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Die Gegenwart · 1868-12-01 · 25 (1.12.1868) · p. Seite 272

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Journal
Die Gegenwart
Volume
I (1868)
Issue
25 (1.12.1868)
Date
1868-12-01
Page
Seite 272 (sequence 10)
Language
German
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272 Orakel gerade Steine (die Gebeine der Mutter Erde) ׳ hin« ter sich zu werfen? Welchen Zusammenhang haben Steine mit Menschen'? Wohl konnte jener bekannte Rabbi durch den Anblick von Gänsen an Frauenspersonen erinnert werden. Drängt sich doch manchem Ungalantcn beim Anblick eines zimperlichen hypereitlen Weibes auch heutigen TageS die Vergleichung mit einer Gans auf! Aber Steine und Menschen! Da muß doch ein tieferer Sinn verborge^ sein. Doch diese geheimnißvollen Steine (von denen Pindar Olymp, vd. IX. V. <HJ. und andere reden) finden ihre Erklärung auf einem Wege, zu welchem vielleicht auch mancher andere, Veser Ihres geschabten Blattes zu gelangen wünschen dürfte zu welchem Zwecke ich in folgender Eonjektur einen Weg« weiser aufzustellcn mich bessinunt fühle. — Bekanntlich war es ein Phönizier ÄadmuS der die Buchstabenschrift und mit ihr religiöse Begriffe nebst den Mythen von den Göttern zuerst nach Griechenland brachte. Es liegt daher fraglicher Mythe eine bloße Zweideutigkeit zu Grunde, indem das phö« nizischc (wie das arabische) eben sowohl einen Stein als auch ein Kind (8. Clcrici comp. hist, vniu p. 15. ed. Joecb) und das griechischeeinen Stein und das ähnlich lautende ein Bolk bedeutet Vermöge dieser Verwechslung entstand der Ausdruck: Steine hinter sich werfen, für: eine Nachkommenschaft von Menschen haben. UebrigenS brauchen auch einige berühmte jüdische ältere Schriftgclehrte statt deö Wortes den das Wort eben vor dem Namen ihres Vaters. Und erklärt Raschi (Hioh 5, 23) אנני השדה mit מץ אדם הם. Auch die Rab« bincn verstanden darunter lebende Wesen, indem sie für א«׳ lasen אתי. Nach Kodak (siche sein 6 ישרוץ. Jg. hebr. Abth. 1. Heft S. 60.) bedeutet בן auch eine Stadt. Bei dieser Ansicht des Mythus käme er auch darin mit der Erzählung der Genes, überein, daß auch hier dem Noah und seiner Familie Fruchtbarkeit und Vermehrung verheißen wird. (Gen. 8. 17.) Wenn aber Ovid sagt: Inde gcims darum summus experionsque laborum et documenta damus qua simus origina nati mag auch die Härte und Dauer der damaligen Menschen zur Annahme dieser räthselhasten Entstehung derselben oder doch zur Unterhaltung dieses Mythus beigetragen haben. Nach der Eonjectur des Salmasius (ad 80Iiu. p. 103.) ist der Sinn dieser Stelle nicht so wohl, daß Deucalion Menschen E Steinen, sondern Menschen aus einem steinigen Erdstrich erhielt: crutos terra lapidum dedit Deucalion. Nicht unerwähnt kann ich hier noch lassen die auffallende Aehnlichkeit der mosaischen Urkunde mit den altern ägypti« chen und phönizisd)en Sagen, worauf schon Pott, ehemaliger Professor der Thrvl. zu Helmstedt hingrwiesen. In dem mofalschen Gemälde ist die Erde öd und wüst, und die Tiefe mit finsterer Nacht bedeckt gewesen. Nach jener alten Philosvphie enthielten die Nacht, der Erebus, der egyptische Athor, das Ehaos, und das phönizische Modd, die flüssige Materie, den ganzen Grundstoff der künftigen Geschöpfe, und waren daö gemeinschaftliche Prinzipium aller Dinge. Nach Mose schwebte der Geist Gottes über dem Wasser. — Nach jener Philosophie ist auch ein Geist, Kolpia, der daS EhaoS befruchtete und mit seiner Gattin Baan (Nacht) den Ulonus oder die Zeit erzeugte. Was ist Baan anders als dohn'? Der Ulonus anders als olam? und der Erebus an« dcrs als rrrb'? (Siche hierüber Gabler's Ausgabe der Eich« horn'schen Urgeschichte S. 07—08.) Brikfkasteil -er Redaktion. H. St. in N. Wir haben in dieser Angelegenheit Schritte grthan. Eie kör.« nensich doch von der Entwickelung eines Bereinig nicht viel versprechen dem man gleichsam de! der Geburt den Ledensfaden abschneidrt. Der Obmann hat bereits für die Lmalige Einreichung, der Gesuche dir jede«- mal abgewiesrn wurden, Geld auegegrben und Niemand der Mitglieder macht Miene vorzustrecken, für nicht« muß man nichtverlangen. Tragen Eie aus Generalversammlung an. Ihr Aufruf sann nur al« Eingesrndet aufgmommen werden und kostet 10 fl. — Herr Z. B. in R. Ihren Ariickel erst Sonntag erhalten, kann erst in der nächsten Nummer erscheinen« — Herr Ä. in Sk. Hur veröffentlich»»« nicht geeignet. -- Briefkasten der Administration. Herr L. in M. Abtonnement vorgemerkt. — Herr Ä. in R. Betrag erhalten. — Frau M. in S. Lorgemerkt. B. Straschitz k. k. privileg. KleitlerfUbrik Prag graben (Uro. 850) neben gräflich Nostltz’schen Palais. Grösste Auswahl von allen Gattungen ׳ HERREN-KLEfflER besonders Herbst-Überzieher, Jaquetts, Sacco nach neuester englischer und französicher Fagon; Beinkleider, Gilet» und allen zurHerren-Garderobe gehörigen Artikein. 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Ihnen unfern tieffühlenden Dank darzubringen, da r« nur einzig und allein der unermüdetrn Ausdauer, welche Eie diesen Leidenden stet« bereitwillig geopfert, zu verdanken ist. daß diese dem Tode entristen wurden. — Gott möge Ihr edles und musterhafte« Wirken segnen und Sie recht lang für da» Wohl der Leidenden erhalten. HochachtungSvell Josef Helndl, Beamter der Gemeinde-Gazanitalt. S^tl^ttl^ser^Berlage^schienen^d^durch^^^ ZÜNDNADELN, eile Sa■■! 11g liiJeiler, jitiicker Witte, Selene 114 Aieklelei (in tieutseb. Lettftnv) Preis 25 kr., mit Postzuseoduug 30 kr. SENDERS & BRANDEIS tu Praa

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