Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 5 (10.5.1926)
- Date
- 1926-05-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 5 j-l Temeindeblätt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde einen Vorteil, indem er zugleich einer Pflicht der Pietät genügt; er will aber tarüber hinaus auch wohltätig sein, indem er der Kirchtug »reinde itiib damit den idealen Aufgaben, denen sie dient, uueütgltleich, etwas zuwendet,,sie bereichert. Daher wird die Schenkung in der Regel so bk ' messen, das; ihr Ertrag die laufenden Ausgaben der Grab pflege (Erhaltung und Schmuck), reichlich deckt, der Stamm der tZuwenhung. aberg icht angegriffen zu werden braucht, und! wen» einmal, sei es auch in entfernter Zukunft, die Erfpllnng der Aufgabe wegfällt, der Kirchengemeinde als freie Bereicherung per! »leibt." Aus diesen wöstlich angeführten Gründen koinmt das Reichsgericht zum Entschluß,das; ans eine Stiftung der vorliegender Art der 8 520 Satz l B. G.-B. änzuwendeii sei. Danach ist die beschenkte Kirchengemeindc berechtigt, die Vollziehung der Auslage zu verweigern^soweit infolge eines Mangels im Rechte ater eines Mangels der verschenlteu Sache der Wert.der!'Zuwendung die Höhe der zur Vullzie hung der Auslage Erforderliche» Aufwendungen nicht er. reicht. Das höchste Gericht setzt dann weiter» auseinander, das; hier zwar ein Mangel im Recht nicht in Frage stehe und audi von einem iliniujel der verschenkte» Sache iijr eigentlichen Siiine^iickst gesprochen werden könne» stDen noch' mü se der 8;*-(> angewendet wchden, weil ihn; ein Rcchtsge laiikezngrstttde liege, dessen Bedeutung über die im Gesetz ausdrücklich gerekelten Fälle hinausgreift. Diesen rechtliche i Grundgcdanllen sormnliert das Reichsgskichtrda hi», „da; die Voltziehimg-cinev der Schönknng beigefügten Auslage die Schenk»,ng^ nicht gegen den,.Willen des Beschenkten i» ihr Gegsnteilzcherkehren, den Beschenkten also nicht ärmer machen dürse,-,m1s er ohne die Sclienkniist ge tveseti w iro." . Das Reichsgericht fetzt weiter auseinander, das; die be klagte >t rchengemestide nach Lage der Unistanve die Ent Wertung der Schenkung nicht vermeiden konnte, zumal sie »am 88 034 ss., <>4s3 A. ü. R. II, 11 VerN-altinigsordn. für das irchliche Verniögeiichii den östlichen lrroviiizen der Preust. Landeskirche vom tu. >». IMI3 88 313, 32 (kirckil. Gef. »nt Per. Bl. von.lMi3 Pr. 4, S. 23) zu mündel sicherer Anlage verpflichtet gewesen sei und daher die Ent - wsrtung )cm Alägeänspi uch gegenüber geltend niarhe» dürfe. Fn dems'lbcn Ergebnis kommt das Reichsgericht nach dem ansdei Umständen zu estiiehmciiden Willsc'n der Par teien, da'; der Ansornch aus Vollziehung der,Auslage nur solange gegeben sein so le, jrls die Schenkung einen ans reichende r Zinsertrag gewähre, weil der Schenkerüi irichl der Wille unterstellt we )en; könne, an der Gefahr der f5r haltnng )cr 7500 Mar' dauernd teilzunehmen. Die vollstäudigen Eatscheidnngsgründe-dieses iuteres sauten U »teils sind in ei fer Reihe von Fachzeitschriften vcr öffentlich t, u. a. im,der Monatsschrift des Verbandes der Friedhof-beamten Dennchländs „Ter Friedhof" vom Fe brnar 1020, Seite l-ö, st uf die hier verwiesen wird. (Zwei. Bitten. 