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Die Gegenwart · 1870-01-01 · 1 (1.1.1870) · p. Seite 1

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Journal
Die Gegenwart
Volume
III (1870)
Issue
1 (1.1.1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 1 (sequence 7)
Language
German
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VI«« «fcMMirtfM« V««fr> GmtMhri, fU 5a- &mmt ,»2M «erttljiitzttg,, I SO Mtt f: Vaqjiihrig fl. 5.50 -Ißjiihkig „ 2.75 «lerteljilhrig,, 1.50 firl AuSl««d r ©ntjji^riß 4 Thlr. HEMig 2 Thlr. 2»ferate »erde« billigst berechnet. Die Gegenwart. Hrgan für die Interessen des Iudenthums. Erscheint allVstchrntlich am Freitag. «tMtfM «. Utart* rigntt« ViwG WH« ttt>aHe»»e4»8—1 «chi« aste Priese H. Grlbseabaagr« z, richte» st»b. Zatchristr, »erbcht ^sramo rebele». Mino flehte werbe« bei Richtvenoe»ba»st'«ch Brrlaagra jrbach ««franlirt zuriiettr, Hattet. Ur. 1. Prag 1. Januar 187V. l/l. Jahrgang. Mit dem heutigen Tage eröffnen wir ein neues Abonnement auf ,^ie Gegeinvart" welche allwöchentlich an jedem Freitage erscheinen wird. * Für Prag. Abonnements-Preise. Mit Post)usend«ng. Ganzjähriges Abonnement. Halbjähriges „ - Vierteljähriges „ . fl. 5.— . „ 2.50 . „ 1.30 Für das Ganzjähriges Abonnement Halbjähriges „ Vierteljähriges „ Avsland. fl. 5.50 2.75 Ganzjähriges Abonnement.4 Thlr. | Halbjähriges ...... 2 Thlr Inserate werden billigst berechnet. Ä3T Mit jenen Abonnenten, bei denen slch die nach dem ftsthern Zahlungsmodus später entrichtete AbonnementSgebiihr noch auf einen Theil des Jahre« 1870 erstreckt, wird da« Abonnement, so wie die Zusendung deS Blattes nach dem neuen AbvnnementStarif verrechnet. Wir miiffen mit der Rcgicrimggehen. Der Dualismus," der den Kaiserstaat Oesterreich in zwei tListen theilte, hat, wenn auch dem Inden die vollkommenste eeiheit geschaffen, dessen Stellung zu den verschiedensten Völkern zu einer schwierigen gemacht, die ihn mit dem Papiere zwischen der Scheere identifieirt. So oft wir in diesen Blättern als Motiv der jüdischen VerfassungSsreund-. lichkeit die Anerkennung betont haben, die nothwendiger Weise der Abtragung einer längst rersallenen Schuld folgte. Feuilleton. Plaudereien jNcue Folge) I. Ich sehe geehrter Leser Ihrer geschätzten Gegenwart doppelt gerne entgegen, weil ich Ihre Geduld bewundere, mit der Cie meine Plaudereien anhörrn, die doch zuweilen aus Ihre zarten Nerven einen nicht ganz angenehmen Einfluß üben dürsten, eben deßhalb muß ich mein Gegirre damit entschuldigen, daß man gewöhnlich in einer Plauderpunde mehr erführt, al« man dieß sonst auf einem emderen ruhigen Weae »u erreichen vfleoe *** •*•***•■• nach ganz ofsen, mir v»«. . von solcher Die Administration -er „Gegemvart^^ Prag Rittergasse Nr. 408—1. V' ' v- 'A/ V '/"V ‘ A i - \/\/ ' / ‘ w « . w dachten wir immer an die Rothwendigkeit einer vollen Emoncipation jener, welche gleich den Paria« stet« den anderen Völkern zurückgesetzt wurden, dachten an die Unmöglichkeit der Existenz eines gedrückten aber intelligenten Bolköftamme« in einem konstitutionellen Staate, dachten aber auch daran, daß der Jude, weil eben an das Stadion der längst ersehnten Freiheit angelangt, dieselbe sehätzen lernen und empfinden werde, wie schmerzlich eS ist, wenn Völker ihre Wünsche nicht realisirt sehen; denn der Freiheit muß jeder schnöde Egoismus weichen, der oft wie ei» SrebSübel sich in das eigene Fleisch einsrißt. Der Jade als solcher ging y ■ ■ ... Beschaffenheit ist. wie ehedem, wo ich noch ein Jüngling, mit ro. senfarbenen Wangen, zu den schönsten Hoffnungen beeechtlgte. Die Repräsentanz, die so schöne Schöpfung einer längst vergangenen Zelt, hat mir da« Herz gestohlen, sie hat mich sonach herzlos gemacht und ich danke der Vorsehung, daß mir da« «e. fühl geblieben. Haben Sie Mitleid mit mir geehrter LeserI so eben fällt eine Thräne au« meinem Auge, in dein sich eine ganze V " von Leiden absplegelt. ln den flnstern rartaru«, geweiht me' Herzen, da« Mtlton'« verlorenen Paradiese gleicht. Diese« mo Raubrttterthiml hat sich in die verschledenen Kämmen» ge' um Nahrung für den Ehrgeltz zu suchen, ste mögen tovt ^gal ist, Handelskammern fein. Man sollte oieP daß mancher de» Herren, dte in denselben sitzen, für allein es stellt sich oft da» Gtgnithetl heraast. so ze

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