Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 4 (10.4.1926)
- Date
- 1926-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 tOOO Mark erforderlich. An Einnahmen der Töchternlc und des Paulinenstifts stehen diesen Ausgaben 16 900 Mark gegenüber/ so daß ein Zuschuß aus Steuer Mitteln von 770 Mark nötig ist.' | IV. Kultus. Tie Kultusverbände erhalten hon den (Gemeindesteuern ihrer Mitglieder einen Anteil von 10 Es bat sich nun herausgestellt, daß der größte Teil der Gcmeindemitglieder keinem Kultusver banste angebört. Es ist daher auf Grund der Ergebnisse ^tier' Vorjabrc für das Jahr 1926 eine Abgabe für che jKultusverbände in Höhe von 25 000 Mnrk angesetzt. Tie^ Seelsorge für die Strafgefangenen einschließlich der Pe'sachsveisung erfordert 3900 Mark, da der Zuschuß des Stuhles z. Zt. nur etwa 100 Mark jährlich beträgt.! ^Mit dem Kultus, Wenn auch nur lose, zusammen ' ljunjit die Bewilligung eines Zuschusses in Höhe bon 7200 Mask zu den Pensionen, welche der Israelitische Temvelvprband zu zahlen bat. Tie Gemeindebehörden haben sich prinstiviell bereit erklärt, den Kultusverbänden, welche ein Bedürfnis.hierfür nachweifen, ihre Pensionsvervslichtungen zii trleichttrn, j. 1 V. Für das Wohlsahrts w e s e n sind 311 700 Matt erforderlich, von denen als Einnahmen der Einzelnen Institutionen voraussichtlich nur 70 925 Mark eingehen .werben, sci daß aus Steuermitteln 240 775 Mark aus znbringen 'finb. Bon den Ausgaben erfordert die Kam lstifslon für das Wohlfahrtswesen, welche jetzt mit der Kion Mission für das Armenwesen vereinigt ist, einen. Be trag von 100000 Mark, welcher zum großen Teil in Bartintcrstützungen, z. T. aber auch als Zuschüsse sür arimg', Lebensmittel. und Bekleidung usw. verausgabt en muß. Tie übrigen Beträge sind bestimmt sür die Mittelstands'nlfe, das Pflegeheim, das Altenhaus, die . Frcmdenoslege mit dem Taniel Wormser Haus, das Kindgrefholungsbeim Wilhelminenhöhe, die Krankenhausfürsorgr und für Subventionen sür hamburAische Wohl sahrtsvereine. .!. VI. Tas F r i edbojswesen erbringt. einschließlich ider Einkünfte aus der Friedhossgärtnerei an Ein nahmen 95.'>oo Mark,' denen an Ausgaben für die Unter Haltung der Friedböse Lhlsdori, Grindel, Neuer Steinweg,i littenfen und Altona Königslraße sowie an Zuschüssen sült die Beerdigung Armer und un Pensionen 84 900 Mark gegenüberstebcn. VII. Für allgemeine jüdische Ausgaben. Das beißt Subventionen sür zentrale jüdische- Lr gaittisationen, Biidungs und Wohlfahrtsinstitutionen werde^ 8350 Mark benötigt. , Vlll. Als T i s-p o > i t i o n s fo n d s des Gemeindevolilandes für'eilige, besondere Ausgaben und für Unv q r b e rg e se b e n e s sind 7758 Mark bewilligt worden. X. Finanzwesen. Als Einnahmen für Spenden ustv Zinsen lind 3300 Mark eingesetzt, an Ausgaben für Bankzinsen und sonstige Zinsverpflichtungen 14 527 Mark. Bei den im Vorstehenden im einzelnen ausgesührten Ausgaben in einer Gescunthöhe von 824 625 Mark, denen an Einnalsmen nur 20 625 Mark gegenüberstehen, ist süt das Jahr 1926 ein Steueraufkommen in Höhe von 620000 Mark notwendig. Um diese Summe herein zu bekommen, war die Erhöhung des Zuschlages zur Reichseinkommensteuer von 10 o<, auf 12'2«»o nötig. Tie Gemeindebehörden haben sich in Anbetracht der wirtschaftlichen Notlage aller Kreise nur schwer zu dieser Festsetzung entschlossen, Ter Steuersatz bleibt hinter dem Prozent «satz, den die anderen deutschen Großgemeiuden erheben, 'wir in der letzten Nummer des Gemeindeblattes ausführlidj dargelegt wurde, noch weit zurück, und ganz gewiß Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde.