Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 4 (10.4.1926)
- Date
- 1926-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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iRumniei 4 G, meindeblatt -j;h;; volljährig betrachtet, p'j, B. in die Iahl der stti! ba* össentlicksc Webet notnjeiibijivn (MrmciiDi'mitiilicbcr (Mir jan: eingercschnet wisch Nun ist ja sicherlict) für diesen »stierer ^nftitjutionj zn^ gründe! liegenden (Mcdaiikciigang-die istorgenläiidi' h der /!>eutsch-Jsraelitischen l gemeinde. reise dfr Entwicklung in Betracht..;» Mieden'und z izngMe», das; bei im*, im Adciidtände, ein .Mnabe von 14 Jak re» kein Bolljälniger, sondern eben ein >ljind sei. Und denstoch, im Wesentlichen bleibt auch für int* der (Mrniidgedc nie bestehvn. ^Ta* Alter, ii dein bei nn* die Barmizrioh Fleier vor sich fleht, stillt einei Uebergang dar. Nicht imn'rmij lelt folflt/bei mi* ans die Miii,öl)cit da* Alter de* Erirachsejien, langsaister reist unsere Jugend Hera», e* vollzieh; sich; ein allmählicher lledcr,za»g. .To bedeutet gher doch diese llenr leituiiflfe^eit eine» 'Abschlns; der Miitbheit. (5;ii "Ringer Mclisch in diesem Alttt in doch nicht mehr ein .Mindj eigentlichen Sinne Ta>* Eharalteristi'che de* .Milde* oder soll fehlen: die Umähigke-it, zivischen Wut in dilt i nd ' löte zu unterscheiden und an* eiflenem Aatiiebc der Pitich zu dienen. To weit inns; die Erziehung de* Hanse* und der rchnle ihr Werk getan haben, das; e* ii» einem Mi) de d rse* Alter* ein'Gewissen gibt, Immer klarer und 1a»rer soll nun seine stimme in der jungen Teew reden, iininer siche rer und williger »ins; sie im Minie zur Pflicht der Tvi irer ihres Leben* zu erkennen vermögen, immer mehr ha die stelle äustercn Antriebe* oder gar Zwanges an ste cheie, und im nie freudige Pslichtersiillnng an* eigenem Erkennen Wollen de* (Muten zu treten. Mag der Pflichten! rei* Hierhin noch der kindlich ring' de* Hanse* und öcetJ3 sein, er soll doch mehr und mehr!de>» heran eiien.de» Menschfnwrsen ein eigene* (Mebutt freier, 'selbst,! ewollter, sittlichet Betätigung werden. (5* ist also mit eine n Worte der h'eire, griindlegenbe bedanke bjev religio* 'itllichen Bervsliihtnng oder Bestimmung de* Menschen, der nun in der jnngcn Teele erwachen und der ihr durch den Bar mizwoh Akt zn klchem Bewus;tsein gebracht iver>en soll. Ungleich aber - und da* macht niiiere Instiliirioi dvnvelt bedrntsl Ni tritt in ihr an. da* jüchsche »lind n v.'ller Mlarhei der (Medankc heran', der da* eigentliche L e>en Indendun* ausmacht und e* von anderen Mieligchnen ) - terscheik it. Wohl ist der Barmizwoui Alt in chwi isem 3inne. glich ein Belcnntni*, ein Ausdruck bewnjäer In gehörig eit znm Judentum, znm (Mlaiiben an dn.enen (Mott, .''iber vor allem bekennt der .Mpabe, zn >en er vor die £o ah tritt mijb den Gott preist, der sie j Israel ge geben hat, sich zn tjen I-orderiingen.dir Torah, e: nimmt da*^„Ioch der Torah" ans sich, über» mint die (frsüllnug der von ■ ilfi gesordlerten Pflichten. .E.'en damit will er znm Parmizwoh, zum „«ohne der Pflicht". A st> nicht ein t^ldubensbekenittNi*, sondern ein (Melöbni* zitreuem Tienstk trotte*, zur Berwirklichnng de* religio* sitllihen Ideal* de* Indentgin* macht ihn erst znm Inden, vcäl eben stä* Judentum nicht im (glauben, sonder» in der sittlichen Tat die höchste I-ordernng und Betätigung der Religion erblickt. , l Tv-vicl über die Bedeutung un'erer Barmizisoohs m»I in ihr niedc^rgelegten (Medaillen durchdenkt das; sie für die sittliche und religiöse Es'zie.stung nur Wer die kennen,' unserer l.Iugend geradezu grundlegend sind. Er kknii ans* iNnigste wünsche», das; sie seinem ttiiibr. eindring lichst zu Bewnsttscin gebracht werden. Besonders! ie wirk samc Einprägung de* Gedanken* der.beginnenden ältlichen den Barmizwoh Tag kai n c llen wahre Iiet der Erziehung unt die Lebensglücke* einigermasten