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Die Gegenwart · 1870-10-14 · 42 (14.10.1870) · p. Seite 379

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
42 (14.10.1870)
Date
1870-10-14
Page
Seite 379 (sequence 7)
Language
German
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379 so ist dies nur durch allmählichen Ankauf neben einander, liegender GebietStheile möglich gewesen. Dorf und Schloß FerriereS liegen etwas seitabwärtS auf der Ostbahnstrecke von Paris nach Meaux. Man fährt von der Hauptstadt etwa fünf Viertelstunden bizu der Station Ozouer la Fernere und von dort im Wagen zwanzig Minuten nach dem Schlosse. Der schöne, links von der Eisenbahnstation abgehrnde Weg führt zunächst durch einen einem alt-adeligen französischen Geschlechte gehörenden Nie, derwald, der sich der Besitzung des BaroirS James von Rothschild auschließt; dann gelangt man durch eine stattliche, breite, von alten Bäumen bepflanzte Allee zum Eingänge in den Park. An die Station Ozouer und an diesen Eingang knüpft sich eine kleine anekdotisch. historische Erinnerung DaS neue Schloß und die Parkanlagen sind eine erst vor wenigen Jahren vollendete Schöpfung des inzwischen verstorbenen BaronS James v. Rothschild. Die Besitzung war Fremden wenig zugänglich und wurde einer größeren Gesellschaft eigentlich erst gelegentlich des bekannten Besuches des Kaisers Napoleon gezeizt. Die Liste der Eingeladenen war dem Kaiser selbst überlassen worden, und als letztere auf der Station Ozouer zu Wagen stiegen, um in das Schloß zu fahren, stellte sich heraus, daß der damalige Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Thouvenel, nicht zu den Eingeladenen gehörte und deßhalb höflich ersucht werden mußte, umzukehren. Das Schloß erhebt sich auf einer sanften Anhöhe, inmitten der üppigsten, von Banmgruppen gezierten Parkflächen. ES ist von englischen Architckten im gemischten Renaissancestyl erbaut und besteht aus zwei durch Hauptfacaden mit einander verbundenen Pavillons. Durch ein reich mit Sculpturwerken versehenes Portal gelangt man zu dem Vestibule, von welchem eine Doppeltreppe in die nach englischem Styl großartig angelegte ״Halle" führt. Zu beiden Seiten der Treppe kommt man in datheils zu gesellschaftlichen Vergnügungen und zu Schlafzimmern für Gäste, theils für den Dienst eingerichtete Erdgeschoß. Hier befindet sich unter Andecm der 6orriäor <168 chasseurs, der so eingerichtet ist, daß bei Jagdpartien die an letzteren Theil nehmende Gesellschast die übrigen Gäste in keiner Weise stört. Spiel«, Rauch- und Billardzimmer ergänzen dieses mit allem Comfort des modernen Luxus angelegte Erdgeschoß. Dir bereits erwähnte Halle bildet das Centrum des Schlosses und ist streng genommen das Museum desselben. Sie hat die Höhe von zwei Stockwerken und ist im Innern in der Abgränzung des ersten Stockwerkes von einer Gallerie umgeben, welche die Besichtigung der oberen Kunstwerke gestattet. Die Merkwürdigkeiten in Möbeln, Bildern, Tappisserieen, ceramischen Gold-, Silber- und Elfenbeinwerken, welche der Baron James v. Rothschild im Laufe der Jahre gesammelt hat, sind hier aufgestellt. An den dem Haupteingange gegenüber gelegenen Wänden stehen die Bibliotheken. Die Mittelthür der rechten Wand führt zu der Haupttreppe des Schlaffes, während man durch die Tiefe der Halle rechtin die Schlafzimmer, geradeaus und links aber in eine Reihe von Salons und Speisesälen gelangt. In diesen Räumen zeichnen sich besonders die folgenden durch Decoration aus: In der Axe der Halle ein kleineres Zimmer mit Paneelen