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Die Gemeinschaft · 1928-12-07 · 15 (7.12.1928) · p. Seite 14

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1928
Issue
15 (7.12.1928)
Date
1928-12-07
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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unser Rabbiner Dr. Martin Salomonski zum Gemeinderabbiner gewühlt worden ist. Liegt doch darin nicht bloß eine Würdigung des Wertes unserer Arbeit, sondern vor allem die Anerkennung, daß seine hingebende und erfolgreiche Tätigkeit in unserer Gemeinde die Notwendigkeit der Aufgaben erbracht hat, die ihm sein Ami als Gemeinderabbiner für die Zukimfi stellt. Unsere Gemeifrde aber freut sich insbesondere, daß er auch nach seiner Berufung weiter als Prediger und Seelsorger in unserer Mitte wirken wird. \ene liberale Gottesdienste. Dal.S die Ideen, welche von der Liberalen Synagoge Norden ausgehen, weiter wirken, zeigt die Eröffnung der dritten liberalen Synagoge in Westend, über deren Eröffnungsgottesdienst an anderer Stelle berichtet wird. Zeigt die Tatsache; daß in Breslau nach unserem Muster ein Freitagabend-Gottesdienst eingerichtet worden ist.__£iir den unser Gebetbuch eingeführt wurde. Xu unserer Freude können wir feststellen, daß uitsero gottesdienstlichen Einrichtungen auc h auf die Liturgie anderer liberaler Synagogen anregend und befruchtend gewirkt haben. Das Achselzucken, der Skeptizismus und das spöttische Lächeln, dem man früher begegnete, wenn vom liberalen Norden die Rede war, sind gewichen! Es geht vorwärts! l.co Roienbldtl Liberale Synagoge Wilmersdorf. Cecilienschule, Nikolsburgerplatz. Ein Jahr Arbeit liegt hinter uns. Nicht leicht war das Feld, das wir zu bearbeiten hatten, nicht einfach die Widerstände, die sji h unserer Tätigkeit entgegengestellt haben. Umso größer ist dir Freude, mit der wir auf das erste Jahr des Bestandes unserer Vereinigung zurückblicken; sind doch durch sie in weite Kreise des Westens neue Gedanken getragen worden, die bereits Fruchte gezeitigt haben Die regelmäßigen Gottesdienste an den Freitagabenden weisen einen sehr guten Besuch auf. Wenn auch unsere Gemeinde bisher einen ständiger Prediger nicht besitzt, su haben sich doc h stets Prediger uneigennützig in den Dienst unserer Sac he gestellt und für den liberalen Gedanken von unserer Kanzel gewirkt. Zu besonderem Dank sind wir den Herren Gemeinderabbinern Dr. Salomonski und Dr. Gatliner. de n Herren George Goetz, Robert Hirschfeld und Manfred Swarsensky verpflichtet, die immer bereit waren, zu unserer Gemeinde zu sprechen, so oft sich die Notwendigkeit ergab. Der Gottesdienst a n d e n hohen Feiertagen im Beba-Palast Atrium bewies erst recht, wie notwendig die Ein richtüng einer liberalen Andacht in unserem Stadtteil war. 14

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