Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- 2 (1868)
- Issue
- 12 (20.3.1868)
- Date
- 1868-03-20
- Page
- Seite 48 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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48 Di« •«•«Mit. TT Der unterzeichnet« Vorstand richtet ztylchch a» sei« Gla» beu-gmoffeu die Bitte, auch fer»er den hiesigen Eomit»'« reich» liche Spenden zufließen zu lassen, und ist er der Ueberzeugung, daß gerechte Wünsche stet» volle Berücksichtigung finden werdet». Der Vorstand der Synagogen« Gemeinde. . Äpsesch chor d» Pharaosperche« hören, daß er fle «ach de» 'Lodosein« ^ter» «dtim würde, damit fle nicht mit seinen Brüdern erben sollten, weil fle Töhue der Mägde wären und chn den Israeliten verkauft und ihn beneidet hätten. Und er über, redete sie, daß fle den Joseph tödten »ächten, und er selbst wollt de« Pharao, sein« Kater, uw bringen, der wie ein Vater war zum Joseph. r^r -ie Geschichte der Affeneth. (Lchluß zu T. ««.) Kapitel l«. y Und Affeneth sprach zum Engel: „Herr, ich habe fieben Jungfrauen, erzogen mit mir von Jugend auf, und in einer Nacht mit mir gebvren; ich will sie rufen, auf daß du fle segnest wie mich. Tr ließ sie herbeirufen und segnete sie sprechend: ,,E» segne euch der Herr, Gott der Allerhöchste, daß ihr seiet wie die sieben Gäulen der Stadt der Zuflucht. „Und er gebot der Affe« nech, daß sie den Tisch wegnehme, während sie sich aber anschickte ihn fortzuschaffen, verschwand der Engel vor ihren Augen, und sich umkehrend sah sie wie ein Wagen mit vier Pftrden gen Morgen in den Himmel fuhr. f . Kapitel 18. AIS er dies in der Nacht thun wollte, verweigerten ihm die Wächter seines Vaters den Eingang zu ihm, sprechend: „Dein Vater hatte Kopfweh, jetzt schläft er, und er hat un» verboten. Jemanden hineinzulaffen, selbst nicht seinen erstgeborenen Sohn." Und er nahm fünfzig bewaffnete Männer, begab sich au den Ort des Hinterhalt», wo da waren Dan und Gad, denn dort sollten vorbeikommen Joseph und Affeneth mit sechshundert Männern, die alle von dem Hinterhalte niedergemetzelt wurden mit Ausnahme eine» einzigen, der zu Simeon und Levi flüchtete. Affeneth aber floh in ihrem Wagen und mit ihr Benjamin. Simeon aber und Levi nahmen alle Bewaffnete, die sie um sich hatten und verfolg, ten sie. Und sie überfielen sie plötzlich und erschlugen die meisten. Dan aber und Gad verbargen sich im Dickicht de» Schilfe». Al» nun Affeneth betete, daß e» ihr nachgesehen werde, daß sie so dreist mit ihm gesprochen, siehe da kündigte ein Jüngling von den Dienern Potiphar'» an sprechend: „Siehe Joseph, der Starke Gotte» kommt, denn schon ist sein Vorläufer in euere Halle gekommen." Und Affeneth eilte dem Joseph entgegen und stand im Eingänge de- Hause». Und al» Joseph in die Halle hineingiog, grüßte ihn Affeneth und erzählte ihm die Worte, welche der Engel zu ihr gesprochen, und sie wusch seine Füße. De« andern Morgen» bat Joseph den Pharao, daß er ihin di« Affeneth zum Weibe gäbe, und der Pharao gab sie ihm. setzte ihnen die besten seiner goldenen Kronen auf, ließ sie sich mit einander küffen, bereitete ihnen die Hochzeit und. ein große- Mahl sieben Tage lang und befahl, daß Niemand ein Werk verrichte an den Hoch. zeitStagen