Die Gegenwart
- Journal
- Die Gegenwart
- Volume
- 1 (1867)
- Issue
- 22 (31.5.1867)
- Date
- 1867-05-31
- Page
- Seite 175 (sequence 7)
- Language
- German
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Berliner Wochenschrift Mr Wwstihe Lngetetzenheitr». m r BlU^lwS F-rsche»- nofy deuttich gering wf«1nb<** überall bte «p« MnfoA poiythchiische ArundgestLlt ,MdurchschimMert" - ׳,"׳vfcfo׳• Herrlichkeit jener heillgi» Geschk^hte aber verliert gleich» wohl>purch die ErkeurMj,der Wahrheit nicht nur nichta» ihrer Größe und Erhabenheit, sondern gewinnt dkelmchr «n er« gtrAender LrbeUdigkeit,^« tiefer wir «kn• in dew wMlichrn geschicht» li^bn Gapg der OFenbarüng de- Göttlichen inmitten dieseso «DPA daftehendeti' Bolle- Triebe* zurÜch. zu versetzen im Stande Ptzlr,.-:- »-.7.4--. ..!״■־ . .׳• * . ׳ ל Darauf wollten wir hieirzur Anregung erneuten Studiumdieses Alterthnm» Wveisest, besonder» aber^auch zu der so nvth« weiidigen SelbsterkennMiß d. h, zur richtigen Dirrpigung des ״Standpunkte-", auf dem sich unter ünS 'hie Bibelforschüng zur Zeit uoch bewegt Dazu.habell_wjr_hja_die_Aokchten^yrrier Re. Präsentanten der beiden Hauptrichtungen im heutigen Judenthum einander gegenübergestellt. '; ■׳ j -i זו Dem Einen möchten wir in aller Bescheidenheit;urufen, daß-mau sich wohl hüten müsse, eine ftemde, wenn auch noch so abweichende, Pnsich^Hrj״j,WahnwitzH,.zu erklären, zumal wenn man selbst so wenig'eingeweiht ist und Lächerlichkeiten darbietet, wie sie sich ungesucht in jedem Kapitel diese- Buche- Nachweisen läffen. Wir erwähnen ad voeom'Lächerlichkeit, nur die eine instar omnium, daß her Verfasser *tn Namen des zweiten Stammvater-Jizchak^,dadurch zu erklären glaubt, daß er bemerkt, JizAak sei, so' zu sagen, da» Symbol Israel-, de- Bol« keS, daS^iiL'den Augen der anderen Völker so lächerlich erschie« nen sei u. dergl mehr. ‘ Dem Anderen, ״dem rüstigen Gelehrten, in dem wir, wir bekennen es mit Freuden, den Mann verehren, dem in der wissen« schaftljchen'DurcharbeitUng de» Judenthums der erste'Rang unter den deutschen Rabbiner« gebührt, möchten wir zu bedenken geben, daß, wie sehr wir auch in der Praxis den Standpunkt einer schonenden, rücksichtSvoiletsDermittesungStheologie respekkiren, in der Wissenschaft dagegen immer die volle Wahrheit erkennt und gesagt werden muß, und sind fest überzeugt, daßauch ev int» beistimmen wird, wenn wir behaupten, daß die consequente Durchführung per kritischen Grundsätze und dey sreien wlssenschaftlichm Forschung, die derselbe auf anderen Gebieten so erfolgreich geübt, schließlich nur zt»vÄt!Sbüldpunkte führen kann, ven wir hier al- •*T? "זס0״^*י Umr‘ffen anäu' BerH1,.׳lre»-ä4.'Mqi >867» Dr. Popper. t ס ד «k «4P '* ,!.. i י .!!'1־riH'ljf II ׳f•׳ י ׳^.׳-^1 »ז.,. ♦יו; .:׳ '■..r ■■־ ־• ־ ׳ Vrxmischtk». ■יו' rr י •»?0"׳ ־ ■ יי«M5, — Daeine halbe Stunde von Mei risst gtn ^entkernte' Pfqrrdorf D resßigäclex wurde am 13. Mai durch einen furcht« baren!Brand fast gänzllch vermchlet. .Die Feuerbrunst, durch drei ist'MPM^Hohstalle mit Feuer spielende Kinder veranlaßt, ver׳ zehrte btrmew 3 Stunden 145 Gebäude; darunter besang sich ckich dst Mische Synagoge, die vollständig ein Raub der Flammen wurde. ׳;1. נ' ^"'^Ic ^ke sechs, in verschiedenen Städten Europa'» ansässigen Firmen Rpshschild Hutten vor ewigen Wochen, wenn wir nicht irren, in Parieine Zusammenkunft, tu der sie über den ge« meinschaftlichen Ankauf der von dem Klerus Italienan den Staat Italien gezwungenerweise abgetretenen Kirchengüter sich beriechen. Gegen dieseprojectirte Geschäft erhdb