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Die Gegenwart · 1870-03-11 · 11 (11.3.1870) · p. Seite 111

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
11 (11.3.1870)
Date
1870-03-11
Page
Seite 111 (sequence 9)
Language
German
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111 Beilage zur ״Gegenwart" Nr. 11. der Buchhändler Jvh. Alt in Frankfurt a. M. zwei von einem Geschäft-freund im Orient ihm zum Verkauf überlassene Thora-Rollen, .welche sowohl in Ansehung ihre- Fundort« al« in Ansehung ihrer Beschaffenheit würdig sind, die Ausmerksamteit aller derer auf sich zu ziehen, die sich für die Geschichte der alttestamentlichen Textüberlieferung intrressiren. Die eine dieser Rollen stammt au« jder himjaritischen Königstadt im Westen SübarabienS, welche in dm oltteftamentlichen Büchern Ilzal genannt wird, seit der.äthivxischen Occupation im 5. nachchristlichen Jahrhundert aber ben Namen Sana führt. Der Schreibstoff dieser Rolle ist röthlich gebeizte« Schafleder. Die einzelnen mittelst Sehnengarn verbundenen Felle enthalten je vier Eolumncn, und jede Columne besteht, wie in dem berühmten Mustrrcodex de« Mainwindes, in der Regel au« 51 Zeilen. Das 'Ganze ist nicht etwa das Werk eine« Schreibers, sondern aus wcnigstcnS zehn verschiedenen Stücken zusammengesetzt, welche zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Händen geschrieben und ursprünglich Bestaudtheile vollständiger gleichartiger Rollen gewesen zu sein scheinen. Eine Beischrift, die sich auf einem doppelt vorhandenen Stück des LeviticuS findet, enthält die Angabe, daß Abu Ali Said die Rolle zur Förderung seines Seelenheils gestiftet habe im Jahre 4818, d. i. 1058 unsrer Zeitrechnung. — Die zweite der in den Händen de« Herrn Alt befindlichen Thora-Rollen stammt au« Hebron, der alten Abraham« Stadt. Sic besteht aus Schafledcr Pergament, dessen Haarseite, um sic geeigneter zum Schreiben zu machen, >mit einer Art Lack geglättet ist. Mit Ausnahme eines einzigen eingelegten Stückes von jttngcrer Hand, ist das Ganze das Werk eines Schreibers. Dennoch ist diese Rolle für die Entwicklungsgeschichte der Ouadratschrift ungleich wichtiger, als die Südarabische. Tic Buehstabcnformcn sind theilwcise verschieden von den später üblich geworden, theilwcise weichen sie nicht so deutlich von einander ab, wie cS die spätere regelrechte Schreibung fordert. X Dem ״Daily Telegraph" im Jew. Nocord entnrhmen wir Folgendes: Unter den flüchtigen Eindrücken, die ich bei meiner Reise durch da« gelobte Land aufnahm, ist einer der auffallendsten, daß in der Bevölkerung das Mische Element viel weniger wichtig ist, als ich es früher glaubte. Die Population ist so schütter, daß man nicht so leicht erkennt, welches die überwiegende Race ist, aber daß es nicht die jüdische ist, das ist ausgemacht. Bei meinem Dnrchstreifcn zu Pferd begegnete ich einem Juden weder in den Dörfern, noch auf ven Feldern oder auf den Bergen, und da alle Juden Palästina'S eine cigenthümliche Tracht haben, so ist cö unmöglich, sie nicht in der Menge unterscheiden zu können. Soviel ich bemerken konnte, wohnen sie vorzüglich in Tripoli, Beiruth, DamaSk, Jaffa und Jernsalcm. In der heiligen Stadt selbst beträgt ihre Anzahl 6000. Diese Bevölkerung besieht großen ThcilS auS Frcmden, aus Pohlen und Deutschland gekommen, welche von der Mildthätigkeit ihrer Glaubensgenossen der ganzen Welt unterstützt werden, und dabei noch arm und elend sind. Jede religiöse oder theologische Rücksicht bei Seite legend, behaupte ich, daß die Zukunft Palästinas auf den Ehristcn Syriens beruhet. Sic sind nicht sehr liebenswürdig weder durch das Außere, noch durch den Eharakter und meine persönliche Erfahrung so wie jene aller Reisenden würde den arabischen Muselmännern den Vorzug geben; aber ich habe sowohl bei den Naecn als auch bei Einzelnen bemerkt, daß die licben-würdigsten nicht immer die glücklichsten sind und man findet wenig Energie, Initiatives uud Fortgang bei den RajaS und Mustlmänncru. Auch die protestantischen Institute vegctiren nur. X lieber die Größe der Stadt