Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1928
- Issue
- 12 (20.5.1928)
- Date
- 1928-05-20
- Page
- Seite 15 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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der wichtigen Stellen der Liturgie durch deutschen Vortrag, die aktive Beteiligung der Gemeinde am Gottesdienst durch Gemeindegesang und nicht zuletzt die Vermeidung jeder Starrheit in der Gestaltung des Gottesdienstes haben uns eine große Anzahl von Freunden gebracht, die an unseren Gottesdiensten regelmäßig teilnehmen und ihren Freundeskreis mitbringen, sodaß wir ein ständiges Wachsen des Besuchs und des Interesses für die liberale Idee verzeichnen können. Wahrung der Tradition und die Gestaltung des Gottesdienstes in einer Form, die auch dem modernen Menschen Befriedigung und Erhebung bringt, die nicht ein Lippenbekenntnis, sondern aktives Miterleben ermöglicht, hat neue Formen des Gottesdienstes geschaffen, die trotz der Kürze und Vermeidung jeder Wiederholung besonders an jenen Tagen, die besonders betont werden sollten, das zum Ausdruck gebracht haben, was dem Charakter des Tages entsprochen hat. Die Gedenkfeier für die Gefallenen des Weltkrieges, die neue Formen gefunden hat, die Thoraverlesung und Seelenfeier an den Abenden des Pessachfestes haben in den Kreisen unserer Besucher den Wunsch nach weiterer Ausgestaltung des Gottesdienstes in der bisherigen Richtung immer lebendiger werden lassen. Am Schowuausfeste wird wiederum der Gottesdienst am ersten Abend durch die Toravorlesung besonders hervorgehoben werden, am zweiten Abend findet wieder eine Seelenfeier statt, um denjenigen, die am Tage nicht die Zeit haben, ihrem religiösen Bedürfnis zu entsprechen, die Möglichkeit zu bieten, eine Stunde der- Andacht mitzuerleben. Für die hohen Feiertage ist der würdige Raum des Beba- Palastes Atrium, Kaiserallee Ecke Berlinerstr. gewonnen. Durch diesen Gottesdienst soll die liberale Idee und die Ausgestaltung des Gottesdienstes in moderner Weise den breitesten Kreisen nähergebracht werden. Die Preise der Plätze sind derart festgesetzt, daß auch den Minderbemittelten die Möglichkeit geboten ist, am Gottesdienst teilzunehmen. Anmeldung für Plätzereservierung nimmt der Vorsitzende des Synagogenvorstandes Dr. Leo Caro, Berlin-Wilmersdorf, Motzstraße 39, ferner Rechtsanwalt Dr. Max Mayer in Berlin- Schöneberg, Martin-Lutherstr. 65 entgegen. M. 0.!■>