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Die Gegenwart · 1870-02-04 · 10 (4.2.1870) [ 4. März] · p. Seite 93

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
10 (4.2.1870) [ 4. März]
Date
1870-02-04
Page
Seite 93 (sequence 1)
Language
German
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9R«n «fonnirtfnr Prag: , Gauzjährig fl. 5 — Halbjährig „ 2.50 Vierteljährig,, I SO Mil Postzusruduug: Ganzjährig fl. 5.50 Httlbjährig „ 2.75 vierteljährig,, 1.50 Für- AuSlandr Ganzjährig 4 Thlr. Halbjährig 2 Thlr. Jiferatr werden billigst berechnet. Die Gegenwart. Grgan für die Interessen des Iudentljums. Erscheint allwöchentlich am Freitag. «ebaklia» n. Vldministration Prag, RitlergafleRro. 408—1 »»hin alle Briefe n. Gelbfeadnage» z, richten stnb. Zuschriften werbe, franko erdete».' Ra« nnslripte werden bet Nichtvrrwrndnng ans verlange» jedoch nofraakirt znriiiker stattet. Nr. 10. Prag 4. Februar 1870. ///. Jahrgang. — . . ... . ___-selben die ^ähiakeit imvutirh für einen MidäSanbotfi Bater- —j3upamcitlHi)t ftta Mjch-Seullchen Ne gimrnter. So oft Wir uns bestrebt haben, der öffentlichen Meinung den nöthigen Ausdruck zu verleihen und dem leitenden Theile der jüdischen Vertretung, der den $c* l rieralstab des jüdisch - deutschen Regimentes bildet, die richtigsten und ehrlichsten Wege vorzuzeichnen, auf denen sie zur Erreichung eines heilsamen CorrcktivS gelangen könnten, so oft war dieser Generalslab sammt seiner ganzen Schmarotzeradjntantur stets bemüht, das Gcgcntheil von dem zu thun, was wir angerathen oder widerrathcn haben. In der relevantesten Angelegenheit, von der die vitalsten Interessen der Gemeinde abhängig gemacht werden, hat die Ehrsucht jenes jüdisch-deutschen Regimentes in Krakehlsucht umgeschlagen und der Satz: der Zweck heiligt die Mittel wurde praktisch in Anwendung gebracht. Wer die Ursachen jenes Zustamentnöt'S kennt, kennt gewiß auch die Wirkungen, wer die ganze Procedur sammt den daran hängenden Schleichereien durchschaut, durchblickt auch die Ziele, die da erreicht werden sollen. Je lohnender sich die Bestrebungen diesen eigennützigen politischen Kleinhändlern gestalten, desto mehr wird der Jude nach allen Richtungen hin verkannt und dem- Feuillkton. Plaildcrkien (zweite Folge.) III. ES ist zwar nicht lange her, seitdem wir nnS gesehen und unsere Gedanken ausgetauscht haben, nichts desto weniger bin ich überzengt, daß Cie mir rin kleines Plandcrstündchcn gönne» werden. Jene Gegenstände, die um mich hcrumstattrrn, wie Ausgleichsfragen, Prozesse «. s. w. und bald den Horizont verfinstern bald erhellen, laste ich unberührt, weit Cie kein freund von politischen Exkursionen zu sein scheinen, am allerwenigsten von jenen, die fich in der Gegenwart zutragen, ich will sonach den in unserem Wortwechsel letzthin fallen gelassenen Faden wieder aufnehmcn und Ihnen die Zeit wo möglichst mit Interessantem ausfüllen. Diesen Zweck zu erreichen, braucht man vor Allem Personen oder Sachen, um dir Staffage reizender und grschmockvoklcr zu machen, nachher Wahrheit, um 3hre Bewunderung desto eher zu gewinnen. Die Wahrheit will gewöhnlich, nicht gehört werden, weil fir den Nagel auf den Kopf trifft und eine solche