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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1925-12-10 · 8 (10.12.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
1 (1925)
Issue
8 (10.12.1925)
Date
1925-12-10
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Sette i auch Naha lal, dessen,Gebiet 1921 vom Nationalfoub erworben wurde. Hier wurde vom Nationalsvnds mit Hilse des Keren haj'ssod eine große Siedlung errichtet. Jedes Mitglied e^ielt 100 Tuckam (etwa 9 Hektar) Boden, auch wurden ihm die Mittel zum Bau einer Wohnbarq-ke und eines Stalles vorgestreckt;j jeder hat seine kleine Wirtschaft, die er mit seinen Angehörigen ohne fremde Dienstlente bearbeiten muß. ^Nahalal ist nach 'einem merkwnrdigest^-vom Architekten Kant fma n n I'der früher einige -Jahre in Ham- . bürg aniäisig war, entworfenen Plan kreisförmig erbaut und' schließt in der Mitte die öffentlichen Anstalten (die Schule, das Bech Am, die Lagerrä lme.ww.) ein. Ein großer, wirk'' die landwirtschaftliche Schule für ai'bs-S chochat begründ Gemeindeblatt der Deutsch-JSra^litischen Gemeinde. Nummer 8 lich schöner Neubau soll slNädchen, die von Frau-N aufnehmen. Zwilchen Nahalal und .Haifa liegt die Kolonie lath Jaakob der Jabilonncr Ehe^sidrin st :>t, a ch - 'lei unserer Ankunft erst 6 Wochen im Lande waren; diese Leute, die in Polen als Kaufleutb und Kleinhändler gelebt hatten, waren.mit ihren: Rebbe noch Erez Israel gezogen, um ini Lande der Pater ein neueä Leben zu beginnen. Wir sahen alte Lome bei der schweren Arbeit, die Sümpfe des K i-s cho n. trocken zu legen, Frauen, die zu Hause wahrscheinlich keine 'körperliche Arbeit geleistet hatten,, bei der Feldarbeit. Trotz der wenigen Wochen, die he im Laude waren,- hatten.schon alle große, schöne- Wohnbarackcn', die wohnlich eingerichtet ryaren. Um dieLiedlung herum war ein Eruw gelegt, um den Bewohnern das Tragen am Sahbath zu ermöglichen. PUt berechtigtem Stolze zeigte uns der Sekretär des Rcbbe^ asle Einrichtungen. Tieie Atisiedler leben in streng traditioneller Weiie-, Haben sich aher^nichlj etwa vmi den freier lebenden Chaluzim der Na hb-rsiodluitgen abgeschlosien/sondern kommen oft mit ihnen zusammen; lauschen Erfahrungen mit ihnen aus und lassen silh Ratschläge für ihre junge Sicd- - limg geben. Sogar in die sozialistische Arbeiterorganisation sind.sie eingetreten, uird mein verspricht sich im Lande gerade von diesem Schritt des klugen Rebbe einen Einfluß auf die Arbeiterschaft im Sinne her.Rückkehr zum traditionellen Judentum.' " Von Nachlath Jaacob^aus haben die Jablonner eine Aütomobillinie nach dem etwa 6—7 Kilometer entfernten Hin i f a eingerichtet, die mebrere Male am Tage die Kolonie msl der Stadt verbindet, nri Waiien, Baumaterial und auch Besucher zu befördcni. .Haifa isrwohl die am schönsten gelegene Stadt in Palästina. Sie ÜLgl am Fuße des bewalde- ^ten, mit Villen 'besetzten K irmesl am Ufer der Bucht von .Äikko. Bon. den Höhen ice Karmel überschaut man in ei^em herrlichen Panoranu! die ganze Bucht mit dem an ihtem anderen Ende liegenden Akku. Bor einem dehnt .sich die Ebene Haifa-Also ansi, durch die der Ki schon dahingleitet, und auch den gtrößten.Teil des Emek kann rian überblicken. Im. Nordonens ragen dio Bergketten von (valilaea empor, und über .sie hiiMus schimmert die weiße Schneekuppe des He'rmo n>; bei gutem Wetter ist sogar der Libanon zu sehen. Einer Schmuck der Stadt bildet das Hebräische »Technikum mit-t er Realschule, an welcher u. a. dis h a m b u r g i s ch e Lehrer in Fräulein B u r.ch a r d t wirkt. I An der Bahnstrecke Haifa —Lydda — Tel Awiw liegen die sehr gut bebauten Kolonien A t l r t h mit dem Salzwerk, S i ch r o n I a a k o b' B e n j a in i n a, Ehedarah- und-Pethach Thik'wah.f Bon.den jetzt monatlich.