Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- III (1870)
- Issue
- 38 (16.9.1870)
- Date
- 1870-09-16
- Page
- Seite 347 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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347 wäre unbillig an Herrn Löwe, der zum ersten Male vor einem alkunstsinnig weithin bekannten Publikum debutirte, jene Anforderungen zu stellen, wie wir sie von einem Künstler erfüllt zu sehen, berechtigt sind, aber gerecht muß es erscheineu, wenn man in der Arktik die Jugend de- Darstellermit in Rechnung zieht. Hr. Löwe, der behufs Antrittes seines neuen Engagement in Zürich nur Einmal auftreten konnte, ist ein bedeutendes Talent, da-gehörig unterstützt, den nächsten Weg zum Künstler führen dürfte. Bedenkt man nun, daß Herr Kühns ein alter und routinirter Schauspieler in der Rolle des Shylok den 23. Feber 1868 nicht durchgegriffen hat und von "der Kritik hart mitgenommen wurde, so ist der anständige Erfolg Löwe'S bei dessen jugendlichen Älter phänomenal zu nennen. Man hat rS Herrn Löwe wo möglich schwierig gemacht, sonst hätte man eS vorgezogen, ihn in dem deutschen Landestheater spielen zu lasten, wo die Räume nicht so groß sind und die. Akustik eine beffere als im Neust. Theater ist, auch hätte man nicht da und dort gleichzeitig eine Vorstellung gegeben, wenn man beabsichtigen wollte, Herrn Löwe vor einem vollen Hause debutiren zu lassen. Demohngeachtet war dasselbe ziemlich besucht und es fand sich ein Publikum rin, das trotz der undankbaren Rolle de- Shylok, dem jugendlichen Darsteller Sympathie entgegenbrachte und dessen Talent mit Beifallsbezeugungen sowol bei offener Scene als zum Schlüße beS Stückes, das bedeutend zugeschnitten war, belohnte. Mit Ausnahme de« Frl. Hahn und der Herren Eichenwald, Hassei. Sauer und Hallenstein, deren Spiel wir lobend hervor« heben, schienen die übrigen Mitwirkenden den ״Juden" ziem« lich frostig unterstützt zu haben. Die deutsche Theatervorstellung am 10. d. im Sommer- Salon der Schützeninsel, fiel abgerechnet einiger Störungen recht gut aus und erfreute sich eines zahlreichen Zuspruches. Es gelangten zur Aufführung ״Müller und Miller" Lustspiel in 3 Akten und der einaktige Schwank ״Nach Mitternacht" von Th. Dunkel. In dem ersten Stücke thaten sich besonders hervor die Damen FrlS. M. GierS und Hr. Klllian, so wie die Herren GierS, Pollak und Killian. um die gelungene Aufführung des Schwankes haben sich die Herren Karl und Grauert verdient gemacht, ersterer spielte den Chaboulard, letzterer den Barbastoul. Wochenanzeiger. im Monate September 17. Samfi. — 21. Eiulj Thoraabschn. תנא Has. thara, קומי או1י Sabbatheing. 6 U. 40 M. SabbathauSgang 18. Sonntag 22. Eint 7 Uhr 10 M. 19. Montag ״ .23 20. Dienst. ״ .24 - 21. Mittw. ״ .25 22. Donnerstag ״ .26 — 23. Freitag ״ .27 24. Samstag ״ .28 -- Thoraabschnitt נצנים Hafthara שוש אשיש Sabbatheingang 6 Uhr 25| Minuten SabbathauSg. 6 Uhr 55 Minuten Märkte. Böhmen. IS. Falkenau Rm, Hohenelbe, Holitz, Kaadm (8 Tage). Königinhos Rm. Murschau, Neuern, Neuhof, Neuktrche«, Oschitz, Pischeltz, Plan, Podebrad, Sobislau, Unter-Keorgenthal ssao). ftr, 8 Tage). Weihwasser Zwikau. 20. BergreichenNetn, vischoktrluitz, Koniaiuhos Martakulm Rm. 21. Beueschau (tab. Kr.) Daschitz Rm. Gratzen, Hotitz Rm., Humvolrtz, Ktadrau, Korlan (6 tägige Freiuua), Lewin, Litte», Lochowih, Lubenz, Maaetin, Mscheno, Rtmbura, Oderjelmj, Plalau, Radomischl, Reichenau flS«. Kr), Schta» (• Tage), Seaoschat, Slawitin, Trübau, Unterkralowitz, Wällsschbirken (8 läg. Freiung). 2* EaNau. Diwtschau, Horitz, Kolefchowitz. Koftrletz b, Nichod Lauasmitz, Moldauteyn, Nehwizd <8 Tage). Oder-Eerekive, Prachatiy, Ribensinn, Ranna, Roßbach Rm. SchSnihal. 23. Heraley, <assegow!tz Rm. Sek- -na, Wranna Mähren. >9. Banow. Blstritz (igl Kr.). Vrisau, Friedland (olm. Sr.) Hrozna- Lhota Rm, Jngrowih. Keltsch F. S, und Rm. Littentichiy. Rami-st Rm. Trebit'ch Rm, Wischm st Tage). 20. Hcozua-Lhota, Keltsch, Kremsier, Lettowitz W, Mähr-Oftrau Rm, Ramieft. 