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Die Gegenwart · 1867-05-17 · 20 (17.5.1867) · p. Seite 154

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Journal
Die Gegenwart
Volume
1 (1867)
Issue
20 (17.5.1867)
Date
1867-05-17
Page
Seite 154 (sequence 2)
Language
German
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154 Die OfgtttMrt Werke (zusammen circa 50 Bogen §r. 8.) ftib i< ^vldtes ^ah^r bei einer Anzahl von nur 1200 Abonnenten.fii Äeek« IsjWaPm» circa 80 Bogen gr. 18.) edirt. — Ist schon hiernach der dadurch erzielte Gewinn für die hebräische Literatur ein bedeutung-iverther, so Erhellt 'gleichzeitig auch, welche bedeutendere Erfolge, der ver> ein erreichen könnte, wenn die durch eine rege Jcheilnahme ihm gebotenen Mittel größer wären. Die Werke der hebräischen Lite« ratur erfreuen sich zur Herausgabe keiner Subventionirung auössentlichen Mitteln; um so mehr ist e« Pflicht einejeden für jüdisches Dissen Interesse hegenden Israeliten, einen zu dem vor« gedachten wichtigen Zwecke — erst nach Ueberwindung der man« uigfachsten Hindernisse — gegründeten Verein nach besten Kräf» ten zu unterstützen und zu fördern. E« ergeht daher jetzt, beim Beginn des dritten BereinS.IahreS, an alle GlaubenSgenoflen der Aufruf zur lebhaften ׳Betheiligung. Auch diejenigen, welche nicht in der Lage sind, die Werke deS Vereinselbst zu lesen und zu benutze», dürfen sich der Theiluahme aus diesem Grunde nicht entziehen, da ihnen Gelegenheit geboten ist, durch freigebige Beiträge zu den Fonddes Verein- ״Mekize dtirdamim" den Verein zu fördern. Dieser Fond dient dazu, die Mitglieder des ComitL'S in den Stand zu setzen, sofort nach der Versendung eine- Jahrgangs mit der Wahl der für das nächste Jahr.herauSzugebenden Werke und dem Drucke derselben beginnen zu können, ohne abwartcn zu muffen, bis die Zahl der Abonnen« ten Ein Tausend erreicht hat. Die au« dem Fond entnommenen Vorschüsse werden demselben nach Eingang der AbonnementS-Lei« träge zurückerstattet. Der Abonnemeiit-preiS beträgt für da« Jahr 2 Thaler Pr. Cour. — 4 Fl. Oeft. W. oder 8 FrcS. Die zum Dnicke durch Beschluß des Comit^'S bestimmten Werke und alle den Verein betreffenden Angelegenheiten überhaupt, insbesondere die Namen der Spender freiwilliger Beiträge, die nach Ablauf des VereinsjahreS zu legende Schlußrechnung u. s. w. werden durch die in Lyck erscheinende hebräische Zeitung ״Hamagid" bekannt gemacht. Die SubscriptionSbeträge oder die freiwilligen Beitrage zum VereinS-Fond — etstere postfrei — können an den Rendanten de- Verein-, Banquier M. S. Magnus in Königsberg i. Pr. (Klapperwiese Nr. 10) oder an da- Comilämitglied des Lande-, welchem der Theilnrhmer angehört, in Deutschland an den Redak« teur L. Silbermann in Lhck (Ostpreußen) gegen Quittung gesankt werden. Die Mitglieder des Comitb'S sind folgende Herren: Sir Moses Montefiore (Ramogate, England), Dr. Albert Cohn (Pa« ri», 42 Rue Richter), Mathias Straschnn (Wilna, Rußland), Dr. Loewe (Brighton, England) und 8. Silbermann (Lhck, Ost« Preußen). Frankfurt a. M., 10. Mai. Gestern Mittag verschied nach viermonaltichem Leiden der Direktor der israelitischen Real« schule Dr. Sigismund Stern. Seine hervorragende pädago« gische Bedeutung gereichte nicht nur der Anstalt, welcher er zwölf Jahre Vorstand, zu nachhaltiger Förderung, auch in den weitesten Lehrrrkreisen wirkte er anregend durch Wort und Schrift. Durch da- Vertrauen seiner Mitbürger in manches öffentliche Ehrenamt berufen, hat er auch über die Schule hinaus, besonderals mehr« jährige« Mitglied der gesetzgebenden Versammlung, eine segenS« reiche Thätigkeit entfaltet. In einer Reihe trefflicher historischer Werke, vornehmlich über Gegenstände der dentschen Geschichte, be« strebte