Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1925-10-10 · 6 (10.10.1925) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
1 (1925)
Issue
6 (10.10.1925)
Date
1925-10-10
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/4891256-5444690-5444777--0055-4891287
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 4 1 trag eingestellt werden, um in einer absehbaren Irist ^n der allHemeiä als notwendig erkannten Anstalt zn gelangen. Herr. Di;. Ka l in » s unterstrich ans Grund inner Erfahrungen als Nervenarzt die Ausfühningeil der Destkichrist, welche die Erriclitung eines jüdischen (Gefährdeten-''und Psychopathenheinis fordern. Die Psychopathen, die in Gefahr wie», verbrecherisch zu ivevden, vor sich selbst zu schützen, sek ebenso in ihrem eige- »ci Interesse wie-zur Reinerhalliing der Ehre des jüdischen Na mens, geboten. Die Errichtung einer solchen Anstalt ebenso wie die eines jüdischen Dnberknlosenhenns seien Aufgaben der. Gesamlorgairisation der deiitschen Inden,' über derrn-cheabsichtigtc (Gründung unter Brrücksichliäung der Entwicklung derZetzten'.Iahre der Vorsitzende des Vorstandes, VK'n' 'JU- ' treb V-'Uttr Ailskunsr gab. Ans eint Anfrage des Herr»» I sb.a< se n legte Herr Dr. Nathan dhr, welche Schwierig^ -keittn zu übenvinden seien, um die lun'üclichen jüdischen ls^- burten in Htimbnrg zu erfaffen, ohne'deren restlose Ieststellnng.es sich nicht werde vermeiden.lassen, daß jüdische Kinder von jüdischer Leite iinbetreilt blew.m und durch Adoption oder Danse dem Judentum verlöret, gehen. Von seiten der in der Krankenhansfürsorge der Geiileinde tätigen Dame» geschehe alles, um die in den staatlichen Entbindnngsansmlten geborenen jüdischen Binder iesizüstellen.- Die Er vrteinng schloß mit einem warmen Appell des' Vorsitzenden an fdle Meii'chensienude, die ncher nicht versage» würden, weich, die Kräite der (slenieinde nicht znr'Errichttliig des Hei- ■ ines-wusi eichen würde». Das Kokldginin . nahin sodann den von Herr» Tr. /c r ä-n ke l erstatteten Bericht des Ans'chnstes entgegen, der dke sNöälichkoitcii der Heranziehung der in Hamburg lebenden, >»och nicht veranlagten Juden zur Gememdestener prüfen ivlltk. Tie Prüsn'ng.'hak ein gutes Renilkat ergeben.. Bei einer, sang-eiioiiiineiienl Zähl von 20000 jüdischen Leeleik, zähle di«^ Gejneknde' zwischen 0000 bis 7000 Steuerzahler - Gtmeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Dasi.sei eine befriedigende Zahl. Die restlose Erfastung der noch nicht zur Gemeindesteuer Veranlagten werde erst möglich > sein, »-iveiin'die Ergebniste einer noch bevorstehenden Pvlkszählnng'von. der Gemeinde vermerket werden könnten. 'Dixie würden! daun zugleich eine sicheret (Grundlage für die Aufstellung esiier neuen Wählerliste ergeben, dertn Nvt- ,Nizendigkeit di ei jüngsten Wahlen erwiesen halten. Das Äol-1 Acfstltm nahm jr'on dieiemt Bericht ohne (^rörtening Keniikilis j ,am!> stimmte dsmi Anträge des Ausichunes, leine Arbeiten bis ljzn bfiir erwähsilen Zeitpunkte eiustellen zn können, zu. : '(hleichsallsj ohne länger Erörlernng genehmigte das Zstokleginm eint größere Anzahl Anträge des Vorstandes der Gemeinde ans>Bewilligung zum Teil recht erheblicher Mittel-, Unter ihnen bl0s>0 J( für das Mädchenwapenhans der Gemeinde „Panlinensti't", 1.', 000 Jl fiir die Äbinmisfion für hie Iremdenpifege der Gemeinde bzw. das 'ihr unlerstchende Danirl Wormser-Hans, lOOOO . V für das .stiiidererholniigspeim.Wilhelmineuhöhe. je 1000 .//-für die jüdische Volksküche, die-Ieschnvah wivie größere.Betrage für,die Döchterschitles den-.stmrben'horr der Daliinid Dora Realschule und zugunsten der jüdischen Cpojiit.'i, ist Schneidemühl. Die Be- Iirüstdung der einzelnen Anträge habcux wir^in den „MiteiluiM» der Gemeinde" bereits vor der icht, so daß He hier nicht noch einma oerhe i, brauch'.' In den Anträgen des hrer einmütigen Annahme durch das ^olleginm kommt - >as muß hier wchigstens gesagt werdeji — der übcreintintmhrbe. Wisle beider (Gemeindebehörden znm Ausdruck, f,an^- hesondercj in' der gegennmrtige» "-sbil^dio sozialen imb kulturellen