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Die Gegenwart · 1869-10-01 · 19 (1.10.1869) · p. Seite 195

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Journal
Die Gegenwart
Volume
II (1869)
Issue
19 (1.10.1869)
Date
1869-10-01
Page
Seite 195 (sequence 9)
Language
German
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195 i Beilage zur „Gegenwart" Nr. IS. €mtm - Ausschreibung. Laut Beschluß der Repräsentanz der böhm. Landes - Juden- Judenschaft vom 17. August 1869 wird hiermit der ConrurS bebuts Vcrleibuua von 1^ S t i v tn i nt der tandrsMenschäfflichen Steuerstiftung für Waisenknaben in Abficht auf das Schulfahr 1869 — 79 ausgeschrieben. Die Stipendien werden in der Regel auf die Dauer von zwei Iahreir verliehen und kommt der Anspruch auf dieselben zunächst denjenigen eltcrndann aber auch denjenigen vaterlosen israclitischen Bindern männlichen Geschlechtes in» Alter zwischen sechs nnd dreizehn Jahren zu, welche in einer politischen Gemeinde des Königreiches Böhmen mit Ausschluß der Stadt Prag . hciuiatbercchtigt sind, und dciicn weder ein eigenes Vermögen noch der gesetzliche Anspruch auf den Unterhalt und Erziehung gegenüber ihren Verwandten zu ftattcn kommt. Der Nachweis dieser Erfordernisse ist durch den G c b u r t s s ch c i n des Knaben, den T o d t c n s ch e i n der Aeltern resp. des Vaters und durch das amtliche Mittc l l osi g k ei tszeugniß, welche Urktindcn dem Gesuche beiliegen müficn, zu erbringen- In dem Bcwcrblnigsgcsuche ist anzuzeigen, ob der coinpctircnde Waisenknabe sich bereits in einer jüdischen Enitusgemcindc befindet, wo sowohl für den aUgcmeincn als auch für den confesiioncllcn Unterricht durch Staats, oder Gemeindeschulen Sorge getragen ist, oder nicht, und im letzter» Falle auch die E u lt u s g em e i nd c zu bezeichnen. wohin der Waisenknabe nach erfolgter Stiftungsvcrleihung untergebracht werden soll. Weiterhin ist in dem BewerbnngSgesnchc selbst, wenn möglich, die Person des zu bestellende» WaisenvaterS zu benennen und die Familie nahmhaft zu machen, welche den Stiftling gegen Entgelt in Pflege zu übernehmen bcreit ist, und zugleich die bezügliche Erklärung des Waiscnvaters wie auch der Pflcgcsamilic bcizuschlicßen und darin die allenfalls wünschenswcrthc Höhe des Jahresbeitrages des Stip end i u ms auzugcbcn. Wem» der Vorstand dcr Cultusgcincindc, in ivclchcr der competircndc Waisenknabe sich befindet, oder wohin er untcrgcbracht zu werden wünscht, selbst die Ueberwachung des Waisenknaben zu übernehmen gewillt sein sollte, entfällt dcr Vorschlag des Waisenvatcrö und der Pflegesanrilie, doch muß in diesem Falle dem Gesuche die a u s d r ü ck l i ch c Erklärung des E u lt u s - G e m c i n d c - V o r st a n d e s a n g c s ch l o s s e n werden, in welcher derselbe zur Bcaufsichtigung des Waisenknaden sich erbietet. Dcr Jahresbeitrag des Stipendiums wird in jedem einzclncn Falle mit Rücksicht aus die dabei vorwaltendcn besonder!» Verhältnisic bestimmt werden und ist das Minimum für das laufende Jahr mit 80 fl. ö, W., das Machnum mit fl. 120 in Aussicht genommen. Die näheren Bedingungen dcr Stiftungsvcrleihung enthalten die Statuten dcr Stiftung, welche bei dem Vorstände jeder jüdischen Enltusgc»ncindc des Landes cingcschcn iverdcn können. Die ungestempelten tjcnoch nur, wenn ein l c g a l e s Armutszeugniß beilegt) Bcwcrbungsgcsuche sind von dcr Mutter bcziehungsweise dein Vormunde des Waisenknaben für diesen bei dem- V e r w a l t u n g s a u S s ch u s s e d c r l a n d c s j u d c n s ch a ftl i chcn Etc ucrst i ftun g sü r W aiscn kn ab c n zu Hauben des O b in a n n c S d e r se l b c n Kenn LaMUel Aischel Lpiritusfavrikanlen in Arag A. A. 1197 — 2 öis zum 15. Hktober d. A. so gewiß anzubringcn, als auf später einlangende Gesuche keine Rücksicht genommen werden könnte. Bon der Repräsentanj der böljm. Landes-Iudenschaft. Pilsen, am 1. September 1869. Der Obmann: Karl Lederer- Di, von Sr. Majestät unter g.' 18024/1908 Me. 9. November 1866, mit einem ausschl. Privilegium au-grzrichnete ko1iturIr0Mp08ltion ist äußerst beacht,nswerth für Tischler »nd Drechsler ,»m fertig Poliren von neue» Möbeln, und für Privatper sonen ){. zum Ailfpoliren von alt,» und abgestandeneii, oder solchen Möbeln, wo das Orl hervor tritt. Durch diese Komposition wird das Zeitraubend, und kostspieligr fertig Poliren von neuen Möbeln durch Spiritus ganz lich beseitigt, da durch Anwendung einiger Tropfen in wenigen Minuten rin Tisch oder Kasten fertig Polin ist und kann bei einem mit dieser Komposition poliNen Gegenstände das Ocl nie hervortretrn. Die Anwendung ist höchst einfach, das Hesullal überraschend. Alte Möbeln können durch einfaches Reiben mittelst eine« befeuchteten LeinwandlappenS überpolirt werden und erhalten einen Hochgla nz, welcher durch das Poliren mit Spiritus nie erzielt werde» kan». Mit einem Fläschchen kann man in einigen Stunden eine k o m pl ete Z im m e r e i » rich tn » g re n o v ir en. Preis eines Fläschchens sammt Belehrung 85 kr. Weniger wie 2 FlaeonS werden nicht versendet. Kein Limmerplitzer Mkhr! '"WT Englische Aautschuk-Glanzpasta. zum bauerhnstcstcn, schönsten und billigsten Selbsteiiilasscn aller tÄattungen Fußböden. Diese höchst vortheilhafte Erfindung unterscheidet sich von den vielen zum Einlasscu in Venoenduiig kommenden Lacken re. hauptsächlich dadurch, „daß vermöge höchst gelungener chem. 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