1. Wiederholt haben wir an dieser Stelle um Spende» zur Ablösung von 0 lückiyünschen, Beileidsbezeugungen und Danksagungen gebeten. .Unsere Bitte hat auch wiederholt Beachtung gesunden, aber iwch lange nicht in dem ver> dienten Umfange. Fmmfc und immer wieder witd ans die drückende wirtschaftliche Slot unserer Tage hingewieseu, der auch bei bestcin Willen nicht in dein erforderlichen Unisangc abgeholfen werden kann. Hier, in der Ablösung chon Glück wünschen, Beileidsbezeugungen und Danksagungen, bietet sich einem jeden Gemeind mngehörigcn die Möglichkeit, zur Linderung fremder Rot binzutragen, ohne daß er ein Spfer bringt. Denn er braucht für dir Ablösung nur denjenigfn Betrag. spende qder eine Danksagung i Seite 3 herzngeben, den er.sonst für Blumen, eine Kranz ii dem Anzeigenteil r Zei klingen answenden muß. Tabu steht es finem jeden frei, selbst zst bestimmen, welchem Aweiske seine Ablösungsspende' zngcfühst werde» soll,.ob dem Altenhauß: oder der Pflege stätte der Gemeinde, öb eiiiem der! beiden hiesige» Waise!» Häuser »»der dem >ii»dererholungKheim Wilhelminenhöhe, oder de» osienen Fürsorge,-weiche unserer >i»»nMission für -das Wo ilfahuswesen obliegt. Fed'niallS, G e l e g e n de i I z u m W o h l tu » i st ge n n-g g eg e b c », möchte »nr keiner diese G»legenheil vorübergehen lassen.' . ° Tie Ablösnngsspeilden werden in den wöchentlich e> scheinen >en Mitteilungeir der.<öcm:i»dc und außerdem in» Gemeiniieblatt nochmals öffenllickf bekannt gegeben. 2. Fn der Rümmer 3 Oes Gemeindeblgttes h'abe» istix unter Schilderiing der Vorschriften des Reichsjugend wohl sah» lsgcsetzes ans die besondere Rot der verwaisten und der unehelichen' minder anfmerk'sani geneacht und die Ge nleindccrngehörigen gebeten, sic; .bei dem'Vorsitzenden-des jüdischest Bezirks desnädti chen Fug mdamtes, .Herrn F a.c o b. F l o r s h e i m, Biebcrstr. 12, zii c Uebernahme von Pflegsch ulen, Vorninndschaiiei oder gar zur Ainiachme allein in der Well daslebenver melden. Wir können zu unsere Ansrili ötsolg gehabt bal, müssen leider aber auch hierhin" znsngeu, iioch lauge nichl jn de n verdienken Umsange. - Und dabei ka in es kein verdienstlirhei'es Werk geben, als die Für sorge für ein heranwachsendes Menschenkin-d. Feder, der eine Meiisch'nseele erhält, sage»- unsere Weisen, erwirbt sich der ein Ver-i iciist, als ob er eine gv auch hier kann gesagt iperosn r. Gel e g e. n h e ich zum W o b l t nln j st g e n n g g e g cle n. Darum ergehl Genieinl egngehöligen die erneii e Bitte, sich-zn eiii' sorgeani! e..an der Fügend nns-ner Gemeinde Wer mqldel sich znerst? minder, au >iindesstatt' zu Freude feststellen, daß unser nze Well erbaut hälte.^Und Stalislifche über die Lebensalter der Ueberjichk stuf dem Begräbnistplag Gemeinde 'im Fahre 1925 beerdigten Titeu. iin Alt»1r von . Dore,e1'>ij-te» . <> Fahren I 1 Falnen ° > Fahre» Fährst'» <> »; i > 2>! :;»> tu ö» I .Uu 70 Ml 0 > Fahren öi» Fahren «il«..Fahre» «ii Fahre» lfi' Fahren!»> "Fahren '.«>. ,Iim Fahren männlich j ii j-1 :il . Von diesen Beer-digunge Beerdigniigs-Brüderschast (Ehe! 02 durch Well' usern kqine wfitgchcnden Scm z'inige wnstge Bemerkungen erlaubt. Es'fanden weiblich i'i an alle ui melden. 10 14 I 121 23S erfolgten Wt> durch dis rsra l>kadischal der' (liemeinde gesellschast. die Reue Beerdignn» n' die ivorstehende» Essern amt, ohne B» rgleich isse gestatten, so Und dock .vorstehende» Ausstellung 23S, Veerdiguiigcu statt. Abzug, dsr e» Dolgebnrlkn, diel für diese.Erörtert dies scheide», .^verbleiben 23tt Beerdi von ' dies'» starben in', einem Fahlen, 0. h. nahezu 01 Ii) .Höhe dei erreichte» Lebensalifr nach de Rack ng ans iniigen Verstorbener. 14' Alter von mehr als 00 prf) günstiger erscheint di wenn wir die sgekaur: l! l l lt «!'» «'.2 2<> faslil -der