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Die Gegenwart · 1869-03-01 · 5 (1.3.1869) · p. Seite 49

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Journal
Die Gegenwart
Volume
II (1869)
Issue
5 (1.3.1869)
Date
1869-03-01
Page
Seite 49 (sequence 9)
Language
German
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49 Veilüae zur ״Gegenwart" Nro. 5. 4250 vertrieben wurden, daß ferner 1097 die Juden von Prag nach Ungarn ziehen wollten, wa« ihnen unter Weg« nähme ihre- Geldes gestattet wurde, daß sie 1180 und 1235 abermals ausgewiesen, 1321 75 und 1336 53 Juden ver« brannt wurden, daß am Ostersonntag den 18. April 1389 die bekannte Judenmetzelei stattgefunden, über die Abigedor Sara Selichoth verfaßte, daß sie in den Jahren 1492, 1504 und 1506 Juden verbrannt. 1507 und 1561 verjagt wurden. Hierauf wird der imJahre stattgehabte Brand der Präger Juden« stadt,dem 1689ein zweiterfolgte, der 11 Synagogen einäscherte und daS daraus entstandene Elend geschildert.Unter Anderem wird auch der Wiedergestattung der Juden in Prag Erwähnung ge« than, welche unter der Bedingung erfolgte, daß neue geräumige schöne Häuser statt der niedergebrannten aufgebaut, die 13 bestandenenSypagogen auf 6 reducirt und die Altschule niedergerissen werden, wogegen letzteres die prager Juden petittonirten. Bemerkenswerth ist es. daß -während des nothwendigm Wiederaufbaues der abgebrannten Häuser christliche Hausbesitzer den Juden Unterkunft gewährten dem selbstverständlich von dem Bischof von Prag Jobann Friedrich, so wie bald darauf vom Kaiser Einhatt geboten wurde. Sogar die Synagogen waren bis dahin in christlichen Häusern unterbracht, wo sie jedoch weniger aus Bitte der Aelteste»: Israel Bondi, Jonas Jakob, MoiseS AbeleS und Selig Jose Liebwitz um Erstreckung des Termins bis 1. Mai 1670 als vielmehr wegen Remonstrirung der christlichen Vermie« ther ttotz der Einwendung der Aebtissin beim heiligen Geist verblieben. Es trat für einige Zeit Ruhe ein, d. h, es fand einige Zeit keine Vertreibung statt. Es erfolgte die Thron« besteigung Maria Theresias und mit ihr das zur ttaurigen Berühmtheit gewordene VertreibungSedikt (22. Dezember 1744) welches der Verfasser wörtlich ansührt. Als Ursache der Ans« Weisung wird ein politischer Grund angegeben und die Ju« den wurden de- LandeSverratheS beschuldigt. Doch am 17. Dezember 1744 richtete die oöhmische Hofkanzlei an die Kaiserin eine Denkschrift, die der Verfasser des Werkes im Auszuge folgen läßt und die Anklage wegen LandeSverrath paralysirt. In dieser Denkschrift werden die Nachtheile die mit einer Vertreibung der Juden im Zusammenhänge sind, hervorge« hoben. Doch ttotz der Verwendung der Hoflanzlei beharrte die Kaiserin bei ihrer Ansicht und Tags darauf am 10. De« zember erschien das Ausweisungsdekret, jede Gegenvorstellung so wie Bitten um Terminverlängerung blieben ftuchtlos und die von der Kaiserin eigenhändig niedergeschriebcnen Worte: ^Die Juden müssen alle hinaus und es schon öfters posi« tive gemeldet wie die Mittel und wie eS zu befolgen," wa« ren ein Machtfpruch. (Fortsetzung folgt:) יין של פסח. . . Ich Beehre mich einem P. T. i8r.’Publikum animeigen, da» ich ein best sortirlw Lager vin ungar. Weinen, Natur- und Ausbrüchen so wie auch von Sliwowitz und "Weinessig in billigsten Preisen unterhalte. Auswärtige en-gros Abnehmer erhalten die Accise- Gebühr, welche per Eimer 2 fl. 50 kr. beträgt, retour erstattet. Markus Neiniger, Prag, Joaetetadt, Breite Qaw SO*!*. 107. Oster-Waareii l»e««ev Oualltftt empfiehlt die Specereiwaaren-Handlung ADOLF BONN, Geist fasse Nro. 996—1 Bei Abnahme diverser Waaren von 5 fl. aufwärts, wird nebst billigsten Preisen 38 /• Bconto vergütet. — _a_ Osteriiiehl. כהכשר כ׳ד מרש פה פראג In Folge früherer mehrjährigen Geschäftsverbindung und stets bewährter Solidität der ersten böhm. k. k. priv. Dampfmühle in Smichow hat sich die gefertigte Commission veranlasst gefunden, die Lieferung des Ostermehles, welches unter Beaufsichtigung der religi- Ösen Vorschriften und Aufsicht des Ehrwürdigen Prager Ober-Rabbinates in bester Qualität erzeugt wird für das Jahr 1869 wieder mit demselben abzuschliessen. Das erzeugte Ostermehl kann nach den jeweiligen stets billigst gestellten Mühjpfeisen ohne besonderen Aufschlag für die Aufsichtsgebühr bestellt und bezogen werden durch die Oampfmuhlveraallnn״ in Smichow bei Prag llampfmnhlverwaltnng in Lobesitz an der Elbe, Ranilei des 08termehHerschleis8*Ia״a1ine8 in Prag, Pinkasgasse Nr. 37—~V, Regie-Niederlagen der Sinichower Dampf- Mühle und zwar in Prag am Brückel Nr. .337׳—I. Carolinenthal, Hauptstrasso Nr. 01, Pilsen bei Herrn Efraim Popper« <Uo. dto. KJattau Eger Carlsbad Beneschau Pr Ibra in Jtöln Reichenberg ״ Tnruau n Ilohenelbe , Brüder Schwarz. J>. Lang. J. J. .Siegler. Eduard Bloch. Paul Tllrlch Kains. Frank de Sohn. Jos. Wimmer. Ant. Aug. Kosek. Ho ritz Löb. Eduard K.abela£. ״ Carl Ed. Ther. Ferner durch die Regie-Niederlagen der Lobo« sltzer Dampfmühle und zwar: Raudnltz bei Herrn David Herrsehmann Brüx Teplitz Rom o tau Maaz Lubcnz Böhm.-Leipa Nalomon Hpltz. J. 6. Junk. Wenzel Patzelt. 1VI. J. Hiess. Iflarkus Mehickl. J. J. Schüller. Die Ostermehlsäcke werden mit dem Siegel des hiesigen ehrwürdigen Ober-Rabbinates versehen und auf Verlangen separate Rabbinats-Certificate gratis vertheilt. Zur Bequemlichkeit der Landkäufer wird das 08termehl in Detail unter religiöser Aufsicht im Ostermehl-Verschlei9§-Magazi11 in Prag Pinkasgassc Nr, 37׳—"V. verkauft. Maschinen-Mazos, und die daraus erzeugten Griesgattungen sind nur durch die obgenannte Kanzlei des Ostermehlverschleiu- Magazines, Pinkasgasse Nr: 27—V. woselbst Be- Stellungen entgegen genommen werden, zu beziehen. Präg, im Jänner 1869. MWM.« Commissloit für Vertheilung von Pasah-Bedürfniasen. in PRAG, Pinkasgasse Nr. 27—V.

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