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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1926-07-10 · 7 (10.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
2 (1926)
Issue
7 (10.7.1926)
Date
1926-07-10
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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I .Seite 4 Gemeindeblatt bet Deutsch-Israelitischen Gemeinde. richten, daß für Knaben und Mädchen, die aust bia Heili gung des Sabbaths Wert legen, Lehrstellen gesunden werden, in denen ihnen die Beachtung der Religiousgesetze Möglich sei.! .' Ter Gemeinde ist durch Testament der Geschwister L a z a r it *, . Jos e!p h und Amalie Meyer-Lehlüann aus Ahrensburg ei»- größeres Kapital zur Errichtung eines Erholungsheims zugesallen.' Das Ka mtal ist in Hypotheken angelegt, die erst nach 1932 fällig »erden und erst aufgewertet werden müssen. Zu dem Vermächtnis gehört ein kleines Haus in Ahrensburg, das biauiällig ist und für das Erholungsheim nicht gebraucht Werden kann. Der Gemeindevorstand hat daher den Antrag gestellt, das Grundstück zu verkaufen. Die Produktion lh. m. b. H,, welche has Nachbargrundstück besitzt, hat. 'einen Preis von 5000 Mark geboten. Ter Gemeindevsorstand hält das . Angebot für angemessen und das Re vfräsentanten-Kollegium erteilt zu dem Verkauf seine Zustimmung ohne Tebatte.; Des Gemeindevorstand hat einen'von dem Vorstand' der ^evosirenkaife milder Sstsiungcn der Teursch-Jsraelitischen 'Gemeinde ausgeärbeiteren Entwurf für neue Satzungen der Kasse vorgelegt: aus Antrag des Herrn Alerandcr Levy s soll dicker Entwurf aber noch von einer Kommission, in welche vie Herren Levy, Bachrach und Tr. Spitzer gewählt worden sind, geprüft werden. Ueber die Teyositcnkiafse selbst erstattete 'Herr Paul Levy einen ein- ' Menden Bericht, aus dem hervorgeht, daß die Answerlungsaiibeilen noch nicht beendet sind, und daß daher die Kasse den Zinsendienst noch nicht wieder aufnehmen ktNN. Herr Heinema-itn erstattet den.Bericht der Kommission für das Bau- und Grundstückswesen. Er führt folgendes aus: Tie Kommission hielt 6 . Sitzungen ab, ly denen die. Mitglieder meistens vollzählig erschienen ivaren. Es, wurde die Ausführung einer Anzahl notwenaiger "llrbeiren empfohlen und beschlossen. Unter anderm: Malerarbeiten uitd elektrische Lichtanlage in der Israelitischen Töchterschule. Tas Taniel Wormfer-Haus, in wel che n während der. Kriegs- und Inflationszeit eine völlige Verwahrlosung eingetreten war, - erhielt von innen und allsten ein neues Gewand, so daß diese Anstatt jetzt, allen «hygienischen Ansprüchen gerecht wird und den Namen d:s unvergeßlichen Mannes wieder mit Würde tragen kann. Auiiden alten Friedhöfen waren Reparaturen notwendig, ebenfalls in den der Gemeinde gehörenden Grund- stücken Breitergang, Kohlhösen und -Kielorrallee. Ferner mußte'die Kapelle in Lblsdorf gründlich renoviert werden. . Besprechungen fanden stakt über Telephonanlage iw Gemeindehausie, Warmwasseranlage im Pflegeheim, Reparaturen iist Gebäude der Wallichschcn Klaus und ländere wehr. Zn jeiner gemeinschaftlichen Sitzung mix der Komwiision füt Slistswohnungen wurde die Ausführu ig der ' ilptwendigsten Reparaturen und Renovierungen im Marens Nordhein.