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Die Gegenwart · 1870-11-11 · 46 (11.11.1870) · p. Seite 411

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
46 (11.11.1870)
Date
1870-11-11
Page
Seite 411 (sequence 7)
Language
German
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Jacob Gomperz, schwer verw., Schuß in den linken Fuß. Füs. Heyman vermißt. Einjähr. Frei«. Bernhardt Isidor Rothschild au- Cöln, todt. Mu-k. Jacob Behrend au- Rodenberg, Kr. Rinteln, todt, Schuß durch den Kopf. Mu-k. Paul Misch au- Gohrau, schwer verwundet. Schuß in den rechten Oberschenkel. Einjähr. Freiw. Gefreiter Eduard Jacob au- Catania in Sicilien, leicht verw. Einjähr. Freiw. Gefr. Moritz Joseph a. Weidmar, Kreis Bochum, vermißt. Füs. Abraham au- Neuenahr, schwer verwundet, Schuß in die Schulter. (Hohen;. Füsilier Reg. No. 40.) Fils. Jacob Raumann au- Saafrld, schwer verw. Schuß in die Kniescheibe. Unteroffizier Philipp Philipp! a. Linz, schwer verw., Schuß in die linke Seite. Füs. Jacob Bamberger a. Nahollenbach, schw. verw., Schuß inS Gesicht. Füs. Jacob Marx a. ZüderSweiler vermißt, Füs. MarcuS Levy a. Broich schw. verw., im rechten Unterschenkel. Füs. Jacob Schwarz aus Kirchen heim, schw. verw. im rechten Oberschenkel. (Westphäl. Inf. Reg. No. 55.) Füs. Jsaac Heß a. Bockenheim, Kreis ' Hanau, todt. Füs. Elia» Mühlbach a. Nieder Reifenberg, verw. Füs. Jos. Jacob Israel a. Oberrath, Kreis Frankfurt a. M., todt. Füs. MoseS Lüwenberg aus Neuenrade, Kreis Altona, todt. Schlacht bei Wörth, 6. August. Dragoner H. CaSpari aus Dittersbach, Kreis Görlitz, Schuß in den Kopf. Dragoner Paul Heymann a. Modlau, Kr. Goldberg, leicht verw. (1. Niederschl. Inf Reg. No. 46.) MuSk, H. Hirschberg a. HanSdorf, Kr. Glatz, Schuß in die Brust. MuSk. Louis Krakauer, a. Sagan, verm. MuSk. Alb. 'Cohn a. Penkun, Kr. Randow, Schuß in den Oberschenkel. MuSk. Adolph Frirdländer a. Flatow, .todt. Gefr. Joseph Heymann, Schuß in den Untersch. Mu-k. W. Herz, verw. MuSk. Josrph Lehmann a. Bentschen, Kr. Sagan Schuß durch den Kopf. Füs. Julius Wolff a. Brüsewitz, Kreis Saatzig. verw. (2. NaffauischeS Inf. Reg. No. 88.) MuSk. Simon Löb a. Willmar, Kr. Oberlahn todt. MuSk. Wolff leicht, verw. Schuß ins Bein. MuSk. Jsaac Jsselbrcher a. Jffelbach, Kr. Unterlahn, todt. MuSk. Gefr. Einjähr. Freiw. MagnuS Heller a. Eiterfeld, Kr. Hünfeld, schw. verw. Sch. in den Oberschenkel. Füs. Jacob Schwarz, a. Frechenhausen Kr. Biedenkopf, leicht verw. Schuß ins Bein. (Hessisches Inf. Reg. No. 83.) MuSk. Aron MoseS aus Oberndorf, Kr. Wetzlar, todt. MuSk. Louis Blum aus BeckelSheim, Kreis Hanau, verw. MuSk. Salomon Löwenstein aus Sollau, Kreis Lüneburg, verw. (NaffauischeS Inf. Reg. No. 87.) Gefr. Joseph Engelmann aus Geisenheim, Kreis Rhenigan, . schwer, verw. Gefr. Leopold Herzheimer auS Flörsheim, MainkreiS, schwer verw. Füs. Jakob Simon auS Birgen, Kr. Untertaunus, schwer, verw. Offiz. Aspirant Nathanicl Eysenhart auS Berlin, leicht, verw., Schuß in den rechten Oberarm. (Westpreuß. Gren. Reg. No. 6.) Unterof. Hermann Roienbaum aus Königsberg, schwer verw. Grenadier Jos. SchüttkowSki auö Graudenz, verw. Gefr. Gustav Daniel aus Duden, verw. Gefr. Eduard Gutzeit aus Königsberg verw. Gren. Moritz Benjamin aus Kempen, Kreis Schildberg, schwer verw., Schuß in den Oberschenkel. Gren. ^Jakob Dorn aus Herresheim, verw. Gren. Jakob Falk aus LeeSken, Kr. Oleyko, schwer verw. im Rücken. Gren. Michael Elsässer auS Rothenburg, leicht verw. (Hess. Inf. Reg. No. 80. Gefr. Jakob Liedmann auS Schierstem. Kreis Wiesbaden, verw. Füf. A. Wolf aus Limburg, Schuß in den Arm. Füs. Martin Wolff aus Aßbach, vermißt. Füs. Jos. Jaschindki aus Raschkowo. leicht verw. Füs. Gotlieb Zander au- Lötzen, Schuß ins Bein. Füs. Jakob Steinheimer au- Oestrich, Kr. Wiesbaden vermißt, wahrsch. verw. Gefr. Isidor Simon a. Beleck Kr. Arnsberg, todt, Schuß in den Unterleib. (Westphäl. Füs. Reg. No. 37.) MuSk. Jos. Jockisch