Joseph'». Und er nannte Joseph den Sohn Gotte» und Affeneth die Tochter de« Allerhöchsten. > Kapitel 1». Im zweiten Jahre der Hunger-noth, im zweiten Monate, am ein und zwanzigsten Tage de- Monatkam Israel nach Eghp« ten mit seiner Verwandtschaft und zog hinein in da» Land Gosan. Und Affeneth sah den Jakob, und ward verwundert, denn sein Alter war schön wie die Jugend. E» war nämlich sein Haupt überau» weiß, wie der Schnee, der weiße Bart fiel bi» über feine Brust herab, seine Augen leuchteten, seine Nerven, Schulter, festen Arme, Kniee, Schenkel und Füße waren wie die eine» Niesen. Und Jakob segnete sie und küßte sie. Und nach der Mahlzeit kehrten Joseph und Affeneth nach Hause, zurück, und Levi und Simeon mit ihnen. Kapttrl 17. —’ > Und al» der Sohn de» Pharao die Affeneth in dem Hause seine» Later» herumwandeln sah, entbrannte er ob ihrer Schön« heit und sprach zu Levi und Simeon, daß sie den Joseph tödten sollten, damit er sie zum Weibe sich nehme, da sie ihm zugedacht fei, und er gab ihnen viel Gold und'Silber; fle aber gingen nicht ein auf feine Neben. Und es begann der Sohn de» Pharao den Joseph anzuklage« bei seinen Brüdern Dan und Gad, die die Söhne der Mägde Jakob'« waren, sprechend, er habe den Kapitel 1». Nach diesem Kampfe faß Benjamin im Wagen mit der Affeneth, sah den Sohn de» Pharao gegen ihn heranrücken, um die Affeneth gewaltsam weg zu nehinen, ergriff einen Stein au» dem Bache, schleuderte ihn in den linken Nacken und stürzte ihn vom Pferde herab auf die Erde gleich einem Tödten. Sodann sah Benjamin Simeon und Levi kommen (welcher sehr stark war), welche ihre Brüder Dan und Gad aufsuchten, um sie zu tödteu; er besänftigte ihre» Zorn. Sie aber hoben deit Sichn' de»' Pharao auf von der Erde, wuschen und verbanden seine Wunde und führ« ten ihn zu seinein Vater, dem Pharao, und erzählten ihm alle diese Vorfälle. Der Pharao aber erstattete ihnen Dank dafür, daß sie ihn nicht getvdtet. Doch am dritten Tage starb der Sohn de» Pharao in Folge der-Wunde. Und nicht lange darauf starb der Pharao au» Schmerz über den Tod seine» Sohne» neun und neunzig Jahr alt. Und er überließ sein Reich dem Joseph, wrl« cher für da» Mündel acht und dreißig Jahre in Egypten geherrscht. Und nach dieser Zeit übergab er da» Diadem dem Sohne de» Pharao, welcher noch Säugling war, alder Pharao gestorben. Und Joseph ward sein Vater genannt im Lande Egypten. ,^hiob" dramatiflrt. Vor 4 Jahren hat Victor Hugo in seiner Shakespeare« Säkularschrift den biblischen Hiob al» den „Urheber de« Drama" dargestellt'), vor 2 Jahren Hermann Hvlty die alte Frage hinsichtlich der Entstehung de« „Buche» Hiob" durch ein fünf« actige» Drama beantwortet,') und In ganz neuester Zeit endlich hat Philipp Zapf die Hiob'» Historie selber — wie sie in >) Der geistreich« franz. Dichter nennt nnd behandelt unser» Hiob unter den „Ocnit*", die er aus,rhlt und beschreibt von Homer an bi» herunter zu William Ghale«pear«. Sr widmet ihm rin ganz besondere« Sapilel, da« er mit den «orten begiimt „Hiob beginnt da» Drama, nnd dieser Smbry» ist ei» Loloß." (WilliamSh,ke»peare von «.Hugo, deutsch von A. Diezmann Leipzig 18»«. Bergt. Buch II. Abschu. 1L 8J) *) „So» Gelübde", rin Mysterium in » Acten von Herrmann Hölty.