Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 5 (10.9.1925)
- Date
- 1925-09-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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s Nummer 5 Gemeindeblatl der TLutsch-Jsraelitischen Gemeinde. vorüber! schmetternden Feuer und Holz. Weint der Mond sich am Hbendh mmel nn der Grenze des Landes zeigt, entzündet der! äußer 'te Wachposten eine Fackel. - Bon Berg zu Berg lcucyteu di? Signalfeuer, bis -die Botschaft den Tempel ersticht hat: Der Neumond steht ain Himmel! Der Persohnuiil^ag ist Die Widderhörner grüßenwem A!ond mit Tönen, und die Männer wenden süz ihm zu und beten seiiien Schöpfer an: denn daZ Mondlichi war das erste, das am Tag der Schöpfung im Dunkel feuchtete . . . „Es tverde Licht!" sprach Gott. Und wie er es sagte, stieg der Mond leuchtend wie eine Sonne über ne Erde. Aber Gott deuchte, daß. mehr Licht seist müsse, und.außer dem Mond setzte er/mch die Sonne an den Himmel.. Ter Mond sah, daß erbricht mehr der einzige Quell tes Licsts und der Verklärung war; und voll Bitterkeit und Mißgunst klagte dem Schöpfer: „Siehe/ ich war altem an; Himmel und kehl Licht außer! mir, und mein Glanz erfüllte alles und war ausreichend für dieGrde. Warum seßtest/Tu die Tonne an den.- Himmel, da doch ich da war. Jetzt l^ehe i sich die Augen Idee Erde nicht zu mir ällein. Gin cmdeiesist au meiner Seite. Nimm es wiederum fort/fort in das Dunkel, und die Tiefe, wo es war bis an diesen Tag. i Warum erhobst 3:» mich an den Himmel Deiner Schöps» ig,. wenn mein Licht-Dir nun zu geringe deucht?" Der 'Schöpfer aber ergrimmte, als er die e age über sein Wirk vernahm,! und er antwortete dein stfe süchtigen Mond: .! i* „Weil du Groll hegst gegen die Sonne, dis ich dir zur^ Seite gesetzt habe, soll '-deinem Wunsche Erfiillune werden. Nur cinp Sonne soll am HiNimcl sein. - Tu aper sollst unstet und heimatlos wantzern zwischen Tag 4! acht, mit d.em matten Licht des Alters über deiner «Älini, und-zum Zeichen, daß du gegeinäärtig bist, selbst weilst das 'luge dich nicht sieht, will ich das Zodiakallicht am Abeadhiinmei leuchten lassen zur Trennüng zwischen der Sonne und dir.' Es soll zwischeii Sonne und Mond stehen wie ein dämmerndes Gespeiistcrlächeln und dein Erscheinen auküiiüipn, noch eh' du dein bleiches, vergrämtes Antlitz in die. liinsaiickeit der Nacht erhoben hast." - I Bon Stund an war mir eine So»ne am Himmel, gudder Mond wandert heimatlos und flüchtig^zwisckx'ii Tag und -Nacht wie Israels-Volk »ach der -Zerstörung Je iisaleiiio. Der Mond ist der Stern der Juden.-. Aber nachdem sie am Ende des Bersöhnungstages des Mondes Schöpfer' angebetet haben, gehen sie nach Hause, um fünf Tage lang ihr tägliches Leben zu leben und Raum zu bereiten, das Laabhüttenfest zu feiern. Bier Wäildc'nebst einem Dach ans Ziveigen, durch das man den Himmel sieht, ist das Hails der- Juden in der Woche, die das Ea rbhütten fest währt. Fromme Juden essen und schlafen in i er Laubhütte, trotz der Kälte, unter freiem Himmel. Bitr, ig Jahre -waiiderien ihre Bäter in der Wüstx, bis das Ge etz ihnen gegeben war. Ter achte Tag »ach dem Beginn t es Lailbh'üttenfestes ist der Tag des Gesetzes, das Thorafts ' In der Synagoge werden die Thorarvllen aus der Lade genommen. Siebenmal geht die Gemeinde mit nn Nolle» in den Händen rund uw den Stuhl, pon dem aus beim Gottesdienst das Gesetz verkündet wird. .Die Nöllen gehen von Hand zu Hand. Alle müsse» sie einmal n/tb herum tun Wein entfla »wen das Fleisch. > ihrer geschlojsencn Galerie herab Synagoge ans dem Tanz der Mäufi der Freude und Erbauung.sinn G das Israel/vereint. . Bvn^.lh gehen!' ' Seite 6 ie Weibe<r '-konimeil voii ) sehen.wo» der jür der nor-zu- . Es ist e'in Tag 'dächtnis an das Gesetz, .ihm w rd kein Tüttelchenver-!