Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 6 (10.6.1926)
- Date
- 1926-06-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Heite 4 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Schularbeit . «ne ganz eigene Bedeutung zukommt. Tabei.steht ien, daß diese Einstellung zum Unterricht, ebbnsowcnig eines wneiuvollen Aufbaues entbehren kann wie iraendein ändere» JVndv Tein Lehrer foiiimt im iliahmen solcher Uiiterrichlspriuzipien. ' / eine Entfaltung' seiner >lräfte »ach zwei R'ichluiigeri zu. Er hat zunächst die iuirereu Kräfte ' des Kindes zn werten, zu itutorn und zu mobilisieren. Er hat'aüv.den Prodnklious- -willeu bi» zu euiziu Höchmnaß zu steigern. Alsdann gilt es, diese ge.vecktcn Kräfte wobt zu organisieren, dafür Sorge zu tragen, daß der- Wille zur Aenßeruug, zur Produktion, niöglichst nugeb.'.niut und ungestört zur 'dielniug kommen .kann ,B. Beobachkuugeu und Studien annellen lasten. > lechui'che Schivierigksileu vor ulegiiebiiien usw. - Tiefer - Wille zuui Säin'seu und zur *v Acußeruug 'und zur <Gestaltung, bed-ar' der Pflege und der Steigerung. T:e Wege, die da barreren inerdeu, köuiken .uaiüiu-'ch oer'chiedeuüer Ad >'>>11. Sie »lüsten nur au einen t Nummer 6 Eichhorn che« Lolche Verlebendigung der „künstlerischen Kräfte" mußte natürlich überaus 'starke Impulse aus dem „jüdischen Milieu", ans „dem Religiösen" erhalten. Mt diesem Kreis des KulturgüterZeben wir in nächster und steter Umgebung ' f und Gemeinschaft. Dementsprecheiid wird die jeweils vorhandene ' Ausdrucksfghigkcit des Kindes von solchen Stoffen ans stärksten ergriffen und herausgcfordcrt. So beschäftigt sich denn auch ist» großer Teil der Arbeiten mit der bildhafte» i Darstellung von Motive» chlS unserer „jüdischen Welt."' S!.' seien hier nur aufgezahlt: das Ehanukkahfest, Megilchs Esther, Rausch Ha schonoh, Simchas Tauroh, Motive ans Palästina. Sie alle dargestcllt i» einer ganz eigenartigen Weise, tcheinbar das Althergebrachte 'beivnßt-ignorierend. An diese der Phantasie des Kindes t sich anlehncnden Ar beiten schlossen sich Blätter, die reines Ratnrstudinm dgrstellten: flächcnhäfte Formen, wie Blätter, . Schmetterlinge, Klebungen zur' Förderung der >1ianmpha»taf!e in mehrfachen Linolschnitt RI. 2 s-altens" z» wie -er». Aachoem wir w r ersticht Hab > n,. uns mekhodt' ä, -z » sten!'er>u, wollen uif; einige er und Arbeite» der Aus ste strng in- -- >v .'dächluis zu: üstru 'en! Tas stärkste Fme resie be- Fiveet berausübre-u: Bereicl»' . . .lisng des?' >:.iieiischan>s und des Farbfilmes an der unend- Techniken, iichen -Fülle ßlcher Werte, wie sie Die Ratnr dem Menschen Dem Abschluß der Arbeiten aus dem Zeichen- und Kunsttäglich vor.Angen führt. Alio eine „Technik des Sehens", unteiricht bildeten Blätter der oberen Klasicn, die Berfuche lim „die oorlzandenen Kräne des Schanens und Ge- - brachten, ans, Grund eingehender Naturstudien schon voll- ^endctcre Arbeiten »zn zeigen. ' (Z. B. Z. P. III über Hamburg; Bersucl)e, Tiere - in der Technik des Liuoleumschnittes zu bringen.) Als Ar beiten der oberen Klaste haben auch die SchriftfNebunge» zn gelten, von welchen einige Blätter sTitelbilder zu den Psalmen) durch gute und interessante Lösungen ausfielen. Die Freude ein selbständiger Arbeit iii der Schule wird durch die Betätigung in den Schülerwerkstättcn lvcsentlich gefördert. Tie Talmud Tora-Realschule besitzt solche Arbeitsstätten für Holz, Pappe, Buchband an'prüchen hier ganz eitrichieden di-' Arbeite!» der Mittelklassen, sych paart sich hier UIUUU Fäbimeir des Sehens eine lebhafte und' dienstbereite Phantasie. Tie Blätter ersfretilen durchweg Durch guigeluugene , Farbzu'ammenlsirklnlngen. Blümenhm'eä mir Blumen lgelangte» * durch jeigenanige Farben und Formen zn star hv-iH Rodelausflug ^»derzeichnung Kl. <1 I vriiämentastr Wirkung, obgleich die nalurwahre Form gar oft Verlagen wurde. Blitteniknd Blattformcn und tfarben entstanden, die nirgendwo zu finden fein.werden! Alle Techniken gelangten zur Amvendung: Tusche,-Wasserfarbe, Papievchnitt, Linoleumschnitt, Feder und Pinsel. — und Metall. Tic Ergebnisse des Wcrkstätten-Unterrichts fanden besonderen Beifall. Er soll im Rqhmen unserer heutigest Betrachtung, die nur dem Zeichen- und Knnstuiitcrricht gast, nicht unenvähnt bleiben. Es ist selbstverständlich,^ das; er Wege betrete» wird, di'c organisch hinüberführen ins'-c