Ncw-Aork berichtet die New-Yorker Handels-Zeitung: Das Areal der Stadt beträgt 22 Onadratmcilcn oder 14.000 Acker; dieselbe hat zwischen 800.000 und 1,000.000 Einwohner, von denen circa die Hälfte in 20.000, die andere Hälfte in 40.000 Häusern lebt, und cirta 2 Fünftel verheiratet oder verwitwet find; die Zahl der Heiraten beträgt im Durchschnitt 17.000, der Geburten 31.000, der Todesfälle 25.000 jährlich. Dir Stadt konsumirt jährlich 4.000,000 Faß Weizen« mehl, 9.000,000 Bushel Weizen und 2.776,500St. Schlacht« virh, letztere im Werth von 30.000,000 Doll!; sic hat 700 Bäcker, 1400 Schlächter und 2(300 Materialwaarenhändler. Der 30.000,000 D. kostend« Kroton-Aquadukt führt durch 313 Meilen lange Hauptröhrcn täglich 00,000,000 Gallo« nen Trinkwasser zu, wofür jährlich 1.31 544,«.׳ D. bezahlt werden; für Thrc und Kaffee werten 30.000,0m D., für berauschende Getränke zwischen 40 und 70 Millonen Doll, jährlich verausgabt. In den Geschäften der Stadt werden 3.313,018,000 D. jährlich umgrsetzl; eS bestehen 71 Ban ken mit 00.000,000 Doll. Kapital, 32 Sparbanken mit 86.574,343 D. Depositen; der Gesammtwcrth des Grund- und beweglichen Eigenthums beträgt 905.330,011. D. Die Stadt hat 300 öffentliche und 300 Privatschulcn, 430 Kirchen und GottcSdienstplätze, 315 Zeitungen und Zeitschriften, 315 fromme und wohlthätige Gesellschaften und zahlt für Korrektion, EinwandcrungSschutz und humane Zwecke 2.000,000 D. jährlich. In der Stadt zirkulircn 21.384,0.0 Briese und 2.589,663 Zeitungen jährlich; l.500,000 Doll, werden für Blumen und 2.500,000 D. für Eis jährlich ausgegeben. Der Ecntralpvrk hält über 800 Acker, hat 10.00(»,00«.» D. gekostet und zählt 5.000.0»>0 Besucher per Jahr. In der Stadt sind 150.000 Fuhrwerke; durchschnittlich 17.000 per Tag passiren das Astor-House. New 2jork hat circa 100 Häu scr, wo gestohlene Sachen gelaust werden, circa 3000 pro fessionclle Verbrecher, davon die Hälfte Diebe, und gibt für Schutz von Leben und Eigcnthum 4,500.0m Doll, jährlich aus. Besteuerte Bcrkaufslolale für Spirituosen 57ll, Betricbökapital des SpiriluvscnhandclS 200.00(>,ooo T־.; Zahl der Verhaftungen wegen Trunlcnhcit 1c. circa 70.0m per Jahr; Konsum von Lagerbier 40.000 Faß täglich. Wocheillmzeiger. , ii» Monate März. 12. Canistag — '.». Adar ll. Ilwraal'i'chu. 7:2t 'ייקיא פ Haftharah •פקדת Sabbatt,ci»g. »'■ Ulir 10 Mi». SabbathanSg. <> lllir 40 Mi». 13. Sonntag — lo. Adar II. 14. Montag — II. .. 15. Dienst. — ״ IN. Mittiv. — 1 ״ Faste» (51 her 17. Donnerstag — 14. ״ Piiriin 18. Freitag — 15. ״ Schnicha» Pnriin IS. Sanist. — I ״ D>oraat׳sä,»»t tiira אשי rr Sabbatheing. Wir. I5 Mi». Sal'l'atlianSg. 0 lll»r 40 Mi». Messen: 15. März Frankfurt an der Oder. Märkte. Böhmen. 14. Lbolil'er, Cknutim. OMffflriin Rm Gros! Vctinil«, Gnilict׳ SK in. Juutif (יי lupf», Aenu'laii, Morchenstern, CpoOchic, PaituKitz 9!in. St il'ei׳, mrift (H iapr.i Stniejen. Lchlag. geiiwald Rm. -Lchlciiferii'irili SK in € (Itlc 11 Rm. iiautniou, lirmlm, Weihwasser. 16. 4*01)111, >S(׳aue»ik T o>I׳!t׳l >ed. Kemggrätz i^ ^age,) .NorrihanS. Maiia i;u'1n S> 1». Sa;o». Z׳rl cn >(>. I». 9 rrino, Q'a|lau Rm. Tag«,) Hoslan vim. •tils>>.»> SKm. «leponvv Rin Tobor. 17. Äamenitz lchrnd. Ar) 'polillck-ka, Rakomzi, Srtlrv, Lrabletz 1^!. Polit» schon. I». Biettichitz, 4ren,>1׳oi0sche», Oliiiiäi, Tanta, Hotzeusiirltz (Erodm.) Jancwitz ipits.Kr.) Alinphar», Aönlgewari, Vr»kau. Mnilrdek, Moldanier,», Mühlhausen, t7bclhrik>, Hbkijelr»!, Prag (14 Tage,)!Ko« kouiy, Itnhoscht, Wktrschin. Mahren. 14. Atcbank (vrümi. Sir.) Klobauk (hrad Ar.) Rm. Kremsier, Leilowitz Rm. Mahr.-Trüban, 9!>w»1(>, Wiichou 14 Tage.) 15. Buchlowitz, Atotauk (biünn. Are!».) Rm. üipitz, Schassa. Wlsowitz Rm. »K. Dotichih Rm. Riwnlh Rm. U»Nr Wsetjn Rm. 17. Boako- Witz Rm. Holleichau Rm. Aamenitz, Ar'jnog Rm. I». Arijnau Vievau (olm Kr.) F. G R ». W IV. >itr»n>ch. Ermabora, guedtand (vim. Ar.) Liedau (olm. Ar.) Rvhwald W. Uninkanitz 3»n Rm. Tchkefien. 14. Bielltz (3 Tage.) Freuderuhal, 8r>rdek. IS. Frei- Waldau, HraLin.

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