnniig mit einem heschcidencii Ileberschun ab. eie gelangt noch , vor de» Festtagen zur Veröfsent lichnng. An Einzelheiten ist.hervorzuheben: Tic Pension? lasse ivciii nach dem Verlust ihre? Verniögens -infolge der Fiiflation bereits wieder einen Bestand von 21 WO Mark ans. Alljährlich werden ihr .">000 Warf an? den lausenden Einnahmen yigeiiihrl. Mil einer Versichcrung?gesellschasl werden z. Zr. außerdem Verhaudlungep wegen der Ruhegehalt und Hinkcrblicbeiienversorgnngs Versicherung der Angestellten de? Verbände? geführt. — Tic geringen Ein D+//8-9C 023201310101