Eiitrichtnngen der Gemeinde aiksrecht zu halten tind ebenso ihrier Berpslichtnug gegen die (Kc'samtheit gerecht, zu werden, st^ei der Beratung oes die Volksküche der Gel Citznng veroneni' wiedergegcben zi; Vorstandes und in Nummer 6 moinde betreffenden illsitragijs rühmte Herr Schloß deren segensreiches Wirken — wehden doch in ihr nicht lveniger als hundert Persoiren täglich gespeist — und vor allem die aufopfernde Tätigkeit der in 5er Küche ehrenamtlich tätigen Tanzen. Der Redner sprach ,ie Envartnug ans, daß weite Kreise , dcr Gemeinde die Küche finanziell il ii t e r st ü tz e n m ö ch t e n i nd^sorderte auch die Mitglieder des Kolleginiiis auf, in diesem Zinne sich zn benrühen. Tie Beratung des Autmges auf Bewilligung der Mittel für das K i n d e r e r h o l u n g s heim Wilbel m i n c n h öhc gab dein zum ersten Male als tommisskir des Vorstandes anwesend.n Herrn Philip., )Anlaf; zn längeren Anssühl-uilgen. Er gab zu, bnf, der Umbau der Anstalt, wie Herr Dr. jy ränkel m-rnpitete, den Voranschlag überschritten habe. Er: bezeichnen mich als das Ziel der Verwältniig, das Heim auf ergei e Iüße zu stellen. Das sei ihr auch in einciii' beachtlichen ^lmsange gelniigen. ' Zie habe durch Zaiiimlittigen 22000 J/' aufgebracht: das fei eine Zahl, die in w kritischer Zeit für sich selbst spreche. Dankbar- ^wäh,ite ^er die Unterstüpisiig vepschiedejier. behördlicher Ztellen. ' Dzohdein das Heini, insbesbnderejdie Ansbriiigniig der erforderlichen Mittellihist dauernd viele Sorge» bereite, bereue er nicht, das Wer» »iiseriiommen zn habc'n. Jetzt sei der Uinbag vvllendet: wäre! er hciite »pch! nicht .begonnen, würde er vielleicht nie ins W-erk gesetzt worden sei». Neben -der I-ünorge mieden Geist sfi die Fürsorge für de» störper notwendig-. die ^eele» der Jugend müßten den Se;f<ni der Irciheit »nd der Bkrührnng >mit der Natur empsiird.en. Ter Redner entwicktlte sodann das Problem her Wintcrarbeit des Heims, für welche die Verwaltmig seilte Aiisgestaltnilg zn einer Art Schnlheim anstrebe, in welches» ganze Schnl'- klaffen unter Iührnng eines oder mehrerer Lehrer UnterNcht und Erholung zn gleicher Zcjit siiide» könnten!. Das Heim beherberge ferner eine Kleiilkinderabteilungs welche Ivenig stens in kleinem Umfange esnen Ersatz fi"st das von der Ilöisheimichen Deiilichrift geordert. ganze Werk, das lwute für sich allein Kinder, die einmal in ihm gsweilt hätteitz die'beste Werbe Zrast darstellten, sei nicht möglich gewesen ohsie die stete und ansdanernde Mitarbeit Zoller Penva>tn»gsmitglird'er, von denen insbesondere eine Dame, die ihre». Namen gewiß in diesem Bericht nicht geiiannt sehen will, auch erhebliche persönliche Aiifwendiingen.' für-das Heins gemacht hat. - - TaS Kollegium nahm die Allsführungen des Redners mit lautem Beifall entgegen, und Herr^ Blatt verzichtete unter ihrem Eindruck ans die Brantwortung rimr vorher vvn ihm zur cache gestellten Iragc. Ter Rest der Dagesordmiiig wirrde hieniüch vom Kvllegiiiiii ichnell erledigt. Es ehtlandte znm 2lusgjeich einiger Mriiuliigsverichiedeiiheiten bfi der Beratung dc'r neuen SatznUgen des 'Altculninses zwischen dem Vorstaicdc dieser Anstalten und den Geiiieiiid.eb^'hördeis Vertreter in den vom VorstaiiSe beantragten Ausschuß, ebliisv Vertreter in einenl Ausschuß zur Beratung eines Antrag >s der Alten imd Neuen' Klaus auf Beivilliguiig eines Beitraces, wählte Iran Dr. I v I i n s T e r fJi b e r g in .den Vorstand des - Mädchenwaiienhanies der Gemeinde- „Panlinenstift" Äind Herrn Earl Norden in die I-ribdhofsköininiisio». Die Herren L sca r He h in a n n , Joseph We i gert und Moritz Wolfs, die dieser Kominissipn bereits angehörten, wurden Kiildenzeim biete. Das spreche sind für das die nach Ablauf ihr>r Wahlperiode wiede Periode! rgewählt. Bekanntmachung bctr. Gemeindefteiuer -' Zahlungstermine. Unltr B.'zngiiahine auf Die) in Nr 2, des Geincilideblattes veröffentlichte GeniciildestenevorÄiillilg für 102.', und die. ei'gänzendeii Bekaiintmachuntzeu des' Laiiüesfinanzamtes

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.