21. Austerlitz Rm, Bodenstadt Wm, Hot, Jglau Rm, Mädr.-Ostrau, Medlau, Schattau Stndein, Tirniy, Wollein. 2'.׳. BoikowivRm, Jglau. Kamenitz, Zwittau W. rt. t'undendurg Ä 2«. Zittau, Zlading» Rm. Echlefien 2׳). Benisch. — Al» geboren nachträglich angrmeldrt August. 21.Hrr,m>m T. d. Kfm. H. David Bunzcl Federn v. Prag RE. 2>'.—J. — 28. FranziSka I. d. Buchhalters Hr. Carl Grünberger van Prag RE. 1178—2. — Olga T. d. Lommis H. Eduard Stransk» a. KaschetitzBcz. CzaSlau RE. 870—l. Trauungen im Monate September. 11. H. Jacob Lederer Hühneraugenopcratcur v. Rand». Witwer mit Frl. Amalia!. d. H. Emanuel Bcnda a. Smichow Piiikassyuagoge — Hrrr Abraham Slonitz Eisenhdl. v. Prag Wittw. mit Frl. Hcnricktc 1. -. Lhirurgen H. Israel Rachod v. Prag KlauSsimagoge — Herr Salomo» Rosenberg Haudlsm. a. Rcuftadtl Bez. Kralaivic uiit Frl. Elisabeth T. d. H. Samuel Hackel a. Leitin Bez. Kerc .tigcuncrsunagoge — H. Friedrich Einil Frankel Banguiers a. Hamburg mit Frl. Bertha T. d. Kfm. H. Michael Muss v. Prag Mciselsiiiiagogr — Here Philipp Brandeis HaiidlSi». v. Vorder- Ovenec init Frl. Rosalia T. d. Grundbesitzers u. Kfm. H. Salomon Wietz a. G. Holrschowlc Tempel — Hr. Jacob Sazcl JUDr. u. Advokaturs-Eandidat au« Hcrinaiimöstitz mit Frl. Pauliuc T. d. Lohgärbcrs Herr David Kreutzer in Hohcnbrnck Tempel — 15. H. Moritz Hosfinan HdlSiN. u. HonicS in Ungarn init Frl. Lea T. d. SchuiiiachermcisterS Hr. Juda Schneider v. Prag Salon Link. Verstorbene im Monate September 5. Softe T. d. DienstmannS Hr. Abraham Fried a. Stalctz Bcz. Tabor NL. 80—5. 7 Monat a. Atrophie — 5. Theresia Wtw. >»ach Jsak Sternberg v. Lirbcu 80 I. a. Marasmus. Spital d. barnihcrigcn Schwester» — 6. Josefa Wtw. d. Hdlsin. MarcuS SckeleS v. Prag geb. Rächst» RE. 61—2. 71 I. a. Entartung d. Unterleib» Organ — GS Anna Soimeiischrin lcdig v. Re8ola»jBez. .ibirow 55 I. a. Brandwunden im k. k. allg. Krankenhs. — 8. Sleonora Kohn Modiftii» grb. in Pilsen RL. 05—5. 10 I. a. Tuberclilosc — 0. Babrtte L. d. Redattcurö H. David Kuh v. Prag Michlc R. 29 2 Tage a. ang. Schwäche Briefkasten der Redaktion. Der ,Jsr. Wochanschrift" in Breslau. Eie beklagte sich i» ihrer vorletztrn Nummer daß wir sie in polilischrr Richtung angegriffen und geschmäht hätten. Nur auö dem Grunde, daß sie sich schon einigemal daS Vergnügen nicht versagen konnte, unsere politische Haltnng;u «adeln״ haben nicht wir und hätten auch lange nicht gcanlworiet, wenn nlcht Herr Adolf Kohut Mitarbeiter unseres Blatte» ihre Angriffe, die nicht nur uns, sondern auch ihn trafen, in Ne. 35 dieser Btättrr allrrdiug» in einer für die BreSlauerin nicht schmeichelhaften Weise zurückg-wirsri» hätte. Wir unsertheilverwahren un« gegen jede derariige falsche Be» schuldigung, die u»I um so weniger treffe» sollte, alt wir ihrem Red«!- teur die Aufnahme seiner Erwiderung auf drr gegen ihn vom Hern» Kohut gebrachte Erklärung i» Ne 88 ״der Gegenwart" anftandllo» dewilligten. Um nun den Redakteur der ״Jsr. Wocheiischiift' mü leine» eigenen Waffen zu schlagen, bedienen wir uns seiner eigenen Worte: ״Sollte daher (wider Bermutheu!) rin Leier drr ״Wochenschrift" Lust haben, etwas recht Pöbelhafte« zu lese», so habe ich ihm da» Blatt Smannt." Wir erklären drr ״Jsr. Wochenschrifi" nochmal«, daß wir e nie angegriffen haben, vorausgesetzt, daß deren Red. eine mit volle« Namen gezeichnete Privaterklärung von drr subjeknven Anschauuag ei»«» Blatte» zu trennen weiß, soUie sich jedoch die ,Wochenschrift" r« jemal» einfallea lasse», unsere politische Haltung zu labeln, so wollen wir ihr den Unterschied lehren zwischen einer Privai Polemik und eine, rrdaltionrllrn Antwort. Die ״Wochenschrift" erinnert un« mit ihrer verdächtigung an den Ausruf Hey mann Lewv'S: Er schreit, schreit er, ich schrä- Briefkasten der Administration. Herrn M. R. ia w. Post L Ersuchen um Siusend. de« Pr«»»»«». ttouSbrtrageS von 1 st. «0 kr. — Herr L. D. i« > a. d. A, 31» Präaumeratioa ist avgrlausea.