Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- 1 (1867)
- Issue
- 44 (1.11.1867)
- Date
- 1867-11-01
- Page
- Seite 352 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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362 Ae OtgamKrt ״Auf hohe« Gebirg' steig', Brrkünderin Zion'»!" — Ist der heutige Tag ein Festtag? Wohlan denn, wo die Schrift nicht» sagt, da werden wohl die Weisen un» den Schlüssel bieten. E» steht geschrieben: ״Die Festtage, die ihr verkünden,werdet, al» heilige Versammlung, da» sind weine Feste." Und dazu bemerken die Weism: ״Wann sind die Feste Meine Feste, wann find die Versammlungen heilige, festliche Versammlungen? Wann ihr sie verkündet." Und damit meine andächtigen Freundinnen und Freunds ist Folgender gesagt: Auf der Wage der Zeit da wiegt jeder Moment gleich, e» giebt keine Zeit, die bevorzugt wäre vor einet anderen. Wenn e» aber dennoch, meine Arwächtigen, Tage im Jahre giebt, in denen wir aus diese» Leben» alltäglicher Flachheit heraubtreten um uns mit dem Flügrlschlag des Geiste» hiuauszuschwingen zu Gott dem Herrn, so sind die Feste nur״ deshalb aufgelegt, nicht weil ihnen von vorn herein da» Stempel der Göttlichkeit ausgeprägt worden ist, nein, weil wir Menschen in diese' den Geist hineintragen, weil der Flammenhauch unseres Ideals sie durchdringt unh durchfließt. Die Zeit! Da» macht die Zeit zum Feste; wenn das Fest nicht göttlich ist in seinem Inhalt, in seiner Form ist da» Fest nicht göttlich. Wie also die Weism behauptm, daß die Feste nicht selbst aus unserem Menschkichea' Bewußtsein ak»! heilige un» eutgegeutretm, denuoch lnsolauge sie al» solche sich gellend machen-können, infolaage sie nicht vermöge de» ganzm Innere», vermöge de» geistigen Inhalt» und Gehalt» un» heilig erscheinm, — Mit eben demselben Rechte, meiue Aad-chtigxch kapn'ictz wohl fpaen, daß ,die Feste, die nicht göttlich sind,: göttlich totati j «eun wko dch Wesst der.: GvSNchkeit in sie hineinhauchm und in sie hlneintragm. Unser Fest, andächtige Versammlung, ist nicht zu lesen in dm heiligm Büchern; geboten ist da» Fest nicht, und dennoch ist es ein heilige» Fest, und den- Nöch ist es eia erhebendes Fest, und dennoch ist es einzureihen in die Reihe der wihroei kLlläe«ck heilige Versammlung, weil heilig das Bewußssein ist; lau»: deck heraus da» Fest mtstanden ist." (Fortsetzung taim folgen.) . \׳$ \ Vermischtes. Ir ־; Frankfurt, 21. Oktober. Die Zeitungen schreiben wöttlich: Wegen deheutigen israelitischen Feiertagefiel der Heutige Biehmarkt aus. Derselbe findet kommenden Mittwoch statt. Trotzdem warm gestern etwa 160 Ochsen zugettieben, welche zu den Preisen wie am vorigm Markt abgingen. Inserate. Anfang des Gottesdienstes ( in dm Gtmeini>e-SMg1M. In der alten Synagoge. ' Freitag, Abend» 5 Uhr. Sonnabend, Morgen» 8'/, Uhr. In der neuen Synagoge. Freitag, Abends 5 Uhr. Sonnabend Morgens 8'/, Uhr. (Pred.) wandten und Lieben; in hebr. und deutscher Sprache. Berlin 1867. gr. 8. Preis: Druckpapier 8 Thlr, Belmpapter 2% Thlr. Enthält die betreffenden religiösen Vorschrift« und Mich« Gebräuche von der Zeit de« Hinschei. den» bi» nach zurückgelegtem Trauerjahre und an dem alljährlichen Sterbetage eine» Anmhörigen, nach der Zusammenstellung de« verewigten Rabbiner« Ja. cot zu Liffa, nebst Uitzrrsnihmgm übe» Alter, Snt. stehung und Urheber gedachter Gebet. Sammlung und Gebräuche und als Anhang eine Reihe meist uugedruckter Gravschrifte« verdienter Personen, mit bioaraphischen, ltterari» scheu «nd genealogischen Anmerkungen. S~ ,1 ® halte ich stets auf Lager und werden Bestellungen auf dieselben pünktlich ausgeführt. 1 Julias Benzian, ׳ ״• . 11. Gr. Hamburgtrttr. 19a. Merarische Anzeigen. »ei 3. M Späth in Berlin, «öuigsstr 68 ist erschienen u. durch alle Buchhandlg. zu beziehen: Kritische Streiflichter auf da» Herlmer Iuäenllmm. Bon Ben Jechiel. Preis 6 Sgr. 0»ei Adolf Cohn, «erlag u. Antiquariat (friiher Os. Adolf k Lo.) in Berlin, Dorothernftr. 67. ist erschienm und durch alle Buchhandlungen zu beziehen; LandShuth» L. M, Bollständige« Gebet« und Lndachtsbuch zum Gebrauch« hei Uranien, Sterbenden und Lrichrnbestattunge«, sowie bei« Besuchen der Gräber von «er. .־( ׳1, ׳!!-. . •1 Der Salon erscheint am 1. Dezember. Eine Hllllslchrerftcllc in einer Universitätsstadt wird gesucht von einem »tnck. phil. et tbeol. jad. Osserwn nimmt entgegen d. Spped. d. Bl. ,ob. AS. ». gebildete Familie wünscht einig. Penfionäre liknaben «der Mädchen) aufzunehmen. Nähere Sagkunst crtheilt gef. Herr Wilde (Firma Lohn k Wilde, Harscher Markt). Verantwortlicher Redactrur: Earl Hirsch. Selbstverlag von Julius «euziau, Berlin, Gr. Hmnburgerstr. llia. — Druck »o» H. S. Hermann, Berlin, Klostrrstr. 7».