klar Berantwortlichkeil durch Eltern, die sich über das Bedingungen men schlichet! die heutigen Lcbensverhä e Fiüh de* nn chiviisem sind, nur hochwillkommen sein. ^Za, erscheint, da; gerade tnisse eine starke Betonst! g d irr. er e,es Ieit hörte auch der Barmizwvh sde. crzieherisckien l bedanken* iosdera. Bor noch nickik langer n nn'ern Ländcip oieliach für den .Mnahen .Mindheit am, er kam in ihn der Ernst de* Leben*. geworden, die Lehre und Beeist, e* begann süi' Tiefer harte»! Jugend und.ihrer Jucht weis; freilich so ter* »nd'Lebenseriolge zu inger teil uü'erer fugend mancher Ltälstniig seine* Ehara danken.!f>eiit [bleibt ein nicht gei 'nur allznlangi Lind. .Bi* zur Erreichung de* 2:b;it;iei-- also bi* znm! U°>., ja auch I 'i. Lebensjahre' erfährt io lliiur liiflit* vom Erlitte de* Leben*, 'iet't Bedürsnisse durch mancher- Iün er alle .'eine' i.flt, kenn elterliche I-ürsorge beirre digl, feü’m erj_ kein eigene* Tosgen. und silänivieu. Man kann trohdem! nicht >agen, das; i Menschen die kindliche Tankbart, . zu irüheren Seiten grösser gewirden >i»p!> eher bevoachi!?! man da* (Gegenteile Llucli andere Er'Miniinge»: eine nicht seltene, jaiisiallende geinie >i den so elt;ogene:i imigen il nnd.Piskäi im Beegieich Ingendaller, da* män da* reifere nennl^ lliisälirgleir; selbständiger, trenxr Arbeit, Leben* nach dem Bellassen der ^lören antoritakiver Leitung - sie alle mahnen, der Jugend trübe den Ernst de* Leben* und be'onder* 'die Heiligleit. der Pslicht naheziibringen. Nicht znlepi ruft datn ani die Erwägung, das; in den. schweren den Jahrzehnte' nur starke, vom Pslicht. ersüllre Men'ckien sich 2v ergeht an* alledem an iniinne Ellern die Mahnung: Webt eure» ".Mindert! in der Barmizwohfeier ein waliriia :e*. ernste*, religiö'e* Erlebnis! Torger, das; sie in ihr den heiligsten (Mödanlen de* Men'chendasei»*, den. hehr glückenden (Medgnken'der PslickN (Mut ihrer Terleii empfangen! ernste, eindringend;' Borbereiingh ans den Tag. der sie reite § siillickie Inrei'-e. in den ernster Leben*sü!,rnng' und aiisdaNernde, Halllosigkeit gegenüber den .Berfuckinngen 3'ilnilbank, also dein Ani Zerlsältiiifsen. d;r komnien lernst der "Arbeit und werden belianvke» lönnen be rleben, al* unverlierbare-: orgei daiür durcki'eine Tjener» (bolle* weihen. wll! B tnng, indem ihr weit über iln,i b der jungen Serie Ztärknng und religiö'e Unl,erweis»ng.zmeil werde» lasse:! Ta,»i:: all eure .Minder, de* (MIM*! werden: .Minder itiefet, iichert seine Wi, nan* so lange al* möglnv Iührnng durchgediegene, der Pilielu' MiNdei Voranschlag der Gchneinde für das" Jahr 192«. I ' In tci legten Tivnng de* fsicvrä'entanien .(soileginm* (st der voin (sleiiie.indevornaiid vorgelegte Haiishallsöla!, für da* Iasir!I!>L«> beraten und angeiiommen -worden: über-die Berhandliingen haben (vir s.ho» in-der ^vorigen Nninlner de* IMemeindeblatte* berichtet. Tie. BerÜiient lichnng her, einzelnen An'äge de* Boransclilage* ivinoe den Mumm hiese* Bkakle* übersteigen, wir wollen daber im Iolgenden nur die Haiivtvosi^tiouen darlegen. . I. (M r n n d st ü ck* w e > e n.! Tie Emnalimen an* Miete» der tMPneindegrnndstückb-imd. mg I TMnu M>ni eiimeiestt, denen ^a» Ausgabe» I L l i-Jti Mark gegennoei stene». . . ' II. . Tic'B e r w a l t » n g d^r (Memckinde, d. li. (M? hältc'r, Pensionen, da* Büro, (Memeindeblalt erfordern 7.'>5>iiii Einnahmen gegenüberstehen. III. Iür T ch ii 1iiiif müssen mindesten* 27.‘>(>7o M hiervon sind für die I*raelitischc lieh der Pensionen 1L>>.'>mi Mail, für da* P^iiilincnstiii ot> T(M) Mark, die Talmud Tora Mieal'cliule. «hsnon Mark, da* Jugendamt sh>-t7ii Mark m d .für verschiedene Tnb ventivnen an Vereine für. Mieli gonsunterricktt, Bildung und Erziehung sowie für die, Bibliothek und Lesehalle (Memeindehan*. und da*' Mart, denen leinerlei E r z i e h n * iv c s e » trk verausgabt werden; Töchterschule ei lisch lies;