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Die Gegenwart · 1867-01-11 · 2 (11.1.1867) · p. Seite 10

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Journal
Die Gegenwart
Volume
1 (1867)
Issue
2 (11.1.1867)
Date
1867-01-11
Page
Seite 10 (sequence 2)
Language
German
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10 D« Stgrnwart. I rr i J, : Knabenschule. * Ausgaben . . i'. Einnahmen.. . . Zuschuß aus der Gemeinde-Hauptkasse 4. Mädchenschule. \ Ausgaben .1. Einnahmen.! . . . . . . Zuschuß aus der Gemeinde-Hauptkasse 5. ReligionSschule. - AnSgaben . Einnahmen.. . . Zuschuß auS der Gemeinde-Hauptkaffe 6. Aminen«Commission. Ausgaben^. . . . . . . / Einnahmen . . . . . . Zuschuß auS der Gemeinde-Hanptkaffe 7. AltcrversorgungS« Anstalt. Ausgaben ........ Einnahmen. .... . . . Zuschuß aus der Gemeinde Hauptkäffe Die Anstalt verpflegte, »vle wir anderweitig hören, ca. 28 Hospitalitc», so daß auf die Person 227 Thlr. Kosten kommen. 8. Kranken-BerpflegungS-Anstalt. | Ausgaben ........ Einnahmen.. , Zuschuß auS der Gcmeinde-Hauptkaffe Im Jahre 1865 wurden aufgenominen 575 Kranke Bestand am 31. Decbr. 1865 ... 48 „ 6. Fleifchscharren-Bcrwaltüng. AuSgahen. Einnahme».. . . Zuschuß auS der Gcmeinde-Hauptkaffe IO. Ouellbad-Berwaltung (blickwe). Ausgaben..' . . Einnahmen. ....... Zuschuß auS der Gemeinde-Hauptkaffe 9,688 Thlr. 3,926 — 5,762 Thlr. 5,564 Thlr. 1,680 „ 3,884 Thlr. N ' 2,187 Thlr. 1,475 „ 712 Thlr. 18,612 Thlr. 8,640 „ 9,972 Thlr. r 6.349 Thlr. 4.349 „ 2,000 Thlr. 18,517 Thlr. 9,977 „ 8,540 Thlr. 1,460 Thlr. 600 „ 860 Thlr. ' 1,329 Thlr. 936 „ 393 Thlr. C. Stiftungen, die keinen Zuschuß aus der Gemeinde- Hauptkaffe haben. 1. Institut Ncr-Tamid, Einnahme 269Thlr, Unter den Ausgaben, die wie alle folgenden Stiftungen, mit der gleichen Effectiv- Sunime, wie die Einnahme, abschließen und die die Gemeinde eigentlich nur in Verwaltung hat, figurirt als Hauptposten eine Zahlung von 157 Thlr». an die Synagogen-Vcrwaltung (B. 1.) Da aber das Deficit der letzteren von der Geineinde-Hauptkasse gedeckt wird, so ist daS Ncr-Tamid-Institnt als eine Ucberschuß« Verwaltung zn bewachten. 2. Thalmud-Thora (Lehrcr-BildungS-Anstalt) 4316 Thlr. 3. Beth-Hamidrasch 1864 : 2080 Thlr. 1865: 1902 Thlr. 4. Sara-Lcvh'sche Waisenstiftung 1755Thlr. 5. Fromdczi-Krankenkasse 2264 Thlr. 6. Kleine Kasse der Kranken-PerpflegungS-Anstalt 628 Thlr. '7. Licbermann- Schlesinger'sche Krankenkasse 93 Thlr. 8. Anstalt Sandikin für arme Wöchnerinnen 908 Thlr. 9. Verein zur Unterstützung armer Wöchnerinnen 592 Thlr. 10. Frauenverein von 1833 für Waiseninädchen 3293 Thlr. 11. Miethe-UuttrstützungS-Verein 2395 Thlr. 12. BekleidungS-Anstalt (Malbisch-Aruroim) 1971 Thaler. _____ ‘—p. fEWtlin, 2. InnOar. ,?Dem Vernehmen nach befchäf- titzt Oon sich kn den fctrtffrafccft Kreisen jetzt ernstlich mit einer zeitgemäßen Umgestaltung der für-die Krankenverpflegung»- und die BeerdigungS-Anstalt. der Gemeinde seit etwa einem halben Jahrhundert bestehenden Stilluten. So viel man weiß, wird die Lösung dieser Aufgabe von der Gcmeindeverwaltmig'schon feit Jahren angestrebt, und zwar auf Grund der ausdrücklichen- . Verordnung des Gemeinde-Statut» von 1860X8- 79), daß nach den von