von rothem chinesischem Lack mit Gold- Ornamenten; rechts davon ein Saal mit Corduanleder-Tapeten der seltensten Art, da die Decoration, statt wie gewöhnlich aus Arabesken, aus lebensgroßen Figuren mit reichen Eostümen besteht; ferner ein Saal mit Gobelins aus der Zeit Ludwig- XV. und auf der entgegengesetzten Seite der Salon ä la Louis XVI. mit weißem Grunde und vergoldeten Schnitzereien. | Im zweiten Stock befinden sich die Wohnungen für die Familie und für die vornehmen Gäste. Die Synagoge ist in einfachem, ernstem Styl, mitPoneelen von Eichenholz auSgelegt. Aeußere Gallerien mit Statuen׳ und Büsten von Marmor vervollständigen diese» prachtvolle Ensemble. Der Park gehört zu den schausten Frankreichs. Bei der Anlage deffelben war eine große Schwierigkeit zu überwinden, da die völlig platte Gegend nirgends pittoreske Perspektiven darbot. Es mußten daher künstliche Boden- Wallungen vorgenommen werden, die der Art gelungen stad, daß sich nach allen Seiten Aussichten auf künstlich herbeigeleitete Wasserbecken, Abflachungen und Baumgruppen darstellen. Als besonders bemerkenswerth sind noch zu nennen die abwärts vom Schlosse in einem besonderen Pavillon erbauten und mit dem Erdgeschosse des ersteren in Verbindung stehenden Küchen, die Orangerie, die Gewächshäuser, die Fasanerie, welche eine seltene Sammlung von Vögeln enthält, die Stallungen u. s. w. Die im Freien nicht überwinternden Zierpflanzen, die in FereiöreS angesammclt sind, gehören zu den schönsten überhaupt existirenden Exemplaren der verschiedenen SpecieS. Park und Schloß liegen in der Mitte von Waldungen und Dörfern, deren GebietStheile den Gcsammtcomplex des Gutes au-machen. 15. Samst. Wochenaiyeiger. im Monate Oktober — 20. Tischri שכת היה Sabbathelng. 5 n. IS. Sonntag 45 M. SabbathauSg. 5 Uhr 55 N. — 21. Tischri 17. Montag שמיני עצרת ״ .22 --- 18. Dienst. — 23. שמחת תירה ״ Feflcing. 5 «. 19. Mittw. 40 M. FestauSg. 5 u. 45 M. ״ .24 20. Donnerstag . ״ .23 — 21. Freitag -- 26. , 22. Samstag — 27. , Thoraabschnitt בראשית Hafthara כה אפר Sabbatheingang. 5 Uhr 30 Minuten SabbathauSg. 5 Uhr 40 Minute« Märkte. Böhmen. 17. Brüx, Bakowsko, vutzkow, Lhotufltz Rm, Ehudenitz, Laslau, Dubec, Falkeuau Rm, Geiersberg, GieShübel, Haglau» Heinrichsgrün, Hühnerwasser, Jacomer, Kahljauowltz. Leukersdorf, Li» bitz, Sipnitz W>n, Mir», Rerworitz, Neuhan», Pardubitz R a, Peischau^ Platten, Podebrad, Pomeisl, Postapitz. Pcotiwiu, R.ichenberg (i Lage), Rumburg. Sadska, Semil, Tabor, Tremles, Uulercerokwe, Ä.lescht», Wilomitz, Zrhradka. 18. diclohrad, Buchau Rm, äelakowitz, Farbe», Hlinsko Rm, Hustnetz, Jangbunziau, Launowitz. M,riakalm Rm, Marschowktz (pisek. Kr.), Tinischt. 19. »hlumetz, ÄraSlitz R«, Hadern Rm, Hlinsko, Miletin, Wotitz. 20. Eisenstein, «Sang, Grulich, Metutk. Rassaberg, Opotschno^Planitz, Reichenan (du,ist. Ät.', RoMalovs p, Saaz (Hopfenm). 21. Budnian, Kassegowitz, Mühlhausen. Mahren. 17. Altreutsch, Altwessrli Rm, Bistritz (hrad. Kr.) Rm, Budwitz R«, Lhroptn, Daschitz Rm, Dub, Äcoh-Meseritsch 8- Ä, u. R, Lomnitz. Olmütz (5 Tage), Rossitz, Schaffs, Sch»nbec>» Sluschowitz, Tischnowitz Wm, Tlumatschau. Trebitsch Rm, ZwitMu, Zwitiawka. 18. «ltweffeli, «lskupiy, Bistritz (igl. Lr.) Rm. Bistritz (hrad. 91.), Budwitz, Äroß-Meseritsch, Hnlleio, Posoritz, Pcohnitz «״, Gternberg, «trilek, Trltsch Wm, Wall-Meseritsch W. «srtia. Zmit-- tawka Rm. 19. Bistritz (igl. Le.). 2). Jstau Wm, Piraltz 19m, 1U Hohenstadt. 22. Dandrawitz Rm, Domstadtl. Schlesien. 1». Lriter»dorfj

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