sich Stern mit bestem Erfolge, die Resultate der Wissenschüft durch edle Popularität zum Gemeingut der Gebildeten zu machen. Einein gleichen Ziele waren sein« öffentlichen Vorlesun- *f ptd^lLdmch,,welche HuvchMwiß^hafte Darstellung und sittliche fu^Mhaften -MnßkWk»-srEreaten. Ju «och nicht vollen« detem 55. Lebensjahre ist Stern-Fieser reichen Wirksamkeit durch den Tod entrissen worden; sein Hintritt erregt die allgemeinste Theilnahme. Die Nachricht wird auch in Berlin.lelchsftz Ihlest, nahm» erwecken, wo Ster» »on früherem langjährigem.Aöstnj» halte her in bestem Andenken stand. (Zukunft.) Tlogau. Im Juli 1866 schenkte der geheime Lommerzienrath W. Lehfeldt der hiesigen Synagogengemesnde ein^i«pjt<^ von 1000 Thlr., dessen jähilicher Ziusencrtrag der ReligwnS« schule zu Gute kommen sollte, indem daraus Preise für würdige Schüler beschafft und eine SchalbMothek begründet und all« mälig vervollständigt werden sollten. — Alljährlich soll außerdem am Sterbetage der Mutter deS edlen Gebers (am 11. Nissan) in der Religionsschule vom Rabbiner ein Vortrag gehalten werden, welcher anknüpfend an die Stiftung irgend ein passendes Thema aus׳ der Geschichte oder der Lehre Israels behandelt. Dieser Bestimmung nachkommend sprach am 10. April d. I. der Rabbiner Dr. Klein, nachdem er die Stiftung und ihren Zweck erörtert hatte, über die Tugend der Wohlthätigkeit, als eine der, vorzüglichsten Pflichten eines Israeliten. — Die Religionöschule, in welcher am 7. April die bffent« liche Prüfung stattfand, deren Resultat ein allgemein befriedigen« dewar, steht unter Leitung und Mitwirkung de- Rabbiners; dieselbe wurde in diesem Jahre von 73 Schülern (aus den beiden Gymnasien und den Bürgerschulen) und 52 Schülerinnen (ans den höheren Töchter« und den Bürgerschulen) besucht, und eS ist der regelmäßige Besuch der Schule ein erfreuliche» Zeichen und Zeugniß für den Eifer der Lehrer und den guten Willen der Eltern der Schüler. LandSbcrg a. SB. im Mai. In unserer Gemeinde ist eine 5klassige wehlorgauisirte Religionsschule errichtet worden. Sie wird schon jetzt von 92 Kindern besucht und verspricht bei dein regen Eifer für die Sache sehr gedeihliche Resultate. Ais Lehr« kräfte fungiren der OrtSrabbiner Herr Dr. Klemperer und Herr Lehrer S. Cohn, bis vor Kurzem an der Gemeinde-Schule in Beuthen. Leobschütz, 13. Mai. Es ist merkwürdig, daß Art. 12 der nnn «zuL8i todten preußischen Verfassung nachträglich znr Wahr« heit werden zu solle» scheint. Der bisherige Salarienkaffen-Con« troleur am KreiSgericht Hierselbst, I. Böhm, ist znm Deposital« Kassen-Rendanten am KreiSgericht zu Neustadt O.-Schles. ernannt worden. Herr Böhm ist ein Jude. Darmstadt. In Betreff der Bildung der Vorstände der israelitischen ReligionSgemeinden, einer Frage, welche der Abge« ordnete Herr Dr. Stockhausen zu Gunsten einer Abänderung der betreffenden Ordnung bereits bei den früheren Landtagen angeregt hatte, aber nur zur Berathung, nicht zur Erledigung ge« kommen war, hat sich nach wiederholter Anregung auf dem die-« maligen Landtag der Ausschuß dahin erklärt: Die StaatSregie« rung zu ersuchen, nach vorauSgegaogener geeigneter Vernehmung der israelitischen ReligionSgemeinden in Berathung zu ziehen, in welcher Weise bei Bildung der Vorstände den Mitgliedern der israelitischen ReligionSgemeinden eine größere und unmittelbare Mitwirkung einzuräumen sei. p. Monheim, den 12. April. Bon dem Herrn Dr. Leh« mann in Mainz und Rabb. Dr. Hildesheimer in Eiseustadt (ttn* garn) ist die Gründung eine- ״deutsch.österreichischen Sabbatt «-Verein-" in« Ange gefaßt ««den. HerrrDr. Hildesheimer , beieit» Statuten entwovfen «n» »rn Entwurf inderZoitschrtft't

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