-! Nummer 4 hinter den Sätzen kleinerer und.mittlerer Gemeinden. Tie Erhöhung wird aber als notwendig umso mehr erkannt und willig getragen werden, weil die segensreiche Tätigkeit der Gemeind^ in ihren weitesten Kreisen immer mehr anerkannt, gewürdigt und durch Zustimmung in Wort und Tat gefördert! wird. Wir! geben zur besseren Uebersicht nachstehend eine Zusammenstellung der einzelnen Kapitel mit ihren Endsummen:! . Einnahmen: Gruisdstückswesen: I. Il IN Verwaltung Schul und Erziehundswesen: Kultsts: . . . Wohliahrtswesen: Friedhofswesen: VlI. Allgemeine jüdische Aufgaben: Vfll.Tispositionsfond: IX. Unvorhergesehenes: X. Finanzwesen . . VI I. II. III. 17 930 Mk. 16 900 Mk. 100 Mk. 70 925 Mk. 95 500 Mk. 623 300 Mk. summe: 824 625 Mk. gaben: A u sj c Grundstückswe'en: Verwaltung . . Schul- und Erziehunejswesen: IV. a) Kultus: . . .1. . . b) Pensionszuschüsse I an die Knltusvcrbände: V. Wohlfahrtswesen: .. VI. Fricdhofswesen: . . - > . . VII. Allgemeine jüdische Aufgaben: VIII. Tisvositionssond: .... IX. Unvorhergesehenes: .... X: Finanzwesen: . . . . . . 12 020 Mk 75 500 Mk. 273 670 Mk. 29 000 Mk. 7 200 Mk. 311 700 Mk. 84 900 Mk. 8 350 Mk. 5 000 Mk. 2 758 Mk. 14 527 Mk. Summe: 824 625 Mk. Jüdischer Turn- und Sportverein Bar Kochba e. B. —'T Hamburg. —\. Sonntag, den 25. d. M., nachmittags 3>3 bis 6 Uhr, wird der Jüdische Turn und Sportverein Bar Kochba in der Turnhalle des Eimsbüttler Turnvcrbandes, Bundesstraße, nach einer durch den Krieg und den notwendigen Wiederaufbau deS Vereins unterbrochenen Pause sein erstes öffentliches Schauturnen veranstalten. Wer nhch dem letzten, im Frühjahr 1914 stattgefundenen Schau turnen beigewohnt hat, wird daran sicher mit Befriedigung, aber auch mit Wehmut im Hinblick auf die durch den Kfieg gerissenen Lücken zurückdenkrn. *; Heute ist der Bar Kochba mit seiner Kinder-, Schülcruhd Schülerinnen, Tarnen- und Herrenabteilung, sowie mst dew.^urgegliederten Sportabtcilungen (Fußball, Leichtathletik, Rudern und Hockei) durch unermüdliche Arbeit dqhin gelangt, daß er es getrost wagen kann, sich in per Leffentlichkeit zu zeigen. Wenn dem Antisemitismus die Spitze abgebrochen werden s>ll, so geschieht dies am besten durch positive, achtunggebiclende Leistungen im jüdischen Lager, selbst, und es kann keinem Zweifel unterliegen, doch der Bar Kochba als unziger jüdischer Turn- und Sportverein Hamburgs sich aus dem Gebiete der. körperlichen Ertüchtigung der jütischen Jugend Hamburgs in der breiten Leffentlichkeit Achtung zu verschaffen. ge-, wstßt hat. Es ist nur bedauerlich, )aß noch weite jüdische Kreise den Bestrebungen des Vere ns interesselos oder gar ablehnend gcgenüberstehen. Das Schauturnen soll nicht nur jene .Leistungen auf turnerischem und modern-gymnasti-