Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1928
- Issue
- 15 (7.12.1928)
- Date
- 1928-12-07
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/4889559-5436037-5436069--277-4889793- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
die Zahl der Erschienenen, unter denen auch eine stattliche Reihe auswärtiger Kongreßteilnehmer, insbesondere aus England, Amerika und Deutschland war. Welches Interesse der Aufbau unserer Andacht und unsere Arbeit am Judentum und im Judentum gefunden hat, geht am deutlichsten hervor aus dem Briefwechsel, der sich mit den auswärtigen Besuchern unserer Andacht anbahnte. Gottesdienste. Unsere Tätigkeit nahm in der Berichtszeit ihren gewohnten Verlauf. Der Selichaus-Gottesdienst am ersten Selichaustage wies in seiner Liturgie einige Veränderungen auf und übte wie stets tiefe Wirkung aus. Bei den Gottesdiensten an den Hohen Feiertagen, die überaus gut besucht waren, zeigte die Liturgie wenige, unwesentliche Aenderungen. Eine Neuerung war, daß die Pmphctenabschnitte Haftarot) in allen Andachten von Laien vorgetragen, und daß am Jaum Kippur vor einer Reihe von Gebeten, Psalmen und Prophetennbschnitten kurze Einführungen in Inhalt und Aufbau gegeben wurden. Durch diese Neuerung, die allgemein freudigen Anklang fand, wurde die lebendige Anteilnahme wesentlich gefordert. Jugendgottesdienst. Jugendgottcsdiensl wurde dieses - Mal in den Räumen des Wöhnanftsaintes", Metzerstraße i. abgehalten Die Teilnehme: zahl hat sich wohl verdoppelt, Die Sc hwierigkeiten, welche sich bei der vorjährigen Veranstaltung gezeigt hatten, waren diesmal, nicht bloß durch die besseren räumlichen Verhältnisse, sondern vor allem durch das vorzügliche Zusammenwirken von Kantor. Chorleitung und Organistin überwunden. Ein kleines eigens zusammengestelltes Gebetbüchlein, das die Texte sämtli< her Responsen und .Gesänge enthielt) forderte die Aktivität der Kinder aufs glücklichste. An der Liturgie waren nur ünwescntlii!><• Aenderungen vorgenommen. Neu eingefügt war am Jaum-Kippur «Ii«" .Wando. In noch verstärktem Grade waren die Jugendlichen zur persönlichen Mitwirkung bei den Vorlesungen aus Thora und Propheten, von Psalmen und Ge- *1 it Ilten herangezogen. Es war ein großer und schöner Erfolg, .<!<■! sii h in der wachsenden Zahl der Teilnehmer äußert|o und der sich in der Zukunft noch starker auswirken dürfte. Midt hencinsegnung. Am zweiten Tag Sukkaus, in ttberfüliter Synagoge, fand innerhalb des Gottesdienstes die Einsegnung von 7 Mädchen statt. Da- Wesentliche der stimmungsvollen Feier war, daß die Konfirmandinnen eine kurze, selbstverfaßte Ansprache Im Uen, jede über ein selbstgewähltea Thema aus dem Stoff dci Vorbereitungsstunden, <lie ihnen unser Rabbiner erteilt hattet I!