Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- 2 (1868)
- Issue
- 3 (17.1.1868)
- Date
- 1868-01-17
- Page
- Seite 14 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Die Gegenwert. sühnt und e« naht die Zeit der Gnade nnd Wiederherstellung. Gott selbst »ird durch die Wüste mit seinem Volke heimziehen und aller Welt seine Herrlichkeit offenbaren: einerseits durch Er« Weisung der Nichtigkeit und Vergänglichkeit aller menschlichen Macht — womit auf den Sturz der Ehaldäer^ hingedeutet wird, — andererseits durch die verheißene Erlösung seine« Volkes, da» er al« treuer Hirt nach Jerusalem zurückführen wird. — Der Gott, welcher auf die Art sein Volk schirmt und eS zu trösten bestehlt, ist der Eine, der allmächtige Weltschöpfer, dessen Weisheit unerforschlich bleibt, vor dem die Völker in ein Nicht« verschwinden, den kein Bild erreichen kann und der ebenso mächtig in der Natur wie in der Menschenwelt waltet, 40, 22 ff. Tr, der da thront über dem Kreise der Erde, Indem ihre Bewohner wie Heuschrecken find, Der da auespannt wie ein Florgewand den Himmel Und ihn auobrritet wie ein Zelt znm Wohnen: Er verwandelt Kürfim in ein Nicht« Und Erden-Richter macht er zunichte; Kaum find fie gesetzt und kaum gesäet, Kaum Wurzel« in der Erde ihr Stamm, E« haucht er auch fie an und fie verdorren Und ein Ewrm rafft fie wie Stoppeln dahin. Da dieser Unvergleichliche, Mächtige, Ewige und Unwandelbare Israel erlösen will, wie mag es da noch kleinmüthig verzagen und sagen: ״Verborgen ist vor dem Herrn mein Geschick, und vor meinem Gotte geht mein Recht vorüber?" Vielmehr, wer an Gott festhält, gewinnt dadurch unendliche Kraft. Auf diese allgemeine Einleitung führt unS nun K. 41 in die damaligen Weltereigniffe näher ein. Die Nichtigkeit der Götzen war schon vorher kurz angedeutet. Hier wird der Gedanke wieder ausgenommen und so argumentirt: die Heiden und ihre Göt« ter mögen doch verkünden, wer den mächtigen AriegShelden, der alle Völker und Fürsten besiege, von Osten her berufen habe. Die Ehaldäer gerathen in Angst bei seinem!Anrücken, rüsten sich und suchen ihre Schutzgötter gehörig aufzustellen, während JS^ | rael, der Diener de« wahren Gotte-, nicht« zu fürchten hat, ob« wohl es jetzt gebeugt und entwürdigt ist. Kraft seine« GotteS aber wird e« alle Feinde vernichten und durch die Wüste heimkehren. Dieser Gott hatte schon längst die Ankunft de« Eyru« verkünden lassen und ihn dann selbst herbeigeführt; die Götzen aber wiffen nicht« und können nicht« thon und sind durchaus nichtig. — Darauf erklärt K. 42 die^ Aufgabe und Besttmmung ISrael« al« de« göttlichen Diener«, der alle Stämme Israel» zur Anerkennung de« einzig wahren Gotteführen und da« Volk einigen und erleuchten soll, theil« um die geistige Finstrrniß zu vertreiben, theil« um die Kerker zu öffnen und alle Fesseln der Noth und de« Elendzu zersprengen. Von den Götzen^ kann diese Erlösung nicht au-gehen. — ' Obwohl nun Israel der Liebling und erwählte Diener Got> te« ist, so entspricht e« dieser hohen Stellung und Bestimmung doch keineSwege«; trotz einer herrlichen Offenbarung ist dieser göttliche Diener verstockt, taub und blind, und mußte deshalb der Strafe übergeben werden, unter der er gegenwärtig noch seufzt. — Jndeß soll jetzt die Erlösung erfolgen, K. 43; von allen Himmel-gegenden will Gott die Zerstreuten sammeln und zurückbrinM gen und um ihretwillen muß Babel fallen. Doch nur au« freier Gnade, nicht wegen eigenen Verdienste« widerfährt dem Volke solche« Heil, denn im Exile hat e« nicht nur keine Gebete und Opfer gebracht, sondern sich gar noch an seinem Gotte versündigt, wie sein Urvater schon. Dafür wurde e« gezüchtigt. — Nun aber, heißt e» K. 44, will sein Gott e« wieder beglücken, während die Götzen und ihre Verehrer zu Schanden werden. Eyru» (Soresch) wird Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen. . (Fbrtsetzung folgt.) 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Erbauungen sürleraelitische Frauen und Jung, franko zur öffentlichen und häurlnhrn Andacht nebst einer Gebetsammlung für den Friedhof von ft. Schmidt. Lrrbeffert und vermehrt von Frau Rabbiner Dr. Lohen. 2. verb. Ausl. — Prei« br. 16 Sgr., sauber grb. 25 Sgr., mit Goldschn. 1 Thlr. — Velinpapier br. 25 Sgr., sauber grb.!Thlr. 5 Sgr. müGoldschu.!'/,Thlr.!ine Bchliothek werthvoller hebräischer und rabbi. -״!scher Bücher bin ich beauftragt zu verkaufen. Max Sohn, Linienstr. 160, 2 Tr. r. (>-m Berlage von Julius Beuzian in Berlin 1)!9•. Sr. Hamburgerstr., erschien soeben und ist durch jede Buchhandlung zu beziehen: Akt Segkll Zacob's mit besonderer Berücksichtigung der alte» Bcrfioueu uad he« Midrasch. Kritisch untersucht und erklärt. Ein Beitrag zur Geschichte de« hebräischen Merthum« wie zur Geschichte der Epegese von K. Köhler. Prei» 25 Sgr. in geübter Kamelredner erbietet fich zur Au«, beitung von Pred. und andern Borträgen. Honorar mäßig. Strengste Ditcretion. Frankrte Briest unter Lhiffre V. K. nimmt die Meßner'sche Buchhandlung in Kassel entgegen. , Verantwortlicher Redacteur: Earl Hirsch. Selbstverlag von Juli»« Beuzian, Berlin, Gr. Hamburgerstr. 19». — Druck von H. S. Hermann, Berlin, Klofirrstr. 7».