demselben gegebenen Anhaltspunkten „Alle Gemeindeanftälten mit Reglement-, beziehungsweise „Statuten zu versehen, und wo dergleichen Reglement» öder Statuten vorhanden, dieselben durch den Gemeindevorflgnd und die „Reprasentantcnversammlung einer Revision zu unterwerfen seien." BiSheran scheiterten aber alle diese Bemühungen an dem schwerfällige» ModnS, dev die erwähnten Special-Statuten für Fall einer Abänderung derselben vorschreiben und an dem Widerstande,-auf welchen die vorgcschlagcnen Modifikationen bei * einzelnen zur Mitwirkung berufenen Körperschaften stießen. Wie ~ von dem Gemeindevorstande bei Veröffentlichung der „Uebcrsicht des GemeindehauShaltö" pro 1861—1862 berichtet worden, sind für die qndern Gcmeindeinstitute die Reglements bereits fcstgeftellt. Nur in Betreff der KranlcnvcrpflcgungS- und der Beerdigungs- Anstalt verhält es sich mit dem 8- 79 dcS Grundgesetzes der Gemeinde, wie mit manchem Artikel der StaatSverfaffung, in welchem der Erlaß eines organischen Gesetzes verheißen ist. Hoffen wir, daß nunmehr da» langersehnte Werk gelingen und man sich end- _ sich zur Aeliderung von Statuten entschießen werde, deren Bestimmungen auf die vollkommen veränderten Gemeindeverhältniffe nur,noch wenig zntrcffen und die-paher zum großen Theile faktisch schon längst nicht mehr in Geltung sind. Wie ferner verlautet, liegt der Repräsentantenversammlung { ein Antrag auf. Bildung einer gemischten Conimission vor, um die Modalitäten für die Oeffentlichkeit der Repräsentanten- \ sitzuugen vorzuberathen, deren Einführung principiell von beiden Gemeindebehörden bereits beschloffen worden ist. Wir begrüßen diesen Beschluß, zu welchem im November 1864 von den Gemeindeversammlungen der JinhulS gegeben worden, als eine Berücksichtigung der öffentlichen Meinung, der, wie gar sehr zu wünschen ist, auch fernerhin eine gehörige Würdigung Seitens der Gemeinde-Verwaltung und Vertretung zu Theil werden möge. Wie wünfchcnSwerth übrigens die Einführung öffentlicher Sitzungen der Repräsentanten ist, hat sich erst jüngst durch die über die Rabbinerwahl verbreiteten Gerüchte herauSgestcllt, welche nach-. träglich in der „Voss. Zeit." dahin widerrufen worden sind, daß für die Besetzung der noch vacanten Rabbinerstestc von dem Gemeindevorstandc bisher ein Antrag die Repräsentantenverfamm« lung noch gar nicht gestellt und ebensowenig von der letzter» eine statutarische. Corse vollzogen sei. Bei Oeffentlichkeit der^Verhapdlung gäbe eS keine derartigen falschen Gerüchte und keine unwichtigen ZeitnngSinserate, die erst hinterher „auS zuverlässiger Quelle" berichtigt werden müffen. ir Berlin. ES war verbreitet worden, daß ehemaligen einjährig Freiwilligen jüdischer Religion die Bestätigung als Landwehr-Offiziere versagt worden wäre, ein Gerücht, daS thatsächlich durch die Ernennung von jüdischen Offizieren widerlegt worden / ift. Bei sonst gleichen Bedingungen hat, wie vor dem Feinde, kein ' Unterschied zwischen Juden und Christen ftattgefundeli. v Der dritte Bericht der Commission deS Abgeordnetenhauses für Petitionen ist erschienen. Derselbe behandelt die Petitionen de» Rabbiner« Sntro und de» Rabbiner» Philipps»»,

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