der bekannte Pariser Ganquier Mird-, auch einer unserer Glauden-geuossen, lebhaften Protest, und wurde darin von der ultramontanen Presse auf da» «ifrigstu; unterstützt.. -Wenn Jab-rn. > «tinw ft«, auf dich» Weise an der:BedeubnNg de«-Geistlichkeit betheiligen» sich ans diese Ait! feindlich Setselben ׳und damit der ganzen katholischest Lhristenheit gegwübcrftelttent so müßten sie es sich selbst puschtest ben, wenn der Haß gtg» sie von Neuem mach würde, ״vebrst geu»- sagt der ״Monde", zeugt evon höchst ««dankbarem י•®׳ müthe, daß gerade Juden so gegen den katholischen Kleruauf« treten. Denn wer, fragt er, hat sie in den Zeiten de- Mittel« altervon BerfolgungewdMst MSchtßßbrüchen de- Volkege« schützt? Wer ihnen Asyle und Schutzrrchte gewährt? Wer an« der«, ,als die Geistlichkeit?" Eine am, und wie man gestehen muß, nicht wenig komische ArgNrnentation, denn die Ausnahmen, die ein oder zwei humane Päpste gemacht haben, bestätigen doch ur die.Regel.״ Da- Motivs da» Herrn Mir»- zu, so edel« müthiger Besorgniß für seine Glaubensgenossen antreibt, ist übri« g»S<.njcht lKschwer zu durchschauen. — Unter den bei dem Hause der Abgeordneten während dieser Session eingegangenen Petitionen befindet sich, wie unmitgecheilt wird, ein Gesuch l.von Gottschalk und Genosse« zu Wangerin, die jüdischen Einwohner dieser Stadt von Entrichtung dedort üblichen Jahrgelds für den Superintendenten und desogenannten RectorgroschenS für den Prediger zu entbinden; sowie eine Petition de- BorstandS-Borsitzenden der jüdischen Gemeinde zu Rakel, L. A. Kallmann, daß die Jnspection über die dortige jüdische Elementarschule dem evangelischen Geistlichen entzogen, und dem Rabbiner vr. Cohn daselbst übertragen werde. k Der durch seine asiatischen Wanderungen berühmte Un« gar B4mb4ry (Bamberger) übersetzt (wie da» ״DreSd. I." mek« det) die Bibel für die englische Bibelgesellschaft in die tatarisch« Sprache, und erhält für jeden Bogen ein Honorar von 500 fl. Jedenfalls ein gute- ״Geschäft"; die Propheten, Evangelisten u. s. w. erhielten nicht so viel für den Grmidtrxl. h Von dem bekannten und in vieler Hinsicht sehr verdienst« vollen Werke G. Rawlinson'S ״Five Great Monarchie» of the Ancient Lastern World, or the History, Gcograpby and Antiquities of Cbaldaea; Ässytli, tiabjflon, rMed!4' and kersia" ist der 3. Band (London 1866) erschienen. Nach genauer (??) ZMzug, besaodtst-sich für, da» Jahy 1864 iw Kaiserreich Rußland 1,432,861 JKen gegen 63,436,595 Griechisch-Orthodoxe, 822,418 Schismatiker oder Ra-kolnik-, 2,805,968 römische Katholiken, 33,314 armenische Katholiken, 1,954,271 Protestanten, 3,366,444 Mohammedaner und 478,323 Heiden (?), die entweder dem Lamai-mu- oder dem Schamanen« thvm anhingen. Wien. (Prediger ״Mannheimer.Stiftung".) Am 17. Oktober! P.'J. gelangen die Zinsen der ״Prediger Mann« Heimer-Stiftung" zur Bertheilung. Anspruch auf diese Unter« stützungen haben Rabbiner, Prediger und Lehrer in Oesterreich, di» dienstunfähig geworden sind oder deren Wittwen mid Waisen. Die Bewerber müssen in einer Gemeinde, die mindesten- 50 Mitglieder zählt, wenigsten» zehn Jahre Pa-Amt in würdig» Weise verwaltet haben. Beamte großer, notorisch reicher Gemei»- den sind ausgeschlossen. Die Würdigkeit der betrefirnde« Boa»- 1e» sowie die Dienstunfähigkeit sind nachzuweisen. Ungestempelte Gesuche sind längsten» bis Ende Juli d. I. an die Israelitische Gemeindekanzlet in Wien unter ver Adresse: ״Euratorium der Prediger Mannheimer-Stistung" zu übersenden. Bern. In Locle, nahe bei Chau* de Fonds lebt ein