-Stift beschlossen. Alle zu vergebenden Ä rbei.en wurden, soweit angängig, jüdischen Handwerkern übertragen. Fernes fanden Besprechungen stau übe:, dqs Grundstück Kiclortallee, über den Austausch des Pacht grländes Ohlsdorf und verschiedene Mietangelege lheiten. . Herr H e ym a n n erstattet, den Bericht der Kommission für Slistswohnungen und führt folgendes aus: Tas Marcus Nordheim-S:ifl, belegen Schlachterstraße 40 42, ' tststehl aus einem Vorderhaus, das eine Friede rsmiete von zirka 450<i Mark hat, und 27 Z.iflswohnui gen in zwei Seitenflügeln. . - Zn 'diesen Stiftswohnungen wohnen 25 Familien und - außerdem sind 9 Zimmer an alleinstehende Personen Nummer 7 abg« geben. Die Stiftsbewonner zahlen pro Wohnung ab 1. Mai 1925 5.— Mars (bisheriger Beitrag einer Stiftswohnung 1.— Mark). Die Unkostenbeiträge der Stistsbewohner gehen teilnieise nur sehr schleppend ein, da!)ic meisten Bewohner in schlechten finanziellen Verhält rissen leben. Durch einen Zuschuß.der D. I. G. ist es der Verwaltung im abgelausenen Berichtsjahre möglich gewesen, dst notwendigsten größeren Jnstandsetzungsarheiten vornehr ren zu lassen: Die Verwaltung hofft, im Jahre 1926 ohn« diese Zuschüsse der Gemeinde auszukommen, obgleich bere is manche notwendige Arbeit gemacht und noch viele zu machen sind. Nach Abrechnung stellen sich die Zahlen wie folgt: Ausgaben: Einnahmen Mieieeingänge. des Vorderhauses 1925 M. 3377.15 Unko ienbeiträgeder Strtsbewohn 1925 „ 1195.80 Tiv. Gablungen der T. a G.. Ausgaben für Reparaturen u. Unkosten M. 7900.60 Saldo per 1. Januar 1926 . . „ 655.35 _,,_3981.'0 M. K554 45 8,51.45 An die öffentliche Sitzung schloß sich noch eine ge- Beratung. - , - heim e Personalien. Am 5. Juni 1926 starb im 70. Lebensjahre Herr Paul L a s k a r, der langjährige Vorsitzende des Obdachlosenvereins. Seine Verdienste um die Gesamtsudenheit sind in den Mitteilungen der Gemeinde gewürdigt worden. Zin Rahmen einer Sitzungder Konunissiou für die FremdenHflege der Gemeinde fand am 15. Juni im Gemeinde hau>e eine Gedenkfeier statf, bei welcher für die Fremdenkoinmission Herr Jacob Heckscher, für. das Centralkomitee des Hilfsvereins der deutschen Juden Herr Hermann G u m p e r tz, für den Obdachlosenverein .Herr Leo Mendelson und für das Repräsentanten-Kollegium der Gemeinde, dem der Verstotbdne 22 Jahre angehört hat, Herr Alfred L i s s e r sprachen. Paul La s k a r hat sich durch seine Arbeit nicht!nur innerhalb der Gemeinde, sondern auch weit über die Kreise der Gemeindemitglieder hinaus ein dauerndes Andsenken erworben. Am 5. Juni vollendete Herr L. Tannenwald, der ehemalige langjährige. Leiter des Mädchenwaisenhauses ..Paulinenstist" sein 70. Lebensjahr. . . Am 3. Juli feierte Hur Wilhelm G e n z k e n, welcher 21 Jahre lang als Schuldiener der Israelitischen Töchterschule der Gemeinde gedient'hat, seinen 80. Geburtstag. i s» Ocfsentliche Quittung. Wir erhielten von Herrn Lotus Tannenwald eine Spende von 20 Mark zu Gunsten des MäKchenwaisenhauses Paulinenstist zur Ablösung der Danksagungen anläßlich seines. 70. Geburtstages; von Herrn und Frau Tr. I. Schumacher anläßlich ihrer Silberhochzeit 50 Mark zu Gunsten, der Volksküche,. 50 Mark zu Gunsten des- Krankenhauses, 50 Mark zu Gunsten des Altenhauses, und | 50 Mk. zu Gunsteit des Kinderheims inSegeberg; Frau N. N. überwies aus! einer Streitsache der Gemeinde . 5 Mark für-Wohlfahrtszwecke. 4 / UÜefcer den Eingang Dieser Spenden wird hiermst dankend quittiert. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde.

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