auS Bischofwalde Kr. Neiße, leicht, verw. Unteroffizier W. Berliner auS Leobschütz; l. verw. Gefr. Jos. MichalSki aus Schwersenz schwer verw. Schuß in dm Oberarm. Gefr. Seelig Krotoschin au» Meseritz verw., Füs. Julius Riese au» Stmdal schwer verw., Schuß durch die Brust. Gefr. Julius Jakobson au- Fordon verw. Gefr. David Kahnemann au- Flatow verw., Gefr. Jos. Wolff au» Reimbeck »ermißt. Füs. Jos. Maier au» Düffeldorff schwer verw. Schaß ins Bein. Füs. Bernhard Marku» . au« Jatroschiu Kreiß Kröben leicht verwundet. (Fortsetzung folgt). vom Lüchertische. Die Inschrift auf dem Denkmal Mesa- König» voa Moab. (9. vorchr. Jahrh.) Mit einem Anhang betreffend die Grabschrift de» sid. König» Eschmunazar übersetzt und erläutert von Dr. S. I. Kämpf Professor der semitischen Sprachen und Literaturen an der t. k. Universität in Prag. Mit einer lithografirten Taftl. Prag 1870 Verlag von F. TempSky. Bevor wir auf da- Meritorische deuns vorliegende» Buches eingehcn, wollen wir vorerst da» Motiv anfahre», das den Verfasser geleitet haben mochte, sich der ethymologischen Forschung der Grabschrift deS sidonischen König» Eschmunazar zu unterziehen An der Stelle de» alten Dibon nähmlich, das im Lande Moab jenseits des JordanflaßeS lag, wurde kürzlich ein Stein mit einer Inschrift aufgefunden, das einzig authentische und ursprüngliche biblische Denkmal, das bis zum heutigen Tage entdeckt wurde. Der Stein trägt eine Inschrift in moabitischer Sprache 34 Zeile» lang, in welcher die Thatcn de» König» Mescha verzeichnet sind. Dieser König ist kein anderer als jener König der Moabiter, dessen blutige Kriege in der Bibel erzählt werden, und der ein Zeitgenosse der Könige von Israel Ahab, Ahaziah und Jehoram war, die ungefähr 900 Jahre vor der christl. Zeitrechnung gelebt haben. Die Inschrift beginnend mit den Worten: ,Jch bin Mescha. Sohn des Chamo», mein Vater herrschte über Moab" wurde von Herrn Clermond Ganncau, Dragoman des französischen Konsulate» zu Jerusalem entdeckt und von dem Grafen de Vogue im phänizischen Originale mit hebräischen Buchstaben veröffentlicht, indem die erstere Sprache mit der hebräischen so nahe verwandt ist, daß sie vor derselben kaum unterschieden werden kann. Herr Prof. Kämpf vermeidet es, die nähere Beschaffenheit des Denkmals, wie die Art und Weise seine» Auffinden« zu erzählen, wcßhalb wir dieselbe ü Kürze vorangehen ließen, cs ist ihm nur darum zu thun, seine Anschauung bezüglich der Auffassung des Inhalte« der Inschrift zu manifestiren, um mit ihr die Divergenzen, die sich au» den Ansichten Anderer ergeben, desto plastischer hervortreten zu lassen. ES lagen dem Verfasser die auf die D'nkschrift Bezug habenden Arbeiten von Ganneau. Nöldcke, Ichlottmann Neubauer vor, von denen der Verfasser das Elaborat Nöldekes (mit einer Litographie) in erster Reihe zu widerlegen sucht, wobei ihm die Vocallosigkeit der hebr. TranSscriptton freien Spielraum in der Auffassung ließ. Bei all der Mühe, die sich Herr Prof. Käinpf gegeben, unterließ er nicht, de» Trefflichen und Verdienstvollen de» bereit« über die Deokschrift gebotenen Materials zu gedenken und gesteht zu. daß da» zweite, viel vollständigere Faesimile, durch seine vorherrschenden Lücken einen allseitig befriedigenden Abschluß der Sache nicht so bald erwarten läßt. Darum erachtete e» der Verfasser nicht bloß als ein jus humanum sondern auch al» ein officium jede« Fachmannes, den Gegenstand nicht erkalte», ihn vielmehr in sprachlicher und historischer Beziehung za bearbeiten. Bei der vorliegenden-Arbeit, die der Verfasser«» gen der mehr prädominirenden Hypothesen als der auSgrfpr» chenen Gewißheit einen Versuch nennt, bedient sich derBerfasser der Mischnah, Targumim, Midraschim und de» Talmud«, die er al» eine mächtige Handhabe bei Forschung» auf dem semitischen Sprachgebiete betrachtet. (Schluß folgt.)

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