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Die Gemeinschaft · 1928-12-07 · 15 (7.12.1928) · p. Seite 18

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1928
Issue
15 (7.12.1928)
Date
1928-12-07
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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die Idee zu besprechen und zu verbreiten, ergaben sich schier unüberwindliche Schwierigkeiten für die weitere Werbung. Abgesehen von der religiösen Richtung, die dem einen nicht orthodox, dem anderen nicht reformiert genug war, hörte man immer wieder Aussprüche wie: Ich habe keine Zeit, in den Tempel zu gehen, oder ich bin zwar Jude, aber vom Gottesdienst verstehe ich nichts; deshalb gehe ich nicht hin, oder ich gehe das ganze Jahr nicht in die Synagoge, warum also jetzt usw. Besonders schwierig war die Lösung der Lokalfrage, die erst nach vielen erfolglosen Verhandlungen in der jetzigen Weise gelöst werden konnte. Der Kreis der Pioniere erweiterte sich um die Herren: Dukas, Lehmann, DroUer, Lindemann, Goldstern, Bohne, Kammergerichtsrat LeoWolff, Engel, Aschner, Dir. Jakob, Growald F. Wolff, Eckstein, Dr. Michel, sodaB man sich kurz. entschloß, das Wagnis zu beginnen. Mit tatkräftiger Unterstützung der Herren: Falkenberg und Gottfeld von der Hb, Syn. Norden und Dr. Leo Caro und Dr. üaeh von der lib. Syn. Wilmersdorf sind die Vorarbeiten und die Einrichtungen des ersten Gottesdienstes schnell vorangegangen. Trotz Sturm und unaufhörlichem Regen konnten wir eine Besucherzahl von über 350 Anwesenden zahlen. Der Gottesdienst, über den bereits an anderer Stelle berichtet wurde, nahm einen überaus würdigen Verlauf und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Selbst aus Kreisen, die unserer Richtung fernstehen, bekamen wir Dankesworte und Anerkennungen zu hören. Interessant war uns daneben noch der Ausspruch einer alteren Dame, die uns erklärte, daß sie seit 13 Jahren, solange sie in Berlin wohne, keinen jüdischen Gottesdienst mehr besucht habe, aber jetzt, durch die weihevolle Feier des Abends veranlaßt, häufiger kommen werde. Wenn wir nach diesem ermutigenden Anfang auch noch nicht so weit sind, alle Wünsche wie die Errichtung eines eigenen Tempels, Sonnabendvormittags-Gottesdienst usw. zu erfüllen, so bitten wir unsere Freunde daran zu denken, daß wir erst am Beginn unseres Aufbaues sind und aller Anfang schwer ist. Alwin Schönbich. Mitteilungen. Unw-rr üotteidientte towie die brtonderen Veranlagungen werden in den TiKie\bldllern und in der )Uditch-Liberalen Zeitung angekündigt. Wir laden alle religiöi Interessierten herzlich ein, an unterem Gottesdienst teilzunehmen. Unttr Gthttbuch für Frtitag-AltnJ steht allen JAitglitAtrn für Jen Prii$ von 50 Pfgzur Vtrfügung. Liberale Synagoge Westend > Leistikowstr. 7-8 (Schulaula) Oer Freitagabend-Gottesdienst findet regrlmäUig 7j Uhr in unterer Synagoge Leistikowttralle 7-8, (Scliulaula) ttatt. An allen Oottetd ernten: Vorlesung am der Bibel und Predigt. Chanucka-Gottesdienste: I reitag, den 7. Dezember 7| Uhr, Predigt Rabbiner Dr. Klein. Freitag, den 14. Dezember 7 J Uhr. Predigt: Rabbiner Dr Sei/£ff.a/l/l-Frankfurt,Main. 18

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