üßt sie, tanzt mit ihnen. 'Es ist ein ist venvehrt, Wein zi trinken.' werden ausgeteilt an (Kroß und bischer Geist senkt sich übe: die Gemeinde. 5Hnder und Einvachsene tanzen mit kleine)l Papierfahnen in den erhobenen! Händen. Auf der einep Seite ist Moses abgebildet,'auf to t andern der Tempel in Jerusalem, wie er in vergangenen Zeiten.war. Gebet juitb Tanz und getragen haben. Man Freudenfest/und keine Früchte und Süßigkeit^ Klein. Ein heißer, ekst Personalien Am Montag, dem 24; Aug gerein Leiden der langjährige eb Israelitischen Tempetverbaiides 9 Würdigung des verdienten Mannif erscheint in der - nächsten Numme n Auch Du kannst urs helfen! üst, verschied nach län gmalige Lberkantor des o r i tz Heule. Eine s -und edlen Menschen des GeimnndeblatteS. Nummer veröffentlichen nckwünschc dinch Sven. Auf der ersten Seite dieser wir einen Ausruf, die Neujahrs Gl den für wohltätige Zweckes abziilöscn. Er ist «in be »edles Zeichen der- Not unserer Zelt — und wir spreche,/' auch an dieser Stelle die dringend: Bitte ans,'daß unser Ruf nicht iingehürt verhalle. Jel»e Gabe trägt bei zur Linderung fremder Not und Sorge. . Auch T st kannst u n s' che l fen! lind wenn iticht mit. Geld, so doch in anderer Weise. Die. .Üoinmissioit' für.das Wohin hrtsweien der>Gemeinde unterhält dauernd' eine K le i d e ykain m e r, von welcher ihre Schutzbesoh lenen mit Le b w ä s d) e, K lcidsung und F u ß zeug versorgt .werde». Sieh zu, was in lDeinem Schranke ent bchrljch ist, und benachrichtige die! Kommission (Rothen baumchaussec.Elbe daß sie die Sachen ab holen lasse.!Wäs noch irgendwie [ verwendbar ist, wird mit Dank ange lonimcn und grfordsrlichenfatls von Hand werkcrn, denen anf^ diese Weise auch wieder lein Bei dienst zugewan >t werden kamt, instand gesetzt. Die Be der T e x t i l i der )ioin,nissio ti ch 1 i g n n g der K l c i d c r k a in »i e r, : n. u n d^ L e b c n s m i t t c l a b t c i l u » g .für das -Wohliahrtswesen wird rauf Wunsch gern eestatlek. Borstand ter Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Israelitischer Tcinpeloeiband . Tie Verni etung der 'Büro: Poolst bis l ll h r, Hansa 4222.) Es wird, R o f ch Isa sch a K i p p u r-, dem ..„ ... freien Tempelplätze erfolgtim. r. 12 (HinterhanH täglich von >-l >> a u ß er S o n a b c n d. . (Fernsprecher: ausdrücklich dajrauf hingewiejen, daß am iah, dem l(st! und'20., sowie, am Jom 27. und 2Kl September, her Eintritt nur gegen Einlaßkarten gestattet ist. - Jugendliche .in Begleitung von Platziiihabernl haben . freien Zutritt. - Begründete Anträge aus lileberlassung von Freikarten und aus Karten zu ermäßigten Preisen sind tiiit der Aufschrift /Vertraulich" bis zum lst. September an das Büro zu -richt,cn.! , deren in der Seclenfeier Tie Namen' Verstorbciicr, am Jom Kippur gedacht werden soll,^ sind, soweit sie nicht bereits vcsrgewerkt sind/ bis zum - 24. September dein Büro auszugeben. Gcbelbuck,er nach Tempelritiis sind se von 6 Mark erhältlich. Der Boi^stand. - . im Büro zum Pre Religionsschu!e des Jüdischen Schulvcreins L ba' r r e a l s ch n l e E p p e n d o r f. Nnisteldnngon fün das Wintgrhalbljahr'niinmt schon jetzt entgegcit - der Schulleiter ' ' -Rahb. Dr. Rü^f» Parkallee 2. Nordsee 2662.; ‘ %