über 3000 zählenden Einivandetern bleiben mindestens.die Hälfte in^Tel Awiw, dessen Baden vor'13 Jahren noch-eine Sandwüste war und. das jetzt schon über 30 000 Einwohner zählt. .Im Zentrum der Stddt steht das Hebräische Gymnasium, dessen Bau von dem englischen,-in Kappeln bei Schleswig geborenen Fabrijkanren Jrcvb Moser zum Andenken an H'e r zDgcstistet wurde. Ta man die rapide Cntwicklüng, welche, me Stadt iilhmcu wurde, nicht vorausseheii könnt!, hat mckn das Gymnasium querüber ihre Hauptstraße, die Huzl-Straße gebaut, so daß diese Straße nicht weiter geführt werden kSnn und der Hauptverkehr auf die kurze Straße zusani mengedräiigt wird. Jp Tel Awiw schießen die Häuser wie (Pilze aus . der Erdepmian sagt, sie werden nicht gebaut, sondern sie wachsen; wir konnten, da wir ja am Beginn und aM E?ide unseres Aufenthaltes dort waren, direkt bemerken, daß in den -DWocheii, zwischi'n. uufbrn beiden Besuchen, eine ganze Anzahl von Häusern fertig geworden, andcrc neu begönne i waren. Mitten i» der Stabt steht die Synagoge, die w ihl 3000 bis 4000 Personen faßt.- Das Gebäude ist fast fe etig, nur hat es — keiij Tach. Der Raum ist, so sagte man. uns, so groß, daß das! projektierte Tach infolge eines Konsri uktionsfehlers nicht gebaut werden kann. Seit über einem Jahre prdbieren die Perschiedensten Baumeister ihre Kunst an dem Problem, wie sie das Tach auf die Synagoge setzen önncn. Das Fehlen d>cS Daches hindert aber die Einmohin r nicht darau^, ihren! Gottesdienst dort abzuhalten. Währ nid unseres Aufenthaltes in Tel Awiw fand in der Syisti >oge eine große Begrüßungsfeier für den Baron E d in u n d R o t Hs ch i l d stakt, der vor -seinem 80. Geburtstag n ich einmal das Land besuchte, das ihm zum größten Te.il>. einen Aufbau verdankt und für das er gegen 400 Milli, nen Goldfranken aufgiswcndet haben soll. Es gelang uns/ da wir ein Empfehljliigsschrciben unserer Gemeii de vorweisen konntkn, Karten zur Feier zu erhalten. Ter! Baron und di'e Baronii Willy Rothschild, wurden i gistejeit. Die Stadt war Seitvr des Weges, den. sie fish eine Tochter des Frankfurter ganzen Land mit warmer Liebe elränzt und beflaggt, auf beiden rcn, waren tausende von Schulkindern mit Fahnen zur Begrüßung ausgestellt. Die beiden Lberrlibb'iner, der sephardiick« und der aschkcnasische, sowie der B irgermeister hielten hebräische Ansprachen, der Baroi antwortete französisch! und ließ durch seinen Sekretär in-hebräischer Sprache sein pplitisches Testament verlesen, in dem e: seiner Freude über >>iic Entwicklung Palästinas Ausdnick zab und versprach, den Lande auch weiter seine Fürsorge Erhalten zu wollen. > (Schluß folgt.) Oefsentliche Quittung. Zrbecks Ablösung von Dastksagungen anläßlich der Gechurt ihrer Tochter spendeten'>Herr und Frau Dr. S. B a r ch " \ ' 50 J( f ft r das Krankenhaus der Gemeinde,^ 50 fü r das! st inderurh oIungsheim ' Wisthelmi n°c ii!hjö h e. -!. > ^n der gleichen Absicht isbenviescn Herr und Frau Woff S. Jacohson eine! Spende für Wohlfahrtszwecke der Gemeinde. Heber den Eingang dieser Spenden wird hiermit quittiert. Deutsch-Israelitische Gemeinde. bS ltenhaus der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. De! Vorstand hat beschlossen^ ein Ehepaar oder zwei mänstliche Pfleglinge u n e n t g e l t l i ch. aufzunehmen. Diejenigen. welche eine Aufnahme in das Altenhaus wünschen, w^ltn Anmeldcbögen bei Hsrrn Moritz Wolff, Ellern- -torKÜri'cke 3 oder Herrn Otto Joshua, Kaufmannshaus Nr. 35 2, abfordern und bis zum 16. Dezember d. I. ausgefüllt .zu rückliefern. Kr Aufnahme sind gemäß § 4 der Statuten geeignet: Männer, welche das 60. Lebeysjahr, und weibliche Personen, r

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