Stemmrisenprocedur Schmerzen »rrnrsacht und Schmerzen bekanntlich Niemand gerne erträgt, am »llervenigsten ein Jude. LS gilt ihm sonach dir Wahrheit alS »in kchmerznlSktnd, daS einmal zur Welt gekommen die Aufgabe hat, land und Judcnthum zu verkaufen. Derjenige, der die Ve» hältnisse nur oberflächlich beurtheilt, wird vielleicht da- Nein« mit Unkraut bewachsene Mistbeet für den Garten der Enltur der ganzen Judenheit ansrhen und von einem Dutzend jüdischdeutscher Culturträger auf daS Gros eines edlen Stammes schließen, derjenige aber, der die Plänkeleien, dieser egoistischen Clique kennt, die sich durch alle Gestrüppe durchhaut, um nur zu Ehrenämtern zu gelangen, wird die Juden einer solchen Diplomatie wegen einzelner Charakterdürftiger Individuen bedauern. Durch diesen politischen Schwindel ereignetes sich, daß immer und immer nur dieselben Personen auf der Oberfläche erscheinen und beschränkte Naturen in jenen statt unüberwindlicher Arroganz ein gewisses Etwas suchen, das sic mit .Geist" bezeichnen. Dieser psychologische llnsinn hat aber nur einen phisikalischcu Grund, den der optischen Täuschung. Die wirklich geistig begabten Männer dcö Judenthumö leiden nicht an ehrgeitzigcn Eonvulsioncn und, indem sic die Erlbstverleugnung zur Maxime machen, täuschen sic nnwillkührlich jene mit beschränktem Untrrthanenvrrstand, als ob die Elemente der herrschenden jüdisch deutschen Janitscharen die ganze Eultur, die ganze Intelligenz und die Vernunft für sich allein in Anspruch genommen hätten. ——^■■ dünkte Charaktere \\\ enthüllen, verstellten Menschen die Maske vom Kopfe zu reißen und die in Heuchelei und Tücke Verhüllten bloß zu stellen. Co viel ich nnch zu erinnern weiß, kennt die Wistenschaft keine Cchlncrzcnskindcr und die Wehen, die sich au» dein HiuauSdrängcn kleiner Weltbürger in daS Gewühl der Welt ergebe», treffen in erster Reibe die Trägerin dieser noch unausgebildete» Cul. turvölkcr, in zweiter Reihe den Man», der bestimmt ist. inS feind« liche Leben zu stürmen. ES dürfte Ihnen diese» Vestibül meiner Plaudereien etwas zwecklos erscheinen, mir auch, insofern ich nicht Göthc s unübertroffener Anschauung eingedenk wäre: .Mit Worten läßt sich trefflich streite», mit Worten ein Cystcin bereiten." Ich habe immer nachgedacht, ob in unserer Gemeinde ein Cnstem herrsche, doch von der Cystemlosigkeit ihrer Vertretung und von deren Ctreiten mit Worten überzeugt, fand ich, daß. wo» sie zur Welt gefördert, nicht» alS Mißgeburten find. Der neueste Schmerzensschrei, den die Genieinde auSgestoße». windet sich, um den jüngsten Weltbürger, den dir kreißende Vertretung in di« Welt der Komödie gefördert hat. Der Schmerzbedeutendr Ceufzer der Gemeinde gibt der Freude der repräsentanzlichen Freihntöhelden rin rigenthümliche» Relief, allein so wir jener der Schmerz ein« uuaugenehme Empfindung ist. so bleibt diesen die Freude da» Ergebnis einer wollüstigen Stunde, eine hoppelte Freude, da da» Geburt»«- sultat zu den flnäblein gehört, bekanntlich einer Kategari«. in der schon der tyrannische Pharao für fich und seinen thron eine Gefahr zu «blicke« glaubte und in damaliger »